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18:00–20:00 Uhr, BST

Lotte in Weimar

Filmvorführung |DEFA-Verfilmung von 1975 nach Thomas Manns Roman „Lotte in Weimar“

Lotte © DEFA-Stiftung. Ingo Raatzke, Wolfgang Ebert

Lotte © DEFA-Stiftung. Ingo Raatzke, Wolfgang Ebert

Anlässlich des 150. Geburtstags von Thomas Mann zeigen wir den Film Lotte in Weimar, ein Zeitdokument nach dem berühmten Roman des Nobelpreisträgers.

LOTTE IN WEIMAR ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Mann aus dem Jahr 1939. Mann erzählt darin die Geschichte von Charlotte Kestner, die als Goethes Jugendliebe die Figur der Lotte in dessen Roman 'Die Leiden des jungen Werther' inspirierte. Rund 40 Jahre später besucht Lotte Weimar und trifft Goethe erneut.

Im September 1816 kommt die Hofrätin Charlotte Kestner, geborene Buff, unter dem Vorwand, ihre Schwester besuchen zu wollen, nach Weimar. Tatsächlich möchte Charlotte nach 44 Jahren ihre Jugendliebe J. W. Goethe wiedersehen. Mit der Figur der Lotte in Die Leiden des jungen Werther hat dieser ihr zu breiter und nicht unbedingt gewünschter Bekanntheit verholfen. Charlottes Ankunft spricht sich in Weimar schnell herum. Neugierige Besucher*innen versammeln sich vor dem Gasthaus, in dem Charlotte mir ihrer Tochter wohnt. Die Menschen in Weimar fiebern der Begegnung zwischen dem inzwischen 67-jährigen Dichterfürsten und der früheren Geliebten aus Wetzlar entgegen. Durch Begegnungen, unter anderem mit Adele Schopenhauer erfährt Charlotte auch Kritisches über den Staatsminister Goethe. Das ersehnte Treffen ist schließlich nicht mehr als ein Anstandsbesuch. Das Mittagessen im größeren Kreis ist geprägt von Goethes Zurückhaltung und den Anstrengungen der geladenen Gesellschaft, sich möglichst geistreich zu präsentieren. Ob ein späteres privates Gespräch zwischen den beiden tatsächlich stattgefunden hat oder bloß Teil von Lottes Imagination ist, bleibt offen. Schließlich reist die Hofrätin in der Gewissheit ab, dass dieses Kapitel ihres Lebens endgültig abgeschlossen ist.

Der Film basiert auf dem 1939 veröffentlichten Roman Lotte in Weimar des deutschen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Thomas Mann. Es war der erste Film, der die DDR im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes vertrat. Das berühmte Leipziger Gewandhausorchester spielte für den Film Auszüge aus Gustav Mahlers 6. Symphonie und trug so zur Prestigeproduktion bei.

DDR 1974 | Regie: Egon Günther | 119 Minuten | Altersempfehlung: 12 Jahre