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Kaum etwas hat unsere Beziehung zum Bild so radikal verändert wie digitale Technologien. Generative Künstliche Intelligenz verschiebt unser Bilderverständnis und unsere Bildproduktion in Bezug zu Wahrhaftigkeit, Fiktion und Autorschaft. Sie hat uns neue Metaphern und Ästhetiken gebracht, mit denen wir Welt und Leben dekodieren.
Auf halbem Wege in die digitale Revolution müssen wir erkennen, dass entscheidende technologische Entwicklungen in der Hand einiger weniger Tech-Milliardäre liegen, die häufig mit anti-demokratischen und neuen faschistischen Tendenzen in Verbindung gebracht werden.Welche Erzählungen finden abseits dieser?
Der Programmtitel Entrauschen verweist auf den technischen Prozess von Text‑zu‑Bild‑KI, wie etwa Stable Diffusion, bei dem aus chaotischem Rauschen durch schrittweises Entfernen neue Bilder zu erzeugt werden. Der Titel fragt auch nach einem klareren Blick auf eine komplexe Situation. Das Goethe-Institut Brüssel präsentiert2026 und 2027 künstlerische und intellektuelle Diskurse, die diese Entwicklungen kontextualisieren und von widerständigen und emanzipatorischen Zukünften erzählen.
Wie tragen Künstler*innen zur Entmystifizierung der KI und zu unserer Selbstermächtigung durch KI-Kompetenz („AI Literacy“) bei? Wir betrachten die Auswirkungen dieses neuen Mediums auf Kreative und auf unser Leben anhand von drei Bereichen: