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CONSTANZA BLANCO JESSEN

Constanza Blanco © Goethe-Institut Chile Constanza Blanco Jessen absolvierte ihr Schauspielstudium an der Universidad de Chile in Santiago und schloss danach im Rahmen eines mehrjährigen Aufenthalts in Spanien einen Master in Theaterwissenschaften an der Universitat Autònoma de Barcelona sowie einen Master in Drehbuch (Film und Fernsehen) an der Escola de Cinema de Barcelona ab. Als Schauspielerin, Dramatikerin und Regisseurin hat sie in zahlreichen Theaterprojekten mitgewirkt. Zu ihren dramatischen Texten zählen unter anderem Buenos Salvajes und El Dolchevito mit dem sie 2015 zur Teilnahme an der 10° Women Playwrights International Conference in Kapstadt eingeladen wurde. 2018 war sie eine der Organisator*innen derselben Konferenz in Chile. Sie führte Regie bei den Stücken „Helios Revolucionado o la sangre del sol“, Shorizo ​​Hampón, Epifanía de un maniquí und Kawaii und inszenierte ebenso drei ihrer eigenen Theatertexte: Mateo 24/7La inevitable victoria de la cucaracha und Los asesores, letzteres ein szenisch-audiovisuelles Projekt interaktiver Art. Weiterhin entwickelte sie die partizipativen Online-Formate Archivo de memoria und Comité internacional de quejas. Zwischen 2019 und 2020 arbeitete sie im Organisationskomitee und als Kuratorin des internationalen Magazins Estudis Escènics des Institut del Teatre de Barcelona.
 
Aktuell arbeitet Constanza Blanco an ihrer Promotion, in welcher sie sich mit der Kreation von szenischen Formaten beschäftigt, die die Interaktion mit dem Publikum in virtuellen und traditionellen Formaten verstärken. In diesem Rahmen setzt sie sich vertieft mit verschiedenen Programmierarten, Spieltheorien und dem Design von Benutzeroberflächen auseinander. Die aktive Beteiligung des Publikums sowie die Interaktion mit diesem hat sich in den letzten Jahren als zentraler Schwerpunkt ihrer szenischen Projekte herauskristallisiert. Das von ihr im Rahmen des PDE-Programms entwickelte Stück Projekt COLISEO: PLATAFORMA DE DRAMATURGIA VIVA ist der erste Teil ihres persönlichen Recherche- und Schaffensprojekt ars dramatica (2016).
 
COLISEO
 
COLISEO ist kein klassisches Theaterstück, das für eine Bühne entwickelt wurde, sondern es handelt sich vielmehr um ein spielerisches partizipatives Format, das auf die kollektive Schaffung eines Theaterstücks abzielt. Hierbei ist die aktive Beteiligung des Publikums der entscheidende Faktor. Jede*r Teilnehmer*in übernimmt hierbei eine Rolle, die denen der verschiedenen Akteur*innen entsprechen, die am Schaffungsprozess eines Theaterstücks beteiligt sind, wie zum Beispiel Dramaturg*in, Regisseur*in, Schauspieler*in, Musiker*in, Bühnenbildner*in, Techniker*in sowie Zuschauer*in, Kritiker*in etc. Die Teilnehmenden müssen ihrer Rolle entsprechend die Entwicklung des kreativen Prozesses vorantreiben und werden hierbei der Logik eines Brettspiels folgend geführt. Diverse Spielkarten und unvorhergesehene Herausforderungen verleihen dem Schaffensprozess Dynamik und Tempo. Ein externer Showmaster steht den Teilnehmenden zur Seite und führt diese bis ans Ende des Spiels. COLISEO wurde mit sieben unterschiedlichen Spielarten entwickelt, so dass sich die Anweisungen jedes Mal unterscheiden und jede Runde in eine einzigartige Erfahrung verwandeln.
 
COLISEO wurde seit 2017 in verschiedenen Kontexten und kulturellen Räumen zwischen Spanien und Chile präsentiert, wobei verschiedene lokale Theaterschaffende, Musiker und Künstler*innen wie Roger Bernat (FFF), Javier Ibarra Letelier (Teatro del Terror), Pilar Ronderos (La Laura Palmer) und Gonzalo Dalgalarrando daran teilnahmen. Langfristig besteht das Hauptziel des Projekts von Constanza Blanco Jessen darin, COLISEO an Schulen zu verbreiten, um die Schüler*innen an die Welt des Theaters heranzuführen und das Spiel als pädagogisches Material im Unterricht zu verwenden.
 


über das projekt

© Coliseo
 

Bildergalerie zum Stück


 

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