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Brasilien Porto Alegre

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19:00–20:30 Uhr

Zwischen dem Vergangenen und dem Vorgestellten

Ausstellungseröffnung | Kuratiert von Kami Bou und Lucas Bairros

  • Galerie des Goethe-Instituts Porto Alegre, Porto Alegre

  • Preis Kostenlos

Zwischen dem Vergangenen und dem Vorgestellten © Divulgação

Der Titel „Zwischen dem Vergangenen und dem Vorgestellten“ geht vom Themenfeld Traum, Erinnerung und Imagination aus und bringt unterschiedliche Perspektiven auf Spiel und spielerische Praxis zusammen. Diese Ebenen durchdringen sich im Akt des Spielens: Er umfasst das Wissen und die Erfahrungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, ebenso wie die Veränderungen und Neudeutungen, die mit jeder neuen Erfahrung entstehen. Spiele und Spieltraditionen wandeln sich im Prozess ihrer Weitergabe und eröffnen neue Möglichkeiten des Spielens, Vorstellens und Gestaltens.

In diesem Spannungsfeld begegnen sich die Arbeiten der Ausstellung. Kami Bou nutzt gefundene Fotografien als Ausgangspunkt, um neue Bildwelten zu schaffen. Vorhandene Aufnahmen werden aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und in neue Kontexte überführt. Lucas Bairros greift Straßenspiele wie Taco oder den Kreisel (Peão) auf und überträgt Motive aus dem kollektiven kulturellen Gedächtnis in die Malerei. João Salazar wiederum widmet sich der digitalen Welt der 2000er-Jahre. Mit Verweisen auf Windows XP, Bildschirme und das frühe Internet verwandelt er alltägliche digitale Erfahrungen in imaginierte Räume.

Eine weitere Perspektive eröffnet das Puzzle, das auf dem Werk Makunaima 04 von Jaider Esbell basiert und mit dem Video Makunaima 01 von Manatí und Mishta in Dialog tritt. Das Video versetzt das Motiv in Bewegung und erweitert dessen Bedeutungsebenen. Die Figur Makunaima verbindet Aspekte von Herkunft, Erinnerung und schöpferischer Kraft und vertieft so die Beziehungen zwischen Vergangenheit und Imagination. Durch die Transformation vom Gemälde zum Puzzle und anschließend zum Video bleibt das Bild in stetiger Veränderung: Es wird fragmentiert, neu zusammengesetzt und eröffnet immer neue Lesarten.

Die Ausstellung bewegt sich in diesem Zwischenraum von Erlebtem und Vorgestelltem. Sie versammelt Werke und künstlerische Interventionen, die Spiel und Spielen als kulturelle Praxis begreifen, geprägt von unterschiedlichen Zeiten, Erinnerungen, Erfahrungen und Formen des kreativen Ausdrucks.