|
19:00 Uhr
NEUER TERMIN Kinovorführung: In Liebe, Eure Hilde von Andreas Dresen
Filmvorführung|Goethe-Kino (Kinovorführung)
-
Goethe-Institut London, London
- Preis Preis: £6, £3 ermäßigt und für Goethe-Institut Sprachkursteilnehmer*innen & Bibliotheksmitglieder.
- Teil der Reihe: Goethe-Kino 2025
BITTE BEACHTEN SIE, DASS DIESE VORFÜHRUNG AUF DEN 2. JULI VERSCHOBEN WURDE. BEREITS GEKAUFTE KARTEN SIND WEITERHIN GÜLTIG.
Wir freuen uns, Ihnen eine Filmvorführung von Andreas Dresens eindringlichem und bewegendem fiktionalen Porträt der Anti-Nazi-Widerstandsaktivistin Hilde Coppi und ihres Kreises präsentieren zu können.
Berlin, Sommer 1942. Hilde hat sich einer anti-nationalsozialistischen Widerstandsgruppe angeschlossen. Sie lernt, Morsezeichen zu schreiben und Funksprüche mit der Sowjetunion auszutauschen. Sie verfasst Briefe, klebt Parolen an Wände und verteilt Flugblätter. Inmitten dieser stillen Akte des Widerstands verliebt sie sich in Hans Coppi, ein weiteres Mitglied der Gruppe. Gemeinsam erleben sie einen unbeschwerten Sommer voller Nähe und Glücksmomente. Doch im Spätherbst werden beide von der Gestapo verhaftet und kommen ins Gefängnis. Hilde ist schwanger und muss die Kraft finden, für ihr Kind da zu sein – zumindest so lange, wie es ihr erlaubt ist zu leben.
Die Widerstandsgruppe, der Hilde und Hans Coppi angehörten, war Teil eines größeren Netzwerks, das später von der Gestapo diffamierend als „Rote Kapelle“ bezeichnet wurde. Weniger bekannt – zumindest im Westen – als die „Weiße Rose“ um die Geschwister Scholl, die in München aktiv waren, bildeten die Widerstandskreise im Osten ein weit verzweigtes Netzwerk von Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft. Über 50 ihrer Mitglieder wurden von den Nationalsozialisten ermordet.
In der DDR, in der Regisseur Andreas Dresen aufwuchs, wurden diese Widerstandskämpfer*ommem– wie er selbst sagt – als „Lichtgestalten, fast Götter,“ verklärt. Um dieser Heroisierung entgegenzuwirken, entschieden sich Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler dafür, Hilde und ihre Freunde nicht als ferne Held*innen zu zeigen, sondern als eine Gruppe junger Menschen, die das Leben genießen, Sex haben, die Natur erleben und politische Gespräche führen. Hilde wird dabei als jemand portraitiert, der eher aus einem intuitiven Gefühl für das Richtige und aus Liebe handelt als aus einer klar formulierten politischen Überzeugung.
Der Film verzichtet bewusst auf die typischen Versatzstücke von Filmen über die NS-Zeit. Statt eine historische Distanz zu schaffen, bringt er seine Protagonist*innen und ihre Widerstandsaktivitäten näher an unsere Gegenwart und macht sie dadurch greifbarer. Unterstützt wird dies durch Judith Kaufmanns reduzierte, leicht ausgewaschene Bildsprache und weitesgehenden Verzicht auf Musik. Wie Dresen in einem Interview erklärt:
„Die Musik ist hier das Atmen der Menschen, der Klang der Landschaften, das Wasser. Es ist eine eigene, sehr intensive und für mich wohltuende Geräuschebene. Bei leisen Filmen hört man mehr.“
Bitte beachten Sie, dass wir keine Werbung vor dem Film zeigen und die Filmvorstellung zur angegebenen Zeit beginnt.
Deutschland 2024, Farbe, 125 Minuten. Mit englischen Untertiteln.
Regie: Andreas Dresen. Mit Liv Lisa Fries, Johannes Hegemann, Lisa Wagner, Alexander Scheer, Emma Bading, Sina Martens, Lisa Hrdina, Lena Urzendowsky, Hans-Christian Hegewald, Nico Ehrenteit, Jacob Keller.
Ab 27. Juni in den britischen Kinos. Mit besonderem Dank an Picturehouse Entertainment.
Wir freuen uns, Ihnen eine Filmvorführung von Andreas Dresens eindringlichem und bewegendem fiktionalen Porträt der Anti-Nazi-Widerstandsaktivistin Hilde Coppi und ihres Kreises präsentieren zu können.
Berlin, Sommer 1942. Hilde hat sich einer anti-nationalsozialistischen Widerstandsgruppe angeschlossen. Sie lernt, Morsezeichen zu schreiben und Funksprüche mit der Sowjetunion auszutauschen. Sie verfasst Briefe, klebt Parolen an Wände und verteilt Flugblätter. Inmitten dieser stillen Akte des Widerstands verliebt sie sich in Hans Coppi, ein weiteres Mitglied der Gruppe. Gemeinsam erleben sie einen unbeschwerten Sommer voller Nähe und Glücksmomente. Doch im Spätherbst werden beide von der Gestapo verhaftet und kommen ins Gefängnis. Hilde ist schwanger und muss die Kraft finden, für ihr Kind da zu sein – zumindest so lange, wie es ihr erlaubt ist zu leben.
Die Widerstandsgruppe, der Hilde und Hans Coppi angehörten, war Teil eines größeren Netzwerks, das später von der Gestapo diffamierend als „Rote Kapelle“ bezeichnet wurde. Weniger bekannt – zumindest im Westen – als die „Weiße Rose“ um die Geschwister Scholl, die in München aktiv waren, bildeten die Widerstandskreise im Osten ein weit verzweigtes Netzwerk von Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft. Über 50 ihrer Mitglieder wurden von den Nationalsozialisten ermordet.
In der DDR, in der Regisseur Andreas Dresen aufwuchs, wurden diese Widerstandskämpfer*ommem– wie er selbst sagt – als „Lichtgestalten, fast Götter,“ verklärt. Um dieser Heroisierung entgegenzuwirken, entschieden sich Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler dafür, Hilde und ihre Freunde nicht als ferne Held*innen zu zeigen, sondern als eine Gruppe junger Menschen, die das Leben genießen, Sex haben, die Natur erleben und politische Gespräche führen. Hilde wird dabei als jemand portraitiert, der eher aus einem intuitiven Gefühl für das Richtige und aus Liebe handelt als aus einer klar formulierten politischen Überzeugung.
Der Film verzichtet bewusst auf die typischen Versatzstücke von Filmen über die NS-Zeit. Statt eine historische Distanz zu schaffen, bringt er seine Protagonist*innen und ihre Widerstandsaktivitäten näher an unsere Gegenwart und macht sie dadurch greifbarer. Unterstützt wird dies durch Judith Kaufmanns reduzierte, leicht ausgewaschene Bildsprache und weitesgehenden Verzicht auf Musik. Wie Dresen in einem Interview erklärt:
„Die Musik ist hier das Atmen der Menschen, der Klang der Landschaften, das Wasser. Es ist eine eigene, sehr intensive und für mich wohltuende Geräuschebene. Bei leisen Filmen hört man mehr.“
Bitte beachten Sie, dass wir keine Werbung vor dem Film zeigen und die Filmvorstellung zur angegebenen Zeit beginnt.
Deutschland 2024, Farbe, 125 Minuten. Mit englischen Untertiteln.
Regie: Andreas Dresen. Mit Liv Lisa Fries, Johannes Hegemann, Lisa Wagner, Alexander Scheer, Emma Bading, Sina Martens, Lisa Hrdina, Lena Urzendowsky, Hans-Christian Hegewald, Nico Ehrenteit, Jacob Keller.
Ab 27. Juni in den britischen Kinos. Mit besonderem Dank an Picturehouse Entertainment.
Links zum Thema
Ort
Goethe-Institut London
50 Princes Gate
Exhibition Road
London SW7 2PH
Vereinigtes Königreich
50 Princes Gate
Exhibition Road
London SW7 2PH
Vereinigtes Königreich