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20:00 Uhr
Constantin Vayenas: „Der, die, das“
Buchvorstellung
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Online Online | Goethe-Institut Belgrad, Bibliothek, Beograd
- Sprache Deutsch und Serbisch
Mit:
Constantin Vayenas, Autor (online zugeschaltet)
Pavle Ćosić, Redakteur und Linguist
Svetlana Mitrović, Moderatorin
Constantin Vayenas, Autor (online zugeschaltet)
Pavle Ćosić, Redakteur und Linguist
Svetlana Mitrović, Moderatorin
Über das Buch „Der, die, das“ des Autors Constantin Vayenas wird in letzter Zeit in hohem Maße diskutiert. Es wurde in der Hoffnung geschrieben, dass es für diejenigen, die die deutsche Sprache als Fremdsprache lernen, von gewisser, vielleicht sogar wesentlicher Hilfe sein wird. In der deutschen Sprache existiert das männliche, weibliche und neutrale Geschlecht der Substantive und es ist mit dem bestimmten Artikel der, die oder das gekennzeichnet, der neben dem Substantiv steht. Da jedes Substantiv gemeinsam mit seinem grammatischen Geschlecht gelernt wird, stellt gerade diese Zuteilung des grammatischen Geschlechts die größte Schwierigkeit für Schüler dar, die die deutsche Sprache lernen.
Dieses Buch ist nach Worten des serbischen Herausgebers auch für Sprecher der serbischen Sprache nützlich. Die serbische Sprache kennt das männliche, weibliche und neutrale Geschlecht der Substantive, aber da sind zwei wichtige Dinge, die betont werden müssen: Erstens, auch wenn es zahlreiche Beispiele gibt, in denen das Geschlecht des Substantivs in beiden Sprachen übereinstimmt und es leicht zu einem Transfer bzw. zur Übertragung des Geschlechts aus der Muttersprache in die deutsche Sprache kommt, ist dies nicht immer der Fall. Genau dann, wenn Sprecher der serbischen Sprache denken, dass das grammatische Geschlecht in der deutschen Sprache ein einfaches Thema darstellt, machen sie Fehler in der Zuteilung des Geschlechts und sehen ein, dass sie jedes deutsche Substantiv gemeinsam mit dem bestimmten Artikel lernen müssen, der vor dem Substantiv steht und gleichzeitig den Marker des Geschlechts darstellt. Sie müssen also auswendig lernen. Auf diese Weise stellt das Erlernen des Geschlechts der deutschen Substantive auch für uns eine Schwierigkeit dar. Zweitens, jedes Substantiv in der serbischen Sprache hat sein Geschlecht, das in Bezug auf deutsche Substantive stillschweigend oder unsichtbar ist (Haus, Baum, Hund). Es wird erst dann sichtbar, wenn wir z.B. Demonstrativpronomen (jenes Haus, dieser Baum, solch ein Hund) oder Possessivpronomen (mein Haus, dein Baum, sein Hund) verwenden, aber es gibt keinen bestimmten Artikel, der als Marker des Geschlechts neben dem Substantiv angeführt wird.
Wenn Sie sich an die Idee gewöhnen, dass sie zu jedem Substantiv in der deutschen Sprache das Geschlecht kennen müssen, führt der nächste Schritt zum Versuch, das Lernen zu erleichtern, indem Sie verstehen, warum manche Substantive gerade ein bestimmtes Geschlecht haben. Vayenas ist der Meinung, dass alles viel leichter wird, wenn die Prinzipien bei der Zuteilung des männlichen, weiblichen oder neutralen Geschlechts bei deutschen Substantiven verstanden werden. Er führt zwei Regeln für Substantive jedes einzelnen Geschlechts an: einerseits Kategorien, in denen Substantive nach der Semantik gruppiert werden, andererseits Laute. Was es Kategorien betrifft, führt der Autor Substantive an, die ein bestimmtes Geschlecht haben, weil sie unter den gleichen übergeordneten Plan fallen und so eine gemeinsame Menge darstellen (z.B. männlich sind Wochentage, Jahresmonate, Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, Niederschläge, Winde usw.). Dies ist keine Neuheit für Schüler, die die deutsche Sprache lernen. Die Neuheit ist, dass Vayenas Substantive findet, die aufgrund ihrer Bedeutungseigenschaften in neue Kategorien verbunden werden können. Er lädt den Leser dazu ein, nachzudenken, Analogien herzustellen und selbst neue Kategorien zu erschaffen.
Er hat mehrere Bücher zu verschiedenen Themen veröffentlicht, unter anderem zur Digitalisierung, Politik und Wirtschaft. Er ist Mitautor und Herausgeber eines 800-seitigen Buches über die Schwellenländer. Durch seine Tätigkeit als einer der Leiter Anlageforschung bei einer großen, internationalen Bank, für die er in Zürich, London und New York arbeitete, hat er Hunderte von Studien veröffentlicht. Er lebt in Zürich, wo er in der Forschung tätig ist. Er ist Leiter einer Denkfabrik zum Thema Digitalisierung von Dienstleistungen, Gastdozent an der Fakultät für Bank- und Finanzwesen der Universität Zürich sowie an der ETH Zürich. Er ist Inhaber eines kleinen Verlags.
Er studierte unter anderem Griechisch und Latein, Sprachen mit drei Geschlechtern, was ihn dazu inspirierte, sich mit dem spannenden Thema der drei Genera in der deutschen Sprache auseinanderzusetzen.
Die serbische Übersetzung des Buches „Der, die, das“ ist im Bestand der Bibliothek des Goethe-Instituts Belgrad zu finden.
Link zum Katalog
Ort
Online
Goethe-Institut Belgrad, Bibliothek
Knez Mihailova 50
11000 Beograd
Serbien
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