Alberto Cortés

Zeitraum: Mai 2024
Projekt: ANALPHABET
Partner: Centro de Cultura Contemporánea Conde Duque der Stadt Madrid

Wir arbeiten schon seit langem eng mit dem Centro de Cultura Contemporánea Conde Duque zusammen. Die Unterstützung des Residenzprogramms von Partnern stellt für uns einen wichtigen Beitrag zur künstlerischen Kreation, zur Bildung, sowie zur Internationalisierung.

Foto der Performance von ANALPHABETH © Alejandra Amere

Über die Residenz

Ein deutsch-andalusischer, romantischer und queerer Mythos. ANALPHABET ist ein Stück im Entstehen, noch ist es difus und darüber zu sprechen ist noch eine Lüge. Ich will mich der Idee für das Stück annähern und stelle dafür acht kurze Punkte vor, drei grundlegende Ideen, drei Titel für Szenen und eine Synopsis, wie sie tatsächlich sein könnte. Es könnte genau so sein, aber es könnte auch was ganz anderes sein und vielleicht wird es auch so sein.
Alberto Cortés
Im Februar 2025 heißt es auf der Seite des Centro Cultural Conde Duque:
„Analphabet“ ist die Erfindung eines Mythos: die eines romantischen Geistes, der sich Paaren in der Natur offenbart und in der Wunde des Fleisches gefangen ist; sein Erscheinen macht die Kluft deutlich, die wir als „Liebespaar“ bezeichnen, sowie die Misshandlungen, denen wir uns innerhalb dieser Liebesbeziehung aussetzen. Seine persönliche Geschichte öffnet die Büchse der intragenderlichen Gewalt und verdeutlicht die Notwendigkeit, auch in schwulen Beziehungen, die vom patriarchalischen Erbe durchzogen sind, besondere Sorgfalt walten zu lassen. Als gequälter Geist schöpft er aus der Poesie der deutschen Romantik und ihren Landschaften (Goethe, Hölderlin oder Novalis haben dieses Werk begleitet), bedient sich aber auch der andalusischen Eigenart und der tödlichen Wunde einer Liebe im Baskenland. Analphabet kommt zwar sterbend und verwundet auf einem Pferd angeritten, bringt aber eine Hoffnung mit sich: das, was die Poesie für die Wunde tun kann. 

Über den Künstler

Alberto Cortés

Performer, Dramaturg und Regisseur

ist Regisseur, Dramaturg und Performer. Er absolvierte ein Studium der Regie und Dramaturgie an der ESAD in Málaga und ein Studium der Kunstgeschichte an der UMA.

Er begann seine Bühnenkarriere 2009 mit einer selbstbetitelten Bastard- und Randdramaturgie, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickelte.
Seine Arbeit hat sich im Laufe der Jahre durch Theaterstücke, Tanz, Performance, aber auch Folklore, Flamenco oder ortsspezifische Arbeiten entwickelt. Auch begleitet Cortés kreative Prozesse anderer Kunstschaffender in Form von Workshops, Regie und Dramaturgie. In seinen Arbeiten konzentriert er sich auf den Raum der Bühne als ein Ort des Begehrens und setzt sich mit der romantischen Beziehung zum Betrachtenden auseinander.
Im Jahr 2022 veröffentlicht er im Verlag "Continta me tienes" Los montes son tuyos, das die Texte seiner letzten beiden Theaterstücke El Ardor und One night at the golden bar zusammenfasst.

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