|
19:00 Uhr
Erstaunliche Geschichten
Vorführung Filmreihe | Dienstage des deutschen Films
-
Corporación cultural de Puerto Montt , Casa del Arte Diego de Rivera, sala Mafalda Mora
- Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
- Preis Gratis
In diesem Monat führen uns diese vier Filme auf unerwartete, unbekannte und überraschende Wege. In den vier Geschichten erzählen junge Regisseurinnen und Regisseure mit Spannung, Humor und immer neuen Einfällen, die sie scheinbar aus dem Ärmel schütteln, und bringen so die Magie des Kinos auf die Leinwand. Besonders hervorzuheben sind „Who Am I“, einer der frühen Filme des „Dark“-Regisseurs Baran bo Odar, sowie „Hyperland“ von Mario Sixtus, der einen dystopischen Blick in die Zukunft wirft.
Farbe, 106 min
2013/14 Baran bo Odar
Mit dem Bayerischen Filmpreis für die Beste Regie ausgezeichnet und für sechs Deutsche Filmpreise nominiert - darunter Bester Film und Bestes Drehbuch - wurde dieser Hacker-Thriller zudem zu einem überwältigenden Publikumserfolg in Deutschland. Die beiden großen Themen des Films verrät schon der Titel: Es geht um die Suche nach der eigenen Identität und die Angreifbarkeit einer elektronisch vernetzten Welt. In der Hacker-Szene ist das Spiel mit der Identität tief verwurzelt: Man trägt digitale Masken, verbündet und bekämpft sich, ohne zu wissen, wer Gegner oder Partner eigentlich ist. Benjamin etwa. Er ist unsichtbar, ein Niemand – oder in Anlehnung an die Binär-Code-Sprache: eine Null unter Einsen. Dies ändert sich schlagartig, als er plötzlich den charismatischen Max kennenlernt. Auch wenn beide nach außen nicht unterschiedlicher sein könnten, so verstehen sie sich doch über dasselbe Interesse: Fremde Computer knacken, in geschlossene Netze eindringen. Gemeinsam mit Max' Freunden, dem impulsiven Stephan und dem paranoiden Paul gründen sie die subversive Hackergruppe CLAY, Abkürzung für Clowns Laughing @ You. CLAY versteht sich als unerschrockene Provo-Truppe. Als Spaßguerilla. Mit ihren Aktionen und sozialen Performances trifft CLAY den Nerv einer gesamten Generation. Mit ihren Cyber-Attacken auf einen rechten Parteitag oder einen Pharmakonzern machen sie von sich reden. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt sich Benjamin als Teil von etwas Größerem und sogar die attraktive Marie wird auf ihn aufmerksam. Um in die Königsklasse der Hacker-Szene aufzusteigen, knackt die Gruppe schließlich die Server des BND – und bringt sich damit in höchste Gefahr. Denn mit ihrer Aktion geraten die Hacker ins Fahndungsraster von Europol und bringen außerdem die Friends gegen sich auf, eine mit der organisierten Kriminalität verwobene Hacker-Truppe. Gejagt von der Cybercrime-Ermittlerin Hanne Lindberg ist Benjamin jetzt kein Niemand mehr, sondern einer der meistgesuchten Hacker der Welt. HELLO AGAIN – EIN TAG FÜR IMMER
Farbe, 89 min
2020 Maggie Peren
Von ihren Eltern hat die Mittzwanzigerin Zazie eine ausgesprochene Beziehungsunfähigkeit mitbekommen und sich wunderbar in ihrer WG mit zwei nicht minder liebesunbegabten Männern eingerichtet; Freundschaft ja, aber wer braucht die große romantische Liebe? Offenbar ihr ältester Freund Philipp, denn der will heiraten und zwar die absolut falscheste Frau. Das gilt es zu verhindern! Für die Trauung kommt Zazie zwar zu spät, aber die anschließende Party sprengt sie sturzbetrunken und übergibt sich nach viel zu viel rosarotem Champagner auf das Brautkleid. „Aber nicht so schlimm, in einem anderen Universum ist es anders, es gibt Millionen Universen,“ merkt die Klofrau staubtrocken an. Und nachdem Zazie ihren Kater ausgeschlafen hat muss sie feststellen, dass sie zwar nicht in ein anderes Universum, aber in eine Zeitschleife geraten ist und erneut die zu verhindernde Hochzeit ansteht, wieder und wieder und wieder. Mit rasantem Tempo und sympathischen Figuren variiert Regisseurin Maggie Peren altvertraute Romantic-Comedy-Muster und trifft dabei genau das Liebes-Lebensgefühl der Generation ihrer Protagonistin. AUS MEINER HAUT
Farbe, 100 min
2022 Alex Schaad
Alex Schaad zeigt einen sanften Science-Fiction mit ungewohntem Thema. Ein junges Paar besucht eine Insel, auf der man für befristete Zeit einen Körpertausch mit anderen Paaren eingehen kann. Dabei gibt es keine Geschlechterpräferenzen, keine Sympathien, es entscheidet das Los. Während dieses Tauschs können die Protagonisten erfahren, wie sie sich selber sehen, wie ihren Partner: Ist es der Körper, den sie lieben, oder der Geist, der darin wohnt? Parallel wird verhandelt, wieviel Einfluss der Körper auf die Identität hat. Eine verrückte, spannende Geschichte über Liebe und Selbstverständnis.
„Der Film bedient sich des Prinzips des Body-Switches, ohne groß darüber zu verhandeln, wie der Prozess stattfinden kann. Die Schauspieler und Schauspielerinnen Dimitrij Schaad, Jonas Dassler, Mala Emde und Maryam Zaree spielen dabei alle Figuren. Jede und jeder ist Leyla, Fabienne, Tristan, Mo. Der Körper als Hülle bleibt, die Charaktere der Figuren verschieben sich. Schauspielerisch eine Gratwanderung, die hier allen Beteiligten durch ein nuancenreiches Spiel gelingt.“ (Anna Wollner, NDR, 04. 02. 2023)
Preise
2023 Bayrischer Filmpreis: Nachwuchs-Drehbuchpreis für Alex Schaad & Dimitrij Schaad
2022 „Settimana della critica“ 79. Festspiele Venedig: Queer Lion Award
2022 Les Arcs European Film Festival: Cineuropa Award für Alex Schaad
2022 Sevilla European Festival: Ocaña Award für Alex Schaad HYPERLAND
Farbe, 109 min
2021 Mario Sixtus
Mario Sixtus erzählt von einer Zukunft, in der die sozialen Medien vollständig die Macht übernommen haben. Das Tun jedes Einzelnen wird von der Öffentlichkeit gesehen und in ein Bewertungssystem eingespeist, wer die Gunst der Masse hat, wird mit Privilegien belohnt. Sixtus allerdings zeigt die spannendere Variante, die Existenz derer, die in diesem System abstürzen und jenseits der Gesellschaft leben. Gleichzeitig behandelt er in HYPERLAND Themen, die mit der digitalisierten Welt einhergehen – Fake News, Fake Facts, Hetzkampagnen im Netz, alles in Gang gebracht durch eine Vergewaltigung, für die der Täter dem Opfer die Verantwortung zuschiebt. Da mündet der Science-Fiction dann in einen Thriller, weil Cee, die Hauptfigur, sich notfalls mit krimineller Energie zur Wehr setzt.
Termine
- 3.11. Who am I (2013/14), Baran bo Odar
- 10.11. Hello again, ein Tag für immer (2020), Maggie Peren
- 17.11. Aus meiner Haut (2022), Alex Schaad
- 24.11. Hyperland (2021) Mario Sixtus
Programm
WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHERFarbe, 106 min
2013/14 Baran bo Odar
Mit dem Bayerischen Filmpreis für die Beste Regie ausgezeichnet und für sechs Deutsche Filmpreise nominiert - darunter Bester Film und Bestes Drehbuch - wurde dieser Hacker-Thriller zudem zu einem überwältigenden Publikumserfolg in Deutschland. Die beiden großen Themen des Films verrät schon der Titel: Es geht um die Suche nach der eigenen Identität und die Angreifbarkeit einer elektronisch vernetzten Welt. In der Hacker-Szene ist das Spiel mit der Identität tief verwurzelt: Man trägt digitale Masken, verbündet und bekämpft sich, ohne zu wissen, wer Gegner oder Partner eigentlich ist. Benjamin etwa. Er ist unsichtbar, ein Niemand – oder in Anlehnung an die Binär-Code-Sprache: eine Null unter Einsen. Dies ändert sich schlagartig, als er plötzlich den charismatischen Max kennenlernt. Auch wenn beide nach außen nicht unterschiedlicher sein könnten, so verstehen sie sich doch über dasselbe Interesse: Fremde Computer knacken, in geschlossene Netze eindringen. Gemeinsam mit Max' Freunden, dem impulsiven Stephan und dem paranoiden Paul gründen sie die subversive Hackergruppe CLAY, Abkürzung für Clowns Laughing @ You. CLAY versteht sich als unerschrockene Provo-Truppe. Als Spaßguerilla. Mit ihren Aktionen und sozialen Performances trifft CLAY den Nerv einer gesamten Generation. Mit ihren Cyber-Attacken auf einen rechten Parteitag oder einen Pharmakonzern machen sie von sich reden. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt sich Benjamin als Teil von etwas Größerem und sogar die attraktive Marie wird auf ihn aufmerksam. Um in die Königsklasse der Hacker-Szene aufzusteigen, knackt die Gruppe schließlich die Server des BND – und bringt sich damit in höchste Gefahr. Denn mit ihrer Aktion geraten die Hacker ins Fahndungsraster von Europol und bringen außerdem die Friends gegen sich auf, eine mit der organisierten Kriminalität verwobene Hacker-Truppe. Gejagt von der Cybercrime-Ermittlerin Hanne Lindberg ist Benjamin jetzt kein Niemand mehr, sondern einer der meistgesuchten Hacker der Welt. HELLO AGAIN – EIN TAG FÜR IMMER
Farbe, 89 min
2020 Maggie Peren
Von ihren Eltern hat die Mittzwanzigerin Zazie eine ausgesprochene Beziehungsunfähigkeit mitbekommen und sich wunderbar in ihrer WG mit zwei nicht minder liebesunbegabten Männern eingerichtet; Freundschaft ja, aber wer braucht die große romantische Liebe? Offenbar ihr ältester Freund Philipp, denn der will heiraten und zwar die absolut falscheste Frau. Das gilt es zu verhindern! Für die Trauung kommt Zazie zwar zu spät, aber die anschließende Party sprengt sie sturzbetrunken und übergibt sich nach viel zu viel rosarotem Champagner auf das Brautkleid. „Aber nicht so schlimm, in einem anderen Universum ist es anders, es gibt Millionen Universen,“ merkt die Klofrau staubtrocken an. Und nachdem Zazie ihren Kater ausgeschlafen hat muss sie feststellen, dass sie zwar nicht in ein anderes Universum, aber in eine Zeitschleife geraten ist und erneut die zu verhindernde Hochzeit ansteht, wieder und wieder und wieder. Mit rasantem Tempo und sympathischen Figuren variiert Regisseurin Maggie Peren altvertraute Romantic-Comedy-Muster und trifft dabei genau das Liebes-Lebensgefühl der Generation ihrer Protagonistin. AUS MEINER HAUT
Farbe, 100 min
2022 Alex Schaad
Alex Schaad zeigt einen sanften Science-Fiction mit ungewohntem Thema. Ein junges Paar besucht eine Insel, auf der man für befristete Zeit einen Körpertausch mit anderen Paaren eingehen kann. Dabei gibt es keine Geschlechterpräferenzen, keine Sympathien, es entscheidet das Los. Während dieses Tauschs können die Protagonisten erfahren, wie sie sich selber sehen, wie ihren Partner: Ist es der Körper, den sie lieben, oder der Geist, der darin wohnt? Parallel wird verhandelt, wieviel Einfluss der Körper auf die Identität hat. Eine verrückte, spannende Geschichte über Liebe und Selbstverständnis.
„Der Film bedient sich des Prinzips des Body-Switches, ohne groß darüber zu verhandeln, wie der Prozess stattfinden kann. Die Schauspieler und Schauspielerinnen Dimitrij Schaad, Jonas Dassler, Mala Emde und Maryam Zaree spielen dabei alle Figuren. Jede und jeder ist Leyla, Fabienne, Tristan, Mo. Der Körper als Hülle bleibt, die Charaktere der Figuren verschieben sich. Schauspielerisch eine Gratwanderung, die hier allen Beteiligten durch ein nuancenreiches Spiel gelingt.“ (Anna Wollner, NDR, 04. 02. 2023)
Preise
2023 Bayrischer Filmpreis: Nachwuchs-Drehbuchpreis für Alex Schaad & Dimitrij Schaad
2022 „Settimana della critica“ 79. Festspiele Venedig: Queer Lion Award
2022 Les Arcs European Film Festival: Cineuropa Award für Alex Schaad
2022 Sevilla European Festival: Ocaña Award für Alex Schaad HYPERLAND
Farbe, 109 min
2021 Mario Sixtus
Mario Sixtus erzählt von einer Zukunft, in der die sozialen Medien vollständig die Macht übernommen haben. Das Tun jedes Einzelnen wird von der Öffentlichkeit gesehen und in ein Bewertungssystem eingespeist, wer die Gunst der Masse hat, wird mit Privilegien belohnt. Sixtus allerdings zeigt die spannendere Variante, die Existenz derer, die in diesem System abstürzen und jenseits der Gesellschaft leben. Gleichzeitig behandelt er in HYPERLAND Themen, die mit der digitalisierten Welt einhergehen – Fake News, Fake Facts, Hetzkampagnen im Netz, alles in Gang gebracht durch eine Vergewaltigung, für die der Täter dem Opfer die Verantwortung zuschiebt. Da mündet der Science-Fiction dann in einen Thriller, weil Cee, die Hauptfigur, sich notfalls mit krimineller Energie zur Wehr setzt.
Ort
Corporación cultural de Puerto Montt
Quillota 116
Casa del Arte Diego de Rivera, sala Mafalda Mora
Länderübergreifend
Quillota 116
Casa del Arte Diego de Rivera, sala Mafalda Mora
Länderübergreifend
Ort
Corporación cultural de Puerto Montt
Quillota 116
Casa del Arte Diego de Rivera, sala Mafalda Mora
Länderübergreifend
Quillota 116
Casa del Arte Diego de Rivera, sala Mafalda Mora
Länderübergreifend