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Security First

  • Installation Security First (Marc Lee) © Goethe-Institut Tallinn, Foto: Karel Koplimets
    Security First (Marc Lee)
  • Installation Security First (Marc Lee) © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Foto: Anatole Serexhe
    Security First (Marc Lee)

Security First

Marc Lee
*1969 in Knutwil, CH, lebt und arbeitet in Zürich, CH

Security First
2015, Mixed-Media-Installation

Ein langes Regal, wie man es vielleicht auch in einem Elektronikmarkt finden könnte, zeigt alle die Produkte, mit denen man Teil der globalen Überwachung werden kann. Vor allem Kameras, ob echt oder nur als Attrappe, ob sichtbar als Abschreckung oder getarnt als Rauchmelder oder Wanduhr. Damit kann auch der private Bereich hochgerüstet werden, so dass man stets unter dem Schutz des elektronischen Auges weilt. Diese Werbebotschaft hört man auch über die Kopfhörer:
 
„This is important: Make a clear choice to record and be recorded. Make a change. It's your own individual right. We are the new generation. It's fun, it's a challenge, be virtually everywhere, create communities, network and exchange. Don't escape and don't occupy spaces, let them be open and free. And when you publish or talk to an algorithm, never be anonymous. Crime will fall rapidly. Our life will be better. Your choice is our choice.”
 
Dagegen sieht man auf dem Bildschirm Übertragungen der Website insecam.org. Diese zeigen eine andere Wahrheit: oft senden die Kameras, die im privaten Bereich installiert werden, ihre Bilder einfach unverschlüsselt ins Netz. Auf Websites sind diese dann für die Nutzer einsehbar, aber – da diese Websites nicht einmal passwortgeschützt ist – auch für alle anderen. Das Private wird vielleicht sicherer, aber dafür auch weniger privat. (Sebastian Althoff)

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