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Brasilien Porto Alegre

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14:00 Uhr

Hässlichkeit: Gespräch mit der Autorin Moshtari Hilal auf der Buchmesse von Porto Alegre

Conversa com autora | Moshtari Hilal spricht mit der Journalistin Fê Pandolfi über Schönheit und Hässlichkeit und darüber, was sie mit Macht und Zugehörigkeit zu tun haben.

  • Salão de Bridge - Clube de Comércio, Porto Alegre

  • Sprache Deutsch mit Simultanübersetzung
  • Preis Eintritt frei

Moshtari Hilal © Florian Thoss

Die Veranstaltung wird simultan ins Portugiesische übersetzt, der Eintritt ist frei. Im Anschluss findet eine Signierstunde statt.

Wer entscheidet, was hässlich ist? Welchen Machtverhältnissen dient Schönheit? Am 7. November um 14 Uhr ist die Autorin, bildende Künstlerin und Kuratorin Moshtari Hilal auf der Buchmesse von Porto Alegre (Feira do Livro de Porto Alegre) zu Gast und spricht über ihr Buch Hässlichkeit, ihren ersten Essayband.

Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin Fernanda (Fê) Pandolfi. Die Veranstaltung im Salão de Bridge des Clube do Comércio wird simultan ins Portugiesische übersetzt und widmet sich der Frage, wie körperliche Merkmale im Laufe der Geschichte und in unterschiedlichen Kontexten als unerwünscht, abstoßend oder sogar gefährlich wahrgenommen wurden. Im Anschluss an das Gespräch findet um 16 Uhr eine Signierstunde mit Moshtari Hilal statt.

Auf Einladung des Goethe-Instituts kommt die Autorin für eine Reihe von Veranstaltungen nach Brasilien. In Porto Alegre ist Hilal außerdem am 5. November bei einem Gespräch an der UFRGS zu Gast. Anschließend reist sie weiter nach São Paulo, wo sie am Festival Mix Brasil teilnimmt, sowie nach Rio de Janeiro.

Zum Buch

Wer entscheidet, was hässlich ist? Welchen Machtverhältnissen dient Schönheit?
Große Nasen, starke Körperbehaarung, schiefe Zähne: In Hässlichkeit nimmt Moshtari Hilal ihren eigenen Körper zum Ausgangspunkt, um über körperliche Merkmale nachzudenken, die in unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Kontexten als unerwünscht, abstoßend oder sogar gefährlich gelten.

In ihrem persönlichen und politischen Essay verbindet die Autorin individuelle Erfahrungen mit Kulturanalyse, Geschichte und eigenen Bildern. Schönheitssalons in Kabul, Fremdenfeindlichkeit, Evolutionstheorie und Kim Kardashian stehen dabei nebeneinander und werden Teil einer Untersuchung von Schönheitsnormen, Machtverhältnissen, Rassismus und Zugehörigkeit sowie der Frage, wie wir lernen, unseren eigenen Körper und die Körper anderer wahrzunehmen.

Das Buch erschien 2023 in Deutschland und wurde mit dem Hamburger Literaturpreis für Sachbuch ausgezeichnet. In Brasilien wurde es von Gisele Eberspächer ins Portugiesische übersetzt und im Verlag Dublinense veröffentlicht. Die brasilianische Übersetzung wurde durch das Übersetzungsförderungsprogramm des Goethe-Instituts finanziell unterstützt.

Über die Autorin

Moshtari Hilal wurde 1993 in Kabul, Afghanistan, geboren und lebt heute in Deutschland. Sie ist bildende Künstlerin, Kuratorin und Autorin und hat Islamwissenschaft und Politikwissenschaft mit Schwerpunkten auf Geschlechtertheorie und Dekolonialität studiert.

Sie ist außerdem Mitbegründerin und Co-Kuratorin von AVAH (Afghan Visual Arts & History), einem Kollektiv und einer multimedialen Plattform für afghanische visuelle Kultur. Neben Hässlichkeit veröffentlichte sie gemeinsam mit dem politischen Geografen Sinthujan Varatharajah Hierarchies of Solidarity und English in Berlin: Exclusions in a Cosmopolitan Society.

In ihrer künstlerischen und intellektuellen Arbeit nimmt Hilal häufig individuelle Erfahrungen zum Ausgangspunkt, um gesellschaftliche und kollektive Fragen zu verhandeln. Selbstporträts, informelle Archive, Kindheitserinnerungen, die Figur der Mutter, markante Nasen und dunkle Körperbehaarung gehören zu den wiederkehrenden Elementen einer Arbeit, die Fragen von Identität, Repräsentation und kultureller Marginalisierung untersucht.

Über die Moderatorin

Fernanda Pandolfi, geboren 1987 in Passo Fundo im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul, ist Journalistin und hat einen Aufbaustudiengang in Marketing absolviert. Sie arbeitete sieben Jahre für die Grupo RBS, unter anderem als Reporterin und Kolumnistin für die Kulturbeilage Segundo Caderno der Zeitung Zero Hora, als Online-Redakteurin der Revista Donna sowie als Leiterin der Content-Produktion für Marken.

2021 veröffentlichte sie ihr erstes Buch Quem é a Estrada?, in dem sie von einer Weltreise erzählt. 2023 gründete sie den Clube do Livro FêPandolfi, eine Buchcommunity, die Hunderte Leserinnen aus verschiedenen Regionen Brasiliens zusammenbringt und Literatur als gesellschaftliche Kraft und Impuls für Veränderung versteht.