(a very deep) fatigue - Thibaud Leplat

Ausstellung | Wallonischer Beitrag

  • Biennale de l’Image Possible, Liège

  • Sprache Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch
  • Preis 0-20€
  • Teil der Reihe: Hinter den Spiegeln

Harold Lechien, Sleep mode, still, 2026 Harold Lechien

Harold Lechien, Sleep mode, still, 2026, Courtesy of the artist_.jpg © Harold Lechien

Thibaud Leplat präsentiert (a very deep) fatigue zusammen mit den Künstler*innen Morgane Baffier und Harold Lechien.

In (a very deep) fatigue befasst sich Thibaud Leplat mit dem Bild, nicht als dokumentarisches oder informatives Mittel, sondern als Machtstruktur. In einer Zeit, in der unser Verhältnis zur Realität von einem kontinuierlichen Strom visueller Inhalte geprägt ist, darf man sich zu Recht fragen: Wer organisiert diesen Strom, wer legt die Bedingungen für dessen Erscheinung fest, wer kontrolliert die Werkzeuge zur Bildproduktion, insbesondere jene, die von KI generiert werden? Und welche Auswirkungen hat all das auf uns? Ausgehend von den Erfahrungen einer Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, hinterfragt das Projekt die visuelle Überflutung, das „Scrollen“ sowie die physischen und psychischen Folgen dieses permanenten Bildkonsums. Die Werke von Morgane Baffier und Harold Lechien bedienen sich der Codes des Internets, der Performativität und zeitgenössischer Wahrheitsregime, um Zweifel an den Informationen und Bildern zu wecken, die uns umgeben. Die Ausstellung stellt Anhäufung, Spektakel und Erschöpfung in ein Spannungsverhältnis zueinander. Anstatt Lösungen anzubieten, macht (a very deep) fatigue den Zweifel zu einer Methode und das kritische Denken zu einem Werkzeug, um zu verstehen, wer die Bilder produziert, organisiert und kontrolliert – und damit auch die darin wirksamen Machtverhältnisse.

Thibaud Leplat

Thibaud Leplat

Kurator und Autor

Thibaud Leplat (Frankreich, 1997) ist ein französischer Kurator und Autor, der in Brüssel lebt. Als Absolvent des Master-Studiengangs CARE an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Brüssel untersucht er in seiner Arbeit die Schnittstellen zwischen künstlerischen Praktiken und Forschung. In diesem Zusammenhang interessiert er sich für die Durchlässigkeit zwischen Ausstellungen, öffentlichen Programmen, Pädagogik und dem Schreiben. Derzeit ist er als assoziierter Kurator bei Komplot (Brüssel) tätig, wo er an der Gestaltung des künstlerischen Programms und der Koordination der Einrichtung mitwirkt. 
(a very deep) fatigue

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