Fußballfilme bei Goethe on Demand

Film|Juni und Juli 2026

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  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
  • Preis kostenlos

Das letzte Tabu © BROADVIEW Pictures (Köln)

Das letzte Tabu © BROADVIEW Pictures (Köln)

Zur Begleitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat Goethe on Demand drei Fußballfilme aufgenommen: zwei Spielfilme für Kinder und Jugendliche sowie einen Dokumentarfilm über Homophobie im Fußball. Wir laden Sie ein, diese Filme zu genießen, die im Juni und Juli kostenlos gesichtet werden können.
   

Inhaltsangaben der Filme


ZU WEIT WEG
Farbe, 92 Min.
2018/19, Sarah Winkenstette

Der 12-jährige Ben und seine Familie sind gezwungen ihr Haus zu verlassen, da ihr Heimatdorf einem Braunkohletagebau weichen muss. Im Nachbarort finden sie ein neues Zuhause, in das sich Ben aber nur schwer einfindet, denn an der neuen Schule ist er der Außenseiter und wird gehänselt. Allein wenn er seiner großen Leidenschaft Fußball nachgeht, fühlt er sich wohl. Aber auch hier droht ihm bald neues Ungemach, denn Tariq - aus Syrien geflüchtet und ebenfalls neu im Dorf - kommt ins Team und stellt Ben auf dem Platz in den Schatten. Nach anfänglicher Ablehnung merken die beiden jedoch bald, dass sie mehr gemeinsam haben als sie denken, haben sie doch beide ihre Heimat verloren. Und als Ben erfährt, dass Tariq auf der Flucht von seiner Familie getrennt wurde, entschließt er sich ihn abzulenken und nimmt ihn mit in das verlassene Haus seiner Familie...

Auszeichnungen:
Siffcy- Smile International Film Festival für Kinder und Jugendliche Neu-Delhi 2019: ECFA Award, Bester Spielfilm
International Young Audience Film Festival Ale Kino! 2019: Football Goat, Herausragender Beitrag zu Kino und Audiovisuellen Medien für Kinder und Jugendliche
Internationales Kinder- und Jugendfilmfestival Oulu 2019: ECFA Award
Filem On Brüssel 2019: CIFEJ Award
Schlingel - Internationales Filmfestival für Kinder und junges Publikum 2019: Preis der Ökumenischen Jury, Kinder- und Jugendfilmpreis des Goethe Instituts
SIEGER SEIN
Farbe, 119 Min.
2024, Soleen Yusef

Die elfjährige Mona ist mit ihrer siebenköpfigen kurdischen Familie aus Syrien geflüchtet und in Berlin gelandet, genauer gesagt im Bezirk Wedding. Dort kommt sie an eine berüchtigte Grundschule. 90 Prozent „Ausländeranteil“. Hier herrscht Chaos. Die meisten Lehrkräfte sind mit den Nerven am Ende, und bei den Schüler*innen steigt das Frustlevel täglich. Auch bei Mona. Deutsch kann sie kaum, dafür aber Fußball. In ihrer Heimat hat sie oft mit ihren Freund*innen auf der Straße Fußball gespielt. Sie vermisst ihr Zuhause, die Freund*innen und besonders ihre Tante Helin. Sie war Monas Heldin und hat deren Fußballleidenschaft stets unterstützt. In Deutschland ist alles anders. Herr Che, ein engagierter Lehrer, erkennt Monas außergewöhnliches Talent und nimmt sie in die Mädchenmannschaft auf. Gut gemeint, aber alles andere als einfach. Mona gilt schnell als Außenseiterin, und das Zusammenspiel mit den anderen Mädchen gestaltet sich schwieriger als gedacht. Jede von ihnen kämpft ihre eigenen Kämpfe, doch bald wird klar: Nur wenn sie zusammenspielen, können sie gewinnen.
Quelle: 74. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

Auszeichnungen:
IFF Berlin 2025, Preis der deutschen Filmkritik, Bester Kinderfilm
Drehbuchpreis Kindertiger 2024: Bestes Drehbuch eines realisierten Kinderfilms
Goldener Spatz - Deutsches Kinder-Medienfestival 2024, Bestes Drehbuch
Filmkunstfest MV 2024: Förderpreis der DEFA-Stiftung
Deutscher Filmpreis 2024: Lola, Bester Kinderfilm
DAS LETZTE TABU
Farbe, 94 Min.
2023-2024, Manfred Oldenburg

Der Dokumentarfilm DAS LETZTE TABU beleuchtet die Herausforderungen und Fortschritte im Umgang mit Homosexualität im Profifußball. Mittels historischen und aktuellen Nachrichten- und Bildmaterials, sowie etlichen für den Film gedrehten Interviews analysiert der Film facettenreich, wie eine konservative Interpretation von Männlichkeit, offene Feindseligkeit, aber auch Profitgier und mangelnde Solidarität von Teammitgliedern und Funktionären dazu führen, dass schwule Fußballprofis unter enormen psychischen Druck geraten und bis heute ihre Sexualität geheim halten.
Die Erzählung des Films beginnt mit dem bahnbrechenden Coming Out des schwarzen britischen Fußballprofis Justin Fashanu im Jahr 1990. Der legendäre Nottingham Forest Mittelstürmer Fashanu musste sich mit vielen Schmähungen wegen seines Schwulseins auseinandersetzen, bekam weder hinreichend Unterstützung aus dem Umfeld seines Vereins oder seiner Familie und erhängte sich am 2. Mai 1998 im Alter von 37 Jahren in London. Dieser Selbstmord entmutigte viele andere, die sich in ähnlichen Diskriminierungszusammenhängen herumschlagen mussten. Und geradezu unausweichlich stellt sich die Frage: wie viele Biografien junger Männer hätten seitdem anders und höchstwahrscheinlich glücklicher verlaufen können?