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19:00–21:00 Uhr

Cemile Sahin

Filmvorführung mit Diskussion|

  • Inter.act

  • Preis Eintritt frei

 ©Esther Schipper

 ©Esther Schipper

Filmvorführung mit Diskussion
Cemile Sahin


Zeit: 19.00-21.00 Uhr, 10.6.2025
Gast: Cemile Sahin
Sprache: Englisch
Venue: Inter.act
Adresse:Bitte senden Sie eine Nachricht an das offizielle Konto „Inter.act“, um Informationen zu erhalten.
Eintritt frei

Von Mai bis Juni 2025 absolviert die Künstlerin Cemile Sahin eine vom Goethe-Institut China in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen Kulturellen Austausch (GeKa) und Stey organisierte Residenz in Peking. Am 10. Juni wird sie eine Filmvorführung mit Diskussion im Inter.act abhalten.

Four Ballads for my Father – Spring
Regie: Cemile Sahin | UT: EN, OV: KU - TU - FR | 2022 | 44 Min

Cemile Sahins Film „Spring“ ist der erste Teil ihres mehrteiligen Projekts „Vier Balladen für meinen Vater“. Basierend auf den Auswirkungen des GAP-Staudamms in der Türkei behandelt Sahins „Spring“ dieses Thema fiktional und erzählt die Geschichte einer kurdischen Familie, deren Heimat durch das türkische Wasserstaudammprojekt überflutet wurde und deren Mitglieder vertrieben wurden und sich auf eine Reise zwischen Istanbul und Paris begaben.

Die Künstlerin

 

 ©Miriam Marlene

Cemile Sahin ist eine Künstlerin und Filmemacherin. Sie studierte Bildende Kunst am Central Saint Martins College of Art and Design in London sowie an der Universität der Künste in Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Cemile Sahins künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Film, Fotografie, Skulptur und Literatur. Sie setzt unterschiedliche Medien frei und ohne Hierarchisierung ein, wodurch ihre Arbeit die Gleichzeitigkeit von Bild- und Textkommunikation in der heutigen Zeit widerspiegelt. Indem sie Bilder in ihre Bücher integriert und Text in ihre Bildwelten einbindet, bewegt sich Sahin mit bemerkenswerter Leichtigkeit zwischen Worten und Bildern, zwischen Stand- und Bewegtbild, zwischen Text als Form, Zeichen und Symbol. Ihre bewusst elliptische und fragmentarische Erzählweise greift das episodische Format auf, wie es in zeitgenössischen Fernsehserien und Internetvideos etabliert wurde. In ihrer Arbeit thematisiert Sahin die Subjektivität und Codierung aller Formen des Erzählens und deren Instrumentalisierung durch die Medien. Ihre Werke entwickeln einen schwindelerregenden Rhythmus, der die Dynamik dieser Prozesse gezielt nutzt, um ihre Betrachter*innen zu unerwarteten und mitunter unbequemen Einsichten zu führen – darunter die Erkenntnis, dass die Geschichtsschreibung schon immer von sich stetig verändernden Perspektiven bestimmt wurde.

Die Veranstaltungspartner

Inter.act
Ein kleiner Hof in Jiaodaokou, Peking. Du bist herzlich eingeladen, gemeinsam zu kochen, zu arbeiten, zu leben, dich selbst zu bilden, umherzuwandern und auf der Straße zu verkaufen …

©Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen Kulturellen Austausch

 ©Stey Apartments & Hotels