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Wann – Wieviele – Wohin
Installation in Dresden-Neustadt

  • Installation am Güterbahnhof Dresden-Neustadt © David Adam
    Installation am Güterbahnhof Dresden-Neustadt
  • Wohin? Die sächsischen Jüdinnen und Juden wurden u.a. nach Riga deportiert © Sven Ellger
    Wohin? Die sächsischen Jüdinnen und Juden wurden u.a. nach Riga deportiert
  • QR-Codes © David Adam
    QR-Codes

Anlässlich des 80. Jahrestages der ersten Deportation sächsischer Jüdinnen und Juden am 21. Januar 1942 in Dresden entwarf der Künstler David Adam die Installation Wann Wieviele – Wohin am Güterbahnhof Dresden-Neustadt.

Der Güterbahnhof Dresden-Neustadt – auch Alter Leipziger Bahnhof genannt – war zwischen 1942 und 1944 Ausgangspunkt oder Zwischenstation für Deportationen jüdischer Frauen, Männer und Kinder in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager. Am 21. Januar 1942 wurden im ersten Transport sächsischer Jüdinnen und Juden insgesamt 785 Menschen von Leipzig und Dresden nach Riga deportiert.

Die Installation Wann – Wieviele – Wohin wurde ermöglicht und unterstützt durch das Zentrum für internationale Kulturelle Bildung Dresden des Goethe-Instituts, durch das Amt für Kultur- und Denkmalschutz der Stadt Dresden und durch Mittel der Stiftung Kunstfonds in Bonn. Neben drei Bahnhofsschildern verweisen zwei kleinere Tafeln mit QR-Codes auf die Website Wann – Wieviele – Wohin, auf der David Adam Informationen zu den Deportationen aus Dresden gesammelt hat. Es sind verschiedene Initiativen verlinkt, die sich schon seit Jahren mit dem Thema Erinnerungskultur in Dresden befasst haben. Außerdem listet er vergleichbare Orte und den dortigen Umgang mit dem Thema Deportationen auf.

Der 1970 in Dresden geborene Künstler David Adam ist 2022 der Stipendiat der Stiftung Kunstfonds in Bonn und in den letzten Jahren mit ernsthaft-ironischen Aktionen im öffentlichen Raum bekannt geworden. In Kommentaren zu Politik, Zeitgeschehen und Geschichte schlug er z.B. sein Pseudonym Dada Vadim als Prototypen für ein „Bürgerdenkmal für Dresden“ vor oder trat als Rächer des Zwingerhofes heimatschützend in Erscheinung.

Im Rahmen der Installation ist in Dresden eine öffentliche Debatte entstanden, wie das Areal rund um den Alten Leipziger Bahnhof gestaltet werden soll. Auch ein jüdisches Museum für Sachsen bzw. ein Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur sind im Gespräch.
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