Das Projekt

Raum für urbane Ideen

Im Jahr 2015 startete das Goethe-Institut das Projekts BUD.KO, das die Wiederbelebung des Kiosks an der Ecke Blvd. Dondukov – Stara-Planina-Staße sowie dessen Transformation in einen alternativen Ort für Kultur in Sofia zum Ziel hat. Das Projekt ist vom konkreten Ort des Kiosks inspiriert, der in den 1930er Jahren entstand. Trotz der strategisch günstigen Lage auf einem der zentralsten Boulevards der Stadt stand der Kiosk in den letzten Jahren leer und verfiel nach und nach.

Übergangszeitung, 2016 © Krassimir Terziev Das Goethe-Institut traf Vereinbarungen mit der Gemeinde Sofia und dem Bezirk Oborishte. Daraus ist eine Partnerschaft entstanden, in deren Rahmen der Verein „Transformatori“ den Kiosk im Auftrag des Goethe-Instituts renovierte. Zugleich veranstaltete das Goethe-Institut mehrere Konferenzen und Workshops, die das Potential der Budka ausloteten und Experten wie Bewohner des Viertels zur Beteiligung einlud.
 
Die Vision des Goethe-Instituts für die Zukunft des Kiosk ist:
  • einen Ort zu kreieren, der das Alltagsleben kommentiert und illustriert;
  • einen Veranstaltungsort für künstlerische Projekte und Interventionen anzubieten;
  • ein Treffpunkt für Künstler, Architekten, Passanten und Nachbarn zu schaffen;
  • einen Freiraum zu eröffnen, der sich je nach den Ideen der Teilnehmenden in seiner  Form und Funktion jederzeit verändern lässt;
  • einen Informationspunkt für die kulturellen Veranstaltungen der Stadt und insbesondere des Bezirks Oborishte anzubieten;
  • einen Gemeindeort zu schaffen, den die Menschen als alternativen Ort für Kultur und Austausch identifizieren.
  Die Aktivitäten zur Belebung des Kiosks begannen 2015 , als er mit weißer Folie verkleidet wurde. Auf diese Folie konnten die Passanten aufschreiben, wie sie sich die Neugestaltung des Kiosk vorstellen. Daneben wurden Postkarten ausgelegt, auf denen die Leute ihre Geschichten, Erinnerungen und Meinungen über den Ort notieren konnten.
 
Im Januar 2016 hat das Goethe-Institut eine Konferenz zur Diskussion und Ideensammlung für die Entwicklung des Kiosks organisiert. An der Veranstaltung haben Architekten, Kulturmanager, Vertreter von Institutionen und Diplomaten aus Bulgarien, aus Deutschland, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien teilgenommen. Im weiteren Verlauf ist das Projekt „Übergangszeitung“ des bulgarischen Künstlers Krassimir Terziev entstanden. Terziev hat eine spezielle Publikation und interaktive Aktion mit den Passanten am Kiosk gemacht. Dieses Projekt hat große Popularität gewonnen, denn die ursprüngliche Funktion der Budka war ja die eines Zeitungskiosks. Terziev hat diese Funktion ironisch verfremdet und die Passanten eingeladen, eigene Texte zu verfassen zu Bildern und Ausschnitten aus den 25 Jahren der Wende- oder eben „Übergangszeit“. Nach der Ausstellung in der Budka wurde das Projekt auch in Plovdiv und auf der Buchmesse im Nationalen Kulturpalast vorgestellt.
 
Mit dem Projekt BUD.KO möchte das Goethe-Instituts bulgarische Künstler*innen, Architekt*innen und Urbanist*innen einladen, das Kulturleben durch Kunst und Aktionen im öffentlichen urbanen Raum zu bereichern. BUD.KO soll zur Attraktivität der Umgebung beitragen und einen direkten und spielerischen Zugang der Anwohner zu Kultur ermöglichen, umgekehrt die kommunalen Kulturpolitiker und die Kulturschaffenden an das städtische Leben aus der Sicht der Anwohner und Passanten heranführen.
 
Veranstaltungen, die am BUD.KO stattfinden können:
  • Ausstellungen;
  • Künstlerische Performances;
  • Partizipative künstlerische Aktionen;
  • Musikalische Veranstaltungen;
  • Kunstinstallationen;
  • Gespräche und Diskussionen. 
Die thematischen Schwerpunkte sind: Architektur, Stadtentwicklung, Kunst im urbanen Raum, zeitgenössische Kunst, partizipative Projekte und Inklusion der Bürger.
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