Eine flexible Frau

Haus-Kino

  • Sprache Mit spanischen Untertiteln
  • Preis Kostenlos

Una mujer flexible © Eine flexible Frau

Die Filmemacherin und Vertreterin des deutschen feministischen Kinos, Tatjana Turanskyj, zeigt in Eine flexible Frau die konservative Emanzipation, der Frauen im Kontext der Arbeitsflexibilität des globalisierten Kapitalismus unterworfen sind.

Im Mai startet eine zweite Ausgabe der Online-Filmreihe Haus-Kino über die Plattform Goethe-on-Demand. Organisiert von den Goethe-Instituten in Argentinien, Uruguay, Chile, Peru, Kolumbien und Venezuela und dem Goethe-Zentrum in Paraguay werden jeden Monat ein Dokumentar- und ein Spielfilm zum gleichen Thema gezeigt. Eine einmalige Gelegenheit, zeitgenössische Autorenfilme kennenzulernen, aber auch Klassiker des deutschen Kinos neu zu entdecken. Gezeigt werden u.a. Filme von Tatjana Turanskyj, Monika Treut, Heinz Emigholz, Janna Ji Wonders und Johannes Maria Schmidt.

Im Mai zeigt das Haus-Kino zwei Filme, die sich mit der Emanzipation der Frau in ihren persönlichen und beruflichen Beziehungen befassen.

Eine flexible Frau (97 min., 2010)
Regie: Tatjana Turanskyj

Donnerstag 19. bis Sonntag 22 Mai. 
Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verfügung.

Plattform Goethe on Demand SYNOPSIS

Greta M. (Mira Partecke), 40, eine Frau in Berlin mit einer postmodernen, brüchigen Architektinnenbiografie, verliert ihren Job. Auch im Callcenter wird sie gefeuert. Wie Don Quichotte kämpft sie gegen unheimliche Mächte an: ihren Sohn, die gefährliche Mutterschaft, den Bewerbungscoach, die verhinderte Architektur des neuen Berlins (Townhäuser, Humboldtforum, soziale Stadtgrenzen) und nicht zuletzt gegen die eigene Paranoia und Statusangst, eine Frau ohne Auftrag zu sein. Sie trinkt und driftet zwischen Anpassung und Widerspruch durch ihr Leben. Auf dieser Tour de Force zwischen Callcenter, Arbeitssuche, Jobcenter, Coach, Architekturbüros, Schule, Kneipen und Drifts durch Stadtrandgebiete trifft sie auf die „Stadt der Frauen“. Der Film zeigt präzise ein Zeit- und Gesellschaftsbild, ohne mit den Konventionen des sozialen Realismus zu arbeiten. Eine flexible Frau ist der erste Teil von Tatjana Turanskyjs „Frauen und Arbeit“-Trilogie.

REGISSEURIN: TATJANA TURANSKYJ

Tatjana Turanskyj © Turanskyj & Ahlrichs GbR Studium der Literatur- und Theaterwissenschaft und Soziologie in Frankfurt am Main. Während des Studiums Arbeit als Darstellerin in Frankfurt und Berlin bei Einar Schleef. Danach zunächst als Werbetexterin tätig. 1999 Beginn der künstlerischen Arbeit im Performance- und Filmbereich. 2001 Gründung des Filmkollektivs hangover ltd* (2001-2007) Es entstehen u.a. die Langfilme Petra und Hangover die im In- und Ausland auf Festivals und auf Ausstellungen gezeigt wurden, sowie der preisgekrönte Kurzfilm Remake. Seit 2007 als freie Filmemacherin, Autorin und Theaterpädagogin tätig. Eine flexible Frau ist das Spielfilmdebüt von Tatjana Turanskyj als Regisseurin/Autorin. Die Uraufführung des Films fand zur Berlinale 2010 in der Sektion Forum statt.