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entreLíneas 2019

entreLíneas
© Simone Schiffer

Eine Residenz ohne umweltschädliches Fliegen – schon im letzten Jahr lud das Goethe-Institut Chile junge Schriftsteller_innen in literarischen Tandems zum gemeinsamen Schreiben ein. Mit der Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse und der Veröffentlichung der entstandenen Texte auf dem Blog von entreLíneas wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Nun gibt es auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit einer literarischen Online-Residenz. Ab dem 01. September 2019 erhalten junge Schreibende zwischen 18 und 35 Jahren für zwei Monate die Möglichkeit, innerhalb eines digitalen Austauschs an Texten zu arbeiten und diese professionell übersetzt auf der Website des Goethe-Instituts Chile sowie dessen Social-Media-Kanälen zu veröffentlichen. Die Korrespondenz ist komplett frei in ihrer Gestaltung, reicht von Text über Video zu Ton - und darüber hinaus. So sollen gesellschaftliche und literarische Themen verhandelt, Formen des kollaborativen Schreibens ermittelt und die Frage nach der Möglichkeit politischen Schreibens diskutiert werden. Das Format der Online-Residenz lässt dabei Spielraum für neue Formen des Austauschs, für die Verknüpfung von Schreiben und sozialen Netzwerken, für insta-takeovers, Video-Tagebücher oder Facebook-Briefe.


entreLíneas.mistral

Anlässlich des 130. Geburtstags der chilenischen Autorin Gabriela Mistral wird es neben der thematisch frei gestalteten entreLíneas-Residenz zudem die Residenz entreLíneas.mistral geben, welche sich inhaltlich mit Leben und Werk der ersten Literaturnobelpreisträgerin Lateinamerikas beschäftigen soll. Geboren als Lucila Godoy Alcayaga, jahrelang als Lehrerin und später Diplomatin tätig, gilt sie als eine der wichtigsten chilenischen Lyriker_innen des letzten Jahrhunderts. Die nach ihrem Tod veröffentlichten Liebesbriefe an ihre Assistentin Doris Dana lösten einen Diskurs über die Verbindung von Werk und Privatem, speziell ihre lang vor der Öffentlichkeit geheim gehaltenen sexuellen Orientierung aus – eine Debatte, die sich auch in aktuellen Tendenzen des Literaturbetriebs wiederspiegelt. Wie kann Mistral also heute besprochen, wie kann ihr Schreiben heute weiter und neu gedacht werden? Welche Ähnlichkeiten tragen sich bis heute fort, was bedeutet die Verwendung ihres Pseudonyms in Bezug auf ihr Werk? Wie lässt sich Mistrals Lyrik heute lesen, welche Möglichkeiten liegen dabei im digitalen Austausch?

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