Bis zum 07.08.2025

Call for Papers. Symposium Memorias

Call for papers|Praktiken der Erinnerung in Spanien und Deutschland

  • Sprache Einreichungen auf Deutsch und Spanisch / Symposium auf Englisch

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Symposium Memorias 2025 KI-generiertes Bild. Tool: Copilot

Im Jahr 2025 jähren sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus zum 80. sowie der Tod Francos mit der darauffolgenden transición zum 50. Mal. Die Bundeszentrale für politische Bildung und das Goethe-Institut Madrid werden vom 26. bis zum 29. Oktober 2025 in Madrid gemeinsam erörtern und erarbeiten, wie Aufarbeitung der Vergangenheit und lebendige historisch-politische Bildung in postfaschistischen Gesellschaften gelingen kann. 

In Erinnerungskulturen in Spanien und Deutschland ist die postfaschistische Vergangenheit allgegenwärtig und dient mitunter der demokratischen Selbstvergewisserung. Vielfältige Themen wie die Auseinandersetzung mit Facetten von Täterschaft oder Fragen würdigen Erinnerns sind dabei stetigem Wandel unterzogen. Der zunehmenden Professionalisierung der Bildungspraxis, Ausweitung der öffentlichen Debatte und Ausdifferenzierung der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Ziel der Entwicklung eines reflexiven Geschichtsbewusstseins stehen dabei zunehmend Erinnerungsabwehr oder gar Forderungen nach einem Ende der Aufarbeitung faschistischer Verbrechen gegenüber. Diese Debatten finden einen breiten gesellschaftlichen Widerhall. Neuesten Studienergebnissen zufolge stimmte erstmals in Deutschland eine Mehrheit der Befragten Forderungen nach einem „Schlussstrich“ zu. In Spanien existiert ein erstarkender Franco-Kult, und positive Bezugnahmen auf die Zeit des Faschismus mehren sich.

Das Symposium nimmt diese Entwicklungen zum Anlass, um einen interdisziplinären Austausch zu ermöglichen. Ziel des Symposiums ist die Verbindung der spanischen und deutschen Erinnerungspraktiken in Wissenschaft, (Bildungs-)Praxis und Kunst.

Wir begrüßen Vorschläge für fünfzehnminütige Kurzimpulse zu folgenden Schwerpunktthemen und darüber hinaus:

- (Gedenkstätten-)Pädagogik
- Künstlerische Ansätze und Formate zum Thema Erinnerung
- Umgang mit Orten von Massenverbrechen
- Digitale Medien/KI
- (Neue) Formen der Erinnerung
- Strafverfolgung und justizielle Ahndung der Verbrechen
- Antisemitismus und Rassismus


Wir bitten Interessierte um Zusendungen ihrer Abstracts (max. 1.500 Zeichen inkl. Leerzeichen) inkl. eines kurzen CVs unter Hervorhebung relevanter Erfahrungen im Bereich der Erinnerung (max. 1 DIN A4-Seite) bis zum 07. August 2025 per Mail an memorias-madrid@goethe.de
Das Abstract und der CV können auf Deutsch/Spanisch eingereicht werden, Sprache der Vorträge und Diskussion ist Englisch. Bis spätestens Ende August 2025 erhalten Sie von uns Nachricht, ob Ihr Vorschlag angenommen worden ist. Das Symposium findet vom 26.-29. Oktober in Madrid statt.

Die Kosten für die Anreise (i.d.R. Flug) und Übernachtung im Tagungshotel (i.d.R. 3 Nächte) in Madrid sowie die Tagungsverpflegung angenommener Referent/-innen werden von den Veranstaltern übernommen. Informationen zum Konzept des Symposiums und ein vorläufiges Programm schicken wir Ihnen mit der Teilnahmezusage.

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