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Die Entstehung eines Dritten Ortes

Es ist laut geworden im Goethe-Institut Palästinensische Gebiete in Ramallah, denn seit November 2020 sind die Umbauarbeiten in der Bibliothek nach dem Konzept eines dritten Ortes in vollem Gang. Ab Sommer 2021 soll diese zu multikulturellen Erfahrungen, Events und Begegnungen einladen.

Es wird gehämmert, gebohrt und geschraubt: Eine Wand, sowie Boden und Decke im ersten Stock wurden geöffnet. Im Erdgeschoss werden gleichzeitig die Besuchertoiletten entfernt, um Platz für neue Toiletten zu machen. Unsere Bibliothek soll zum neuen Leben erweckt werden und ab Sommer 2021 Jung und Alt begeistern und so Anker des Gemeinschaftslebens in Ramallah werden.

  • Dritter Ort in Ramallah: Umbau © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete
  • Dritter Ort in Ramallah: Umbau © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete
  • Dritter Ort in Ramallah: Umbau © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete
  • Dritter Ort in Ramallah: Umbau 3 © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete
Bereits im Oktober 2019 begann mit dem Besuch des aatvos Teams die erste Phase dieses Projekts. Aat und sein Team besuchten verschiedene Kulturzentren in Ramallah und auch das Qalandia Flüchtlingslager, durch das sie Khaldoun Bshara von Riwaq führte. Offensichtlich imponiert von seinem Besuch und vor allem der intensiven Nutzung engsten Raumes innerhalb des Lagers nahmen Aat Vos und sein Team diese Eindrücke mit in den Workshop des nächsten Tages. Gemeinsam mit unserem deutsch-französischen Team und einem Architekturstudenten der Birzeit Universität wurde in die Kartenspiele, die eine der Säulen von Aat Vos partizipativem Ansatz ausmachen, eingeführt. Dann ging es in die nächste Runde der Nutzerbefragung. Von Oktober 2019 bis März 2020 wurden mit Partnern, Studenten, Schülern, Deutsch- und Französischlernern jeden Alters  Kartenspiele durchgeführt. Spätestens hier wurden auch jene auf das Deutsch-Französische Kulturzentrum und seine Bibliothek aufmerksam, die es bislang noch nicht kannten. Man durfte Wünsche und Vorstellungen von einem dritten Ort äußern, die dokumentiert wurden und von aatvos in den Niederlanden ausgewertet wurden.

Der geplante Designworkshop im März 2020 musste wegen der Pandemie einem Online Workshop im Juni 2020 über Zoom weichen. Im Anschluss an den viertägigen Workshop mit unserem deutsch-französischen Team präsentierte Aat Vos das neue Konzept des dritten Ortes am 25.06.2020 in einer öffentlichen digitalen Präsentation.
  • Dritter Ort in Ramallah: Bühne © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete // aatvos
  • Dritter Ort in Ramallah: Gemeinschaftstisch © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete // aatvos
  • Dritter Ort in Ramallah: Erdgeschoss © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete // aatvos
  • Dritter Ort in Ramallah: Obergeschoss © Goethe-Institut Palästinensische Gebiete // aatvos
Seitdem tauschen wir und unser lokaler Architekt uns nun mit dem aatvos Team aus. Welcher Bodenbelag, welche Materialien, welche Fliesen; jedes Detail halten sie im Blick, um das 3rd4all–Konzept optimal umzusetzen. Das bedeutet so viel wie „Ein dritter Ort für alle“. Doch was beinhaltet das Bibliothekskonzept eines dritten Ortes? Wir möchten einen Ort gestalten, der sich für jeden wie zu Hause anfühlt und jeden willkommen heißt. Dabei geht es nicht nur um die Bibliothek im ersten Stock, sondern auch um den Eingangsbereich, in dem sich auch unser Sprachkursbüro befindet. Dieser Bereich wird im Anschluss an die Bauarbeiten in der Bibliothek umgestaltet. Geplant sind hier die eine Sprachlounge, eine neue Espresso-Bar, ein großer Gemeinschaftstisch und aktuelle Medien zum Thema Sprache, Länder und Regionen.

Einen einladenden, sicheren und inspirierenden öffentlichen Ort gestalten, der sich wie zu Hause anfühlt und zu multikulturellen Erfahrungen, Events und Begegnungen einlädt; diesem Versprechen kommen wir jeden Tag ein Stück näher. Dass es wichtig ist, physische Begegnungsräume auch in Zeiten der jetzigen Pandemie zu schaffen, in dem auch die digitale Komponente eine wichtige, aber nicht die wichtigste Rolle spielt, darüber unterhielten sich schon der Creative Guide Aat Vos und Khaldoun Bshara von Riwaq. In einer Zeit, in der mehr und mehr Begegnungen digital stattfinden, sollte das menschliche Bedürfnis nach Nähe und direkter Begegnung nicht vernachlässigt werden.
 
 

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