30. Ring Ring Festival

Musikfestival|Neue Vocalsolisten

  • Belgrad

Ring Ring 2026 © Ring Ring

Ring Ring 2026 © Ring Ring

Neue Vocalsolisten
Konzert im Rahmen des Projektes „Balkan Affairs“
23. 5. 2026 um 21 Uhr
Jüdisches Kulturzentrum
Jevrejska 16, Belgrad

Offizielle Webseite des Festivals
Gespräch über das Projekt „Balkan Affairs“
24. 5. 2026 um 12 Uhr

Musikfakultät der Universität Belgrad
Kralja Milana 50, Belgrad

Mit:
Jug Marković (Komponist)
Helena Skljarov (Komponistin)
Mladen Ivanović (Dokumentarfilmer)
Christine Fischer (künstlerische Leiterin der Neuen Vocalsolisten, der Produktionsplattform Musik der Jahrhunderte und des Festivals ECLAT, Stuttgart)

Moderation:
Sunčica Sido, Goethe‑Institut Belgrad

Das Gespräch gibt Einblicke in die künstlerischen Ansätze und Perspektiven des Projekts BALKAN AFFAIRS und lädt zur gemeinsamen Reflexion über Gegenwart und Erinnerung ein.
Im Mai blickt das Ring Ring Festival auf drei Jahrzehnte kontinuierlicher Programmarbeit zurück. Die 30. Ausgabe des Festivals findet vom 20. bis 24. Mai 2026 an mehreren Spielorten in Belgrad statt und bietet an fünf Abenden ein ebenso konzentriertes wie vielschichtiges Programm.

Im Mai blickt das Ring Ring Festival auf drei Jahrzehnte kontinuierlicher Programmarbeit zurück. Die 30. Ausgabe des Festivals findet vom 20. bis 24. Mai 2026 an mehreren Spielorten in Belgrad statt und bietet an fünf Abenden ein ebenso konzentriertes wie vielschichtiges Programm.

Die Wochen vor dem Jubiläum stehen im Zeichen der Erinnerung, und zugleich der Vorfreude auf eine neue Ausgabe, die, ganz in der Tradition von Ring Ring, das Hören immer wieder herausfordert und erweitert. Die Musik, der sich das Festival seit dreißig Jahren widmet, kennt keine festen Grenzen: Künstler:innen aus unterschiedlichsten kulturellen, geografischen und ästhetischen Kontexten prägen das Programm. In diesem Jahr begegnen sich Musiker:innen aus 17 Ländern in insgesamt neun Konzerten – darunter prägende Figuren der internationalen Szene wie Fred Frith oder Pierre Bastien ebenso wie eine jüngere Generation von Künstler:innen, die gerade erst mit neuen Perspektiven hervortritt.

An fünf Festivaltagen sind acht Serbien Premieren an drei Orten in Belgrad zu erleben. Neben dem langjährigen Festivalzentrum, dem Jüdischen Kulturzentrum, finden Konzerte auch im Tschechischen Zentrum sowie im Club Karmakoma statt. Zu hören sind improvisatorische Formate, klangliche Grenzgänge, ungewöhnliche Instrumente und experimentelle Spieltechniken.

Die Verbindung von experimenteller Musik und folkloristisch geprägten Ausdrucksformen gehört seit jeher zur Handschrift des Festivals. In diesem Jahr zeigt sich dies unter anderem im Auftritt eines internationalen Trios um die Sängerin Vesna Pisarović, dessen Arbeit von Improvisation und Sevdalinke inspiriert ist, ebenso wie beim polnisch französischen Quartett Lumpeks, dessen energetische Klangsprache Bewegung und Tanz nahelegt. Zum Abschluss führt das Festival noch weiter in globale Klangräume – mit dem Trio des renommierten malischen Gitarristen Samba Touré.

Wie in jedem Jahr setzt Ring Ring zudem einen Fokus auf die lokale Szene. Das neue Duo Jasna Jovićević und Predrag Okiljević lotet dialogische Formen auf Saxophonen aus, während der junge Trompeter Nikola Vuković, der seine Karriere in der Wiener Improvisationsszene entwickelt, ein neues Projekt vorstellt. Ergänzt wird das Programm durch das Trio Tachub aus Novi Sad, das kürzlich sein Debütalbum veröffentlicht hat.

Ein besonderer Akzent des Jubiläumsprogramms ist das abendfüllende Konzert des deutschen Ensembles Neue Vocalsolisten. Erstmals außerhalb Deutschlands präsentieren sie das Projekt „Balkan Affairs“ – mit neuen Werken junger Komponist:innen aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens.

Veranstaltet wird das Festival vom Verein Ring Ring.

Programm am 23. 5.

Hanan Hadžajlić: Requiem Ex Machina
für sechs verstärkte Stimmen (2022/23)

Ylli Daklani: When all the leaves have been burned
für drei Stimmen (2025)

Jug Marković: NULA
für sechs Stimmen (2022)

Ana Pandevska: Electroacoustic mantra From Ex YU to EU
für Sopran, Mezzosopran und Zuspiel (2023)

Nina Perović: Apparatus
für sechs Singstimmen und Elektronik (2025)

Petra Strahovnik: SCREAdoM
für fünf Stimmen, Klanginstallation und Elektronik (2023)

Helena Skljarov: The Blue Giraffe
für fünf Stimmen, Elektronik und Video (2023)

Jug Marković: #itistime
für Video, Elektronik und zwei Stimmen

Neue Vocalsolisten

Johanna Vargas, Sopran
Susanne Leitz-Lorey, Sopran
Helena Sorokina, Mezzosopran
Martin Nagy, Tenor
Guillermo Anzorena, Bariton
Andreas Fischer, Bass

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