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18:00–19:15 Uhr

Die Reise: Identität Europas

Gespräch|Europa und Reiseliteratur auf der madrider Buchmesse

  • Feria del Libro Madrid - Pabellón Europa, Madrid

  • Sprache Spanisch, mit Übersetzung
  • Preis Eintritt frei
  • Teil der Reihe: Buchmesse Madrid

Cover - Adiós a Berlín - Ibon Zubiaur - LDH Ediciones © LDH Ediciones

Cover - Adiós a Berlín - Ibon Zubiaur - LDH Ediciones © LDH Ediciones

Der Europa-Pavillon der Europäischen Kommission auf der madrider Buchmesse ist Schauplatz eines Gesprächs über die Frage, wie Reisen die Sichtweisen, Erzählungen und das Verständnis von Europa aus persönlicher und literarischer Erfahrung verändern.

An der Diskussion nehmen der kroatische Dichter und Essayist Dinko Telećan, die polnische Autorin Margo Rejmer und der baskische Essayist Ibon Zubiaur teil, der 2025 Adiós a Berlín: La ciudad en continua reinvención ("Auf Wiedersehen, Berlin: Die Stadt in ständiger Neuerfindung") bei La Línea del Horizonte Ediciones veröffentlicht hat. Das Gespräch ist von der Autorin Patricia Almarcegui moderiert.

Auf Wiedersehen, Berlin: Die Stadt in ständiger Neuerfindung

Adiós a Berlín: La ciudad en continua reinvención von Ibon Zubiaur (La Línea del Horizonte Ediciones, 2025)

Die Geschichte hat Berlin zu einer Stadt gemacht, die zu einem ständigen Wandel gezwungen ist. Die städtebaulichen Veränderungen, die das Ergebnis des politischen und sozialen Zusammenspiels gegensätzlicher Kräfte sind, lassen sich nicht allein durch einen Besuch des Brandenburger Tors, der Museumsinsel oder der Reste der Mauer verstehen. Ibon Zubiaur stellt uns die Hinterhöfe vor, die dazu gedacht waren, den Raum zu nutzen und eine Spaltung in reiche und arme Stadtviertel zu vermeiden, deren Funktion sich jedoch aufgrund des ungebremsten Bevölkerungswachstums veränderte. Auch das Kanalnetz, das Fundament der Stadt, hatte großen Einfluss auf die Erhaltung ihres Designs und ihre Eisenbahnentwicklung. Diese Elemente bergen Geschichten, die Aufmerksamkeit, Zuhörvermögen und vor allem ein möglichst umfangreiches Leserepertoire erfordern.

Autor

Ibon Zubiaur

Ibon Zubiaur geboren 1971 in Getxo bei Bilbao, ist Essayist und Übersetzer. Er lebte acht Jahre lang in Berlin. Von 2002 bis 2008 lehrte er Literatur an der Universität Tübingen und leitete von 2008 bis 2013 das Instituto Cervantes in München. Er hat Autorinnen aus der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wie Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Maxie Wander, zeitgenössische Stimmen wie Kim de l'Horizon und Antje Rávik Strubel sowie Klassiker wie Rilke, Stifter, Joseph Roth oder Kracauer übersetzt. Zubiaur ist autor von Pioneros de lo homosexual ("Pioniere der Homosexualität", 2007), Al otro lado del Muro. La RDA en sus escritores ("Auf der anderen Seite der Mauer. Die DDR und ihre Schriftsteller", 2014), Wie man Baske wird (2015), Estímulo y censura. Una aproximación al sistema literario de la RDA ("Anregung und Zensur. Eine Annäherung an das literarische System der DDR", 2022) und zahlreicher Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften und Zeitungen.