Conditio Humana
Über das Programm
Ziel dieses Programms ist die Entwicklung eines originellen audiovisuellen Werks, inspiriert von der Philosophie Hannah Arendts und geschaffen durch die Zusammenarbeit zweier Künstler und Künstlerinnen aus zwei verschiedenen Disziplinen: der visuellen und der Musikkunst.
Dieses Programm wurde nach Hannah Arendts gleichnamigem Buch „Conditio Humana“ benannt, einem Meisterwerk der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts. In diesem Buch beschäftigt sich Arendt mit einer der ältesten Fragen, die die Menschheit zu entschlüsseln versucht, seit sie sich ihrer eigenen Existenz bewusst ist: Was macht den Menschen zum Menschen? Ausgehend von Arendts Prämisse, dass jede und jeder, der/die auf diesem Planeten geboren wird, das Potenzial hat, ihn zu verändern, hat das Mentoren und Mentorinnen-Team Anfang dieses Jahres junge Künstler und Kunstlerinnen eingeladen, sich mit uns auf die Suche nach Antworten auf die folgende Frage zu begeben: Was ist der Mensch heute? Auf diesem Weg werden sie sich unter anderem mit gängigen Definitionen von Freiheit, Wahrheit und Humanität auseinandersetzen, zugleich aber auch versuchen, neue Definitionen, Standpunkte und Ideen zu finden. Dabei werden sie sich besonders mit dem kreativen Prozess auseinandersetzen, der aus der gegenseitigen Interaktion der ausgewählten Künstler und Küntlerinnen und Mentoren und Mentorinnen hervorgeht. Zum Mentoren und Mentorinnen-Team gehören die Komponistin und Dozentin an der Fakultät für Musikkunst Maja Bosnić sowie die visuellen Künstler und Künstlerinnen Zorica Milisavljević und Selman Trtovac, die ebenfalls am Goethe-Institutu Belgrad tätig sind. Nach monatelanger gemeinsamer Arbeit werden die im Rahmen des Programms entstandenen Kunstwerke im Dezember 2025 in der Galerie „Wettbewerb“ des Goethe-Instituts Belgrad ausgestellt.
Im offenen Ausschreibungsverfahren für die Mentoren und Mentorinnentätigkeit im Rahmen des Programms „Conditio humana“ wurden drei Künstlerinnen ausgewählt: Milena Zović, Anja Ranđelović und Emilija Đonin. Für das Magazin Zeitgeister haben wir mit ihnen über das Mentoren und Mentorinnenprogramm gesprochen - darüber, wie sie von Hannah Arendts Werk inspiriert werden, aber auch darüber, was das Belgrader Publikum von der Ausstellung im Dezember erwarten kann.