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14:00 Uhr

Orquesta Sinfónica Simón Bolívar, Gustavo Dudamel

Digital Concert Hall

  • Goethe-Institut China, Peking

  • Sprache Chinesisch
  • Preis Eintritt frei
  • Teil der Reihe: Digital Concert Hall

Digital Concert Hall © Gerardo Gómez

Einführung von Dr. Yao Chen, Professor am Zentralen Musikkonservatorium China

Programm:
Heitor Villa-Lobos: Bachianas Brasileiras: Nr. 2 (00:26:07)
Olivier Messiaen: Turangalîla-Symphonie für Klavier, Ondes Martenot und großes Orchester (01:26:15)
Jean-Yves Thibaudet Klavier, Cynthia Millar Ondes Martenot
Gustavo Dudamel im Gespräch mit Walter Küssner (00:35:43)

Temperament, Energie, Sinnlichkeit, verblüffende Spielkultur, Enthusiasmus, dafür wird das Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela weltweit geschätzt. „Die Musik hat unser Leben verändert – die Musik ist unser Leben“, hat Gustavo Dudamel einmal gesagt. Im Alter von 18 Jahren wurde er 1999 schon zum Chefdirigenten dieses staatlichen venezolanischen Jugendorchesters ernannt. Er selbst ist ebenfalls aus „El sistema“ hervorgegangen, jener einzigartigen Initiative Venezuelas, die Kinder und Jugendliche aus allen Schichten an Musik heranführt.
 
Der Komponist Heitor Villa-Lobos baute, nach seinen Studienjahren in Paris, in seiner Heimat die staatliche Musikerziehung in Brasilien auf. Während dieses kulturpolitischen Engagements komponierte er den Zyklus der Bachianas Brasileiras. Ziel Villa-Lobos’ war, Bachs kompositorische Stilmittel mit den Charakteristika brasilianischer Volksmusik zu verbinden und daraus ein ganz eigens Idiom zeitgenössischer brasilianischer Musik zu erfinden.
 
Mit der monumentalen, zehnsätzigen Turangalîla-Symphonie hat Olivier Messiaen eines der außergewöhnlichsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts geschaffen. Das Wort Turangalîla entstammt dem Sanskrit und fasst gleich mehrere verschiedene Bedeutungen: Von Bewegung, Rhythmus, Spiel, Werden und Vergehen bis hin zum Thema einer schicksalhafte, alles übersteigenden Liebe. Messiaen entfacht in dieser Symphonie ein kontrast- und abwechslungsreiches wie sinnenfrohes Spiel der Instrumentalfarben. Besondere Bedeutung bekommen dabei die Schlaginstrumente. Sie reichern, zusammen mit dem virtuos eingesetzten Klavier und den Ondes Martenot nicht nur die orchestralen Farben weiter an, sondern fügen in den europäischen Orchesterapparat das Klangspiel javanesischer bzw. balinesischer Gamelan Ensembles ein.