Born in Evin
18. Deutsche Filmwoche
Maryam Zaree, Deutschland / Österreich, Dokumentarfilm, 2019, 98 Min.
In Born in Evin geht Zaree der Geschichte ihrer Familie und den Umständen ihrer eigenen Geburt im Evin-Gefängnis nach. Sie begibt sich auf die Suche nach anderen Überlebenden, trifft Personen, die im selben Gefängnis wie sie geboren wurden, und spricht mit verschiedenen Fachleuten, um Antworten auf ihre ganz eigenen, persönlichen, aber auch politisch-strukturellen Fragen zu finden. So entwickelt sich ihre Suche nach Details über ihre eigene Vergangenheit zu einer Reflektion über die Komplexität von Trauma und Verleugnung: Was sind die persönlichen Folgen von Verfolgung und Gewalt, wenn die Täter an der Macht bleiben, während die Opfer ihre Geschichten internalisieren? Und was bedeutet es politisch, sich am Ende dem Schweigen in der eigenen Familie zu stellen?
Maryam Zaree (*1983) wurde im Iran geboren und kam im Alter von zwei Jahren als politische Geflüchtete nach Deutschland. Sie studierte Schauspiel an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Für ihre Arbeit als internationale Film-, Theater- und Fernsehschauspielerin wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme Preis. Ihr erstes Theaterstück Kluge Gefühle erhielt den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts. Born in Evin ist Zarees erste abendfüllender Film und erhielt den Kompass-Perspektive-Preis auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2019.
Filmografie (Auswahl): 2019 Systemsprenger (Schauspielerin); 2019 Born in Evin; 2014 Le Chant des Hommes (Schauspielerin); 2013 I’m not him (Schauspielerin); 2011 Abgebrannt (Schauspielerin); 2010 Shahada (Schauspielerin).
Programm
Freitag, 9.8. 16:00 Casa del Cine
Freitag, 9.8. 16:30 Cineteca Nacional
Samstag, 10.8. 19:30 Goethe-Institut
Sonntag, 11.8. 21:00 Cineteca Nacional
Diesntag, 13.8. 17:15 Cinépolis Perisur
Diesntag, 13.8. 19:30 Cinépolis Diana
SAmstag, 17.8. 18:00 Cinteca Nacional