Gegründet 1919 in Weimar, neu aufgebaut 1925 in Dessau und auf politischen Druck der Nationalsozialisten 1933 geschlossen, bestand das Bauhaus nur 14 Jahre. Sein Vermächtnis ist jedoch unbestritten. Dieses Dossier erforscht die Relevanz, die die Grundsätze des Bauhauses für unsere Gegenwart haben. Und fragt, wie die Maximen des Bauhaus weiterhin unsere ästhetische Wahrnehmung und unsere Art, über Kunst und Gesellschaft zu denken, prägen.
Im Interview spricht die Architektin und Städtebauerin Sônia Marques über mögliche Einflüsse des Bauhauses auf brasilianische Architektur und reflektiert das Werk des brasilianischen Architekten Luiz Nunes im Recife der 1930er Jahre.
Die Ideale des Bauhauses ebneten künstlerischen Experimenten und Avantgarden den Weg, so auch der brasilianischen Konkreten Poesie. Diese stand in einem engen Dialog mit der Ulmer Hochschule für Gestaltung.
Walter Gropius’ Ideen hatten einen nachhaltigen Einfluss auf Architektur und Design in Argentinien. Argentinische Intellektuelle setzten sich ihrerseits kritisch mit den Bauhaus-Prinzipien auseinander. Ein Blick auf diese Geschichte anhand dreier sich schließender Kreise.
100 Jahre Bauhaus – ein hervorragender Grund zum Feiern! Und ein willkommener Anlass für Verlage, neue Bücher über die revolutionäre Kunstschule zu veröffentlichen. Drei Titel nähern sich dem Phänomen Bauhaus auf besondere Weise.
Der Grafikdesigner Sascha Lobe betreut weltweit bekannte Marken und Kulturhäuser wie Adidas oder das Bauhaus. Im Interview beschreibt er, wie sich Kommunikationsdesign verändert hat – und welche Projekte er besonders spannend findet.
Arne Winkelmann, Architektur-Experte aus Frankfurt am Main, plädiert für eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kunstrichtung Bauhaus. Ein Interview.
„Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück!“. So steht es im Manifest, das zur Basis der legendären Architektur- und Designschule wurde.
Von ihrem eigenen Schaffen ausgehend, tritt die Autorin Fernanda Trías in Dialog mit den Gedanken von Walter Gropius über Kunst, Architektur und die Arbeit von Handwerkern.
Der brasilianische Künstler und Schriftsteller Wagner Schwartz stellt Walter Gropius’ Manifest das legendäre Lied „Construção“ von Chico Buarque aus dem Jahr 1971 gegenüber und baut eine symbolische Brücke zwischen den beiden Texten und der aktuellen Realität im Jahr 2018.
Mit einer künstlerischen Avantgarde wollte die Kunstschule Bauhaus soziales und damit bezahlbares Wohnen ermöglichen. Oberstes Ziel war es, mit revolutionärem Design eine neue Lebensgestaltung für eine Gesellschaft im Umbruch zu entwerfen.
„Ich mache mir niemals ein Bild wenn ich ein Haus bauen will“, sagte Mies van der Rohe im Interview mit der Bauwelt 1964. Dennoch schuf er eine Vielzahl von Collagen und Montagen. Diese Raumbilder gehören zu den interessantesten und schönsten Werken der Moderne.
Für diese Ausgabe des Humboldt-Magazins hat der kolumbianische Fotograf Juan Camilo Roa die Meisterhäuser in Dessau besucht und in Detailaufnahmen festgehalten.
Das „Zentrum“ ist in verschiedenen Bereichen ein spannendes Konzept: Wie haben sich in den letzten Jahren die Stadtzentren Südamerikas entwickelt? Wie konstituieren sich die aktuellen geopolitischen „Zentren der Macht“? Und inwiefern kann man heute von „Kunstzentren“ sprechen? Dieses Dossier sucht nach Antworten.