Sophie Kirchner: „Jäämine”
Fotoausstellung|Bewegende Geschichten über Heimat und das Leben auf dem Land
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Vabaduse väljak, Tallinn
Unsere Städte wachsen – zum Leid der Dörfer und kleinen Gemeinden. Spätestens seit Estlands Wiedererlangung der Unabhängigkeit und dem damit einhergehenden Zusammenbruch von ländlicher Wirtschaft und Kolchosen, verlassen immer mehr Menschen ihre ländliche Heimat und ziehen in Städte oder ganz ins Ausland. Ähnliches ist in den ostdeutschen Bundesländern seit der Wiedervereinigung zu beobachten. Doch hier kommt ein weiteres Phänomen hinzu: Seit dem Fall der Mauer zieht es insbesondere junge Frauen vom Osten in den Westen der Republik oder in die Ballungsräume wie Leipzig, Dresden oder Berlin. In manchen Regionen Ostdeutschlands leben daher bis zu zwanzig Prozent mehr junge Männer als Frauen.
Sophie Kirchners Motivation für diese Fotoarbeit entstand aus der Frage, warum Ostdeutschland – vor allem der ostdeutsche Mann, sprich der Mann, der scheinbar „zurückbleibt“ – zum großen Teil als defizitär wahrgenommen und in den Medien dargestellt wird. Das Bleiben von jungen Männern wird oft als eine passive Handlung interpretiert, als eine Art Resignation. Aber ist das so? Wer sind diese Männer wirklich? Warum spiegeln sich in der öffentlichen Wahrnehmung so wenige Facetten von ihnen wider? Warum sind sie geblieben, gegangen oder sogar zurückgekehrt?
Für ihr Projekt reist die Fotografin seit 2021 in alle ostdeutschen Bundesländer, fotografiert und interviewt unterschiedliche junge Männer zwischen 20 und 45 Jahren und spricht mit ihnen über ihr Leben. In Anbetracht bevorstehender Landtagswahlen in einigen der bereisten Bundesländer in 2026 erlangt dieses Thema nochmal eine ganz besondere Relevanz.
Sophie Kirchner lebt und arbeitet als freie Fotografin in ihrer Heimat Berlin.
Im Frühjahr ist die Ausstellung auf dem Freiheitsplatz in Tallinn zu sehen.
Die Ausstellung ist Teil des Programms „Ministerium für Neugier“.
Sophie Kirchners Motivation für diese Fotoarbeit entstand aus der Frage, warum Ostdeutschland – vor allem der ostdeutsche Mann, sprich der Mann, der scheinbar „zurückbleibt“ – zum großen Teil als defizitär wahrgenommen und in den Medien dargestellt wird. Das Bleiben von jungen Männern wird oft als eine passive Handlung interpretiert, als eine Art Resignation. Aber ist das so? Wer sind diese Männer wirklich? Warum spiegeln sich in der öffentlichen Wahrnehmung so wenige Facetten von ihnen wider? Warum sind sie geblieben, gegangen oder sogar zurückgekehrt?
Für ihr Projekt reist die Fotografin seit 2021 in alle ostdeutschen Bundesländer, fotografiert und interviewt unterschiedliche junge Männer zwischen 20 und 45 Jahren und spricht mit ihnen über ihr Leben. In Anbetracht bevorstehender Landtagswahlen in einigen der bereisten Bundesländer in 2026 erlangt dieses Thema nochmal eine ganz besondere Relevanz.
Sophie Kirchner lebt und arbeitet als freie Fotografin in ihrer Heimat Berlin.
Im Frühjahr ist die Ausstellung auf dem Freiheitsplatz in Tallinn zu sehen.
Die Ausstellung ist Teil des Programms „Ministerium für Neugier“.
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Ort
Vabaduse väljak
Tallinn
Estland
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