Jugend debattiert international

IX. Internationale Finalwoche in Riga

Anna Ryan aus Ungarn überzeugt und gewinnt das Internationale Finale des deutschsprachigen Debattierwettbewerbs in Riga

IX. INTERNATIONALES FINALE IN RIGA Finalisten des IX. Internationalen Finales: Csenge Dörner, Ungarn | Anna Ryan, Ungarn | František Posolda, Tschechien | Iva Lambová, Tschechien | © Foto: Goethe-Institut | Kaspars Garda Die vier besten jungen Debattiertalente des Wettbewerbs aus Mittel- und Osteuropa lieferten sich am 23. Oktober 2015 zum Thema „Sollen alle Mitgliedsstaaten des Europarats jährlich eine Mindestzahl von Flüchtlingen aufnehmen?“ eine spannende Finaldebatte. Beim Internationalen Finale von Jugend debattiert international ging die 18-jährige Anna Ryan aus Ungarn als internationale Siegerin 2015 hervor, dicht gefolgt von František Posolda aus Tschechien auf dem zweiten Platz.
 
Die vier Finalistinnen und Finalisten mussten sich in der vorhergehenden Internationalen Finalwoche beweisen und zogen nach den Qualifikationsrunden und dem Halbfinale in das große Finale  ein. 24 Minuten hatten sie dann Zeit, die Jury von sich und ihren Argumenten zu überzeugen – im Ziedonis-Saal der Lettischen Nationalbibliothek hörten den geübten Debattanten dabei knapp 400 Menschen zu. Anna sprach sich in der Debatte für eine Mindestzahl von Flüchtlingen aus, František war dagegen.
 
„Ohne das Team wäre die Debatte nicht so gelungen. Es war eine Teamleistung. Wir haben nicht gegen- sondern miteinander debattiert, das fand ich toll“, sagte Anna nach dem Finale. Bis zu diesem Moment war es aber ein langer Weg, denn sie und die anderen 15 Teilnehmer der Finalwoche mussten nicht nur gutes Zuhören und genaue und sachliche Argumentation lernen, sondern sich auch bei den Regionalausscheidungen und auf nationaler Ebene qualifizieren.
 
Der Sieg ist aber nicht das Entscheidende bei der Teilnahme, denn Jugend debattiert international will Jugendliche vor allem dazu anregen, sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen kritisch auseinanderzusetzen. Beim Debattieren auf Deutsch können sie außerdem ihre Fremdsprachenkenntnisse zum Einsatz bringen und verbessern. Dazu bemerkte der lettische Staatspräsident a.D. Andris Bērziņš: „Ich habe die Einladung mit Freude entgegengenommen, da ich der Meinung bin, dass die deutsche Sprache sehr wichtig für Europa, Lettland und jeden jungen Menschen ist, der sich weiterentwickeln möchte.“

Lettland wurde auf der IX. Internationalen Finalwoche von Pavel Hlushko von der Herderschule Riga und Kārlis Blūms vom Staatlichen Deutschen Gymnasium Riga vertreten.

Medienpartner war die lettische Tageszeitung Latvijas Avīze.
In Lettland wurde das IX. Internationale Finale von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt.