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17:30 Uhr
Begegnung der Titaninnen: Margarethe von Trotta und Isabel Coixet sprechen über ihre Karrieren
Podiumsgespräch | Festival Cine por Mujeres
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Espacio Fundación Telefónica, Madrid
- Sprache Englisch mit Konsekutivübersetzung ins Spanische
- Teil der Reihe: Margarethe von Trotta: Perspektiven des Widerstands
Von Trotta und Coixet werden sich über ihre filmischen Werdegänge und ihre Arbeit als Regisseurinnen austauschen. Dabei geht es um ihre Perspektiven auf das zeitgenössische Kino, ihre Erfahrungen in einer sich wandelnden Filmbranche sowie um die Rolle und Sichtbarkeit von Frauen vor und hinter der Kamera.
Das Gespräch bietet Gelegenheit, Einblicke in die künstlerische Arbeit beider Regisseurinnen zu erhalten und über Fragen der Repräsentation und Gleichstellung in der Filmindustrie nachzudenken. Diese Themen knüpfen an das zentrale Anliegen des Festivals an, die Arbeit und Perspektiven von Frauen im Filmschaffen sichtbar zu machen.
Teilnehmerinnen
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Geboren 1942 in Berlin, ist eine der bedeutendsten deutschen Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und Schauspielerinnen und eine zentrale Vertreterin des Neuen Deutschen Films. Nach ihrer Kindheit und Jugend in Düsseldorf studierte sie zunächst Kunst sowie später Germanistik und Romanistik, bevor sie eine Schauspielausbildung in München absolvierte. Ab Ende der 1960er-Jahre arbeitete sie für Theater, Film und Fernsehen und spielte unter anderem in Filmen von Rainer Werner Fassbinder mit.
In den 1970er-Jahren begann von Trotta zunehmend als Drehbuchautorin und Regisseurin zu arbeiten. Gemeinsam mit Volker Schlöndorff realisierte sie 1975 Die verlorene Ehre der Katharina Blum nach der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll. Zwei Jahre später entstand mit Das zweite Erwachen der Christa Klages ihr erster eigenständig inszenierter Spielfilm. Von Beginn an stellte sie Frauen und deren persönliche, gesellschaftliche und politische Konflikte in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Der internationale Durchbruch gelang ihr 1981 mit Die bleierne Zeit. Der Film über zwei Schwestern und ihre unterschiedlichen politischen Lebenswege wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In den folgenden Jahrzehnten setzte von Trotta ihre Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte, Politik und weiblichen Biografien fort. Zu ihren bekanntesten Werken zählen Rosa Luxemburg (1986), Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (2009) und Hannah Arendt (2012).
Von Trottas Filme sind eng mit Fragen weiblicher Selbstbestimmung verbunden. Beziehungen zwischen Frauen, gesellschaftliche Rollenbilder sowie das Spannungsverhältnis von persönlichem Leben und politischem Handeln ziehen sich durch ihr Werk. Dabei hat sie sich gegen eine vereinfachende Einordnung ihrer Arbeiten als „Frauenfilme“ ausgesprochen. Vielmehr macht ihr Kino Frauen selbstverständlich zu komplexen historischen, politischen und intellektuellen Akteurinnen. Damit trug sie wesentlich dazu bei, weibliche Perspektiven im deutschen und europäischen Autorenkino sichtbar zu machen und filmische Darstellungen von Geschlecht, Emanzipation und Macht neu zu verhandeln.
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Geboren 1960 in Barcelona, ist eine der international bekanntesten spanischen Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und Produzentinnen. In ihren Spiel- und Dokumentarfilmen verbindet sie persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen. Zu ihren bekanntesten Werken zählen Mein Leben ohne mich (2003), Das geheime Leben der Worte (2005), Der Buchladen der Florence Green (2017) und Un amor (2023). Für ihr filmisches Schaffen wurde Coixet vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit mehreren Goya-Preisen und 2020 mit dem spanischen Nationalpreis für Kinematografie.
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Executive Producerin von über 25 Filmen, darunter KIKI, EL AMOR SE HACE, LA VIDA DE ADELE (in Koproduktion), EL ORFANATO, EL LABERINTO DEL FAUNO, CELDA 211 usw. Sie begann ihre Karriere bei Canal+ Spanien. Sie hat mit zahlreichen Festivals zusammengearbeitet und war unter anderem Mitglied des Auswahlkomitees der Venice Days (Mostra von Venedig). Derzeit ist sie Teil des Auswahlkomitees des Frauenfilmfestivals von Madrid. Außerdem unterrichtet sie im Studiengang Film an der Universidad Camilo José Cela.
Im Jahr 2025 feiert sie mit FIN DE FIESTA in Toronto ihr Debüt als Regisseurin mit ihrem ersten Spielfilm. Sie erhielt den Pilar Miró Preis für die beste Nachwuchsregie beim Festival von Valladolid und nahm außerdem an zahlreichen Festivals teil, darunter das AFI (American Film Institute – EU Showcase), das Bengaluru Film Festival (Indien), das Miami Film Festival, das Sonoma International Film Festival, Raindance (London), Luxemburg, das Jobourg Film Festival (Südafrika) sowie das Festival von Rio de Janeiro.
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Ort
Calle de Fuencarral 3
28004 Madrid
Spanien