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19:00 Uhr
Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste
Filmvorführung und Publikumsgespräch mit der Regisseurin | Margarethe von Trotta | 2023 | Schweiz, Österreich, Deutschland, Luxemburg | 110 Min.
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Goethe-Institut Madrid, Madrid
- Sprache Originalsprache mit spanischen Untertiteln und Gespräch mit Konsekutivübersetzung
- Preis Eintritt frei
- Teil der Reihe: Margarethe von Trotta: Perspektiven des Widerstands
Jahre später begibt sich Bachmann gemeinsam mit dem österreichischen Schriftsteller Adolf Opel auf eine Reise in die Wüste. Die Erfahrung bietet ihr die Möglichkeit, Abstand von der schmerzhaften Beziehung zu gewinnen. Von Trotta verknüpft die verschiedenen Zeitebenen zu einem Porträt über Liebe, Schreiben und Selbstbestimmung. Der Film feierte 2023 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin seine Premiere.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin statt.
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Regie: Margarethe von Trotta
Drehbuch: Margarethe von Trotta
Produktion: Katrin Renz, Bady Minck, Bettina Brokemper, Alexander Dumreicher-Ivanceanu
Musik: André Mergenthaler
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Hansjörg Weißbrich
Besetzung
Vicky Krieps: Ingeborg Bachmann
Ronald Zehrfeld: Max Frisch
Tobias Resch: Adolf Opel
Margarethe von Trotta
Geboren 1942 in Berlin, ist eine der bedeutendsten deutschen Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und Schauspielerinnen und eine zentrale Vertreterin des Neuen Deutschen Films. Nach ihrer Kindheit und Jugend in Düsseldorf studierte sie zunächst Kunst sowie später Germanistik und Romanistik, bevor sie eine Schauspielausbildung in München absolvierte. Ab Ende der 1960er-Jahre arbeitete sie für Theater, Film und Fernsehen und spielte unter anderem in Filmen von Rainer Werner Fassbinder mit.
In den 1970er-Jahren begann von Trotta zunehmend als Drehbuchautorin und Regisseurin zu arbeiten. Gemeinsam mit Volker Schlöndorff realisierte sie 1975 Die verlorene Ehre der Katharina Blum nach der gleichnamigen Erzählung von Heinrich Böll. Zwei Jahre später entstand mit Das zweite Erwachen der Christa Klages ihr erster eigenständig inszenierter Spielfilm. Von Beginn an stellte sie Frauen und deren persönliche, gesellschaftliche und politische Konflikte in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Der internationale Durchbruch gelang ihr 1981 mit Die bleierne Zeit. Der Film über zwei Schwestern und ihre unterschiedlichen politischen Lebenswege wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In den folgenden Jahrzehnten setzte von Trotta ihre Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte, Politik und weiblichen Biografien fort. Zu ihren bekanntesten Werken zählen Rosa Luxemburg (1986), Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (2009) und Hannah Arendt (2012).
Von Trottas Filme sind eng mit Fragen weiblicher Selbstbestimmung verbunden. Beziehungen zwischen Frauen, gesellschaftliche Rollenbilder sowie das Spannungsverhältnis von persönlichem Leben und politischem Handeln ziehen sich durch ihr Werk. Dabei hat sie sich gegen eine vereinfachende Einordnung ihrer Arbeiten als „Frauenfilme“ ausgesprochen. Vielmehr macht ihr Kino Frauen selbstverständlich zu komplexen historischen, politischen und intellektuellen Akteurinnen. Damit trug sie wesentlich dazu bei, weibliche Perspektiven im deutschen und europäischen Autorenkino sichtbar zu machen und filmische Darstellungen von Geschlecht, Emanzipation und Macht neu zu verhandeln.