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Vereinigtes Königreich

Veranstaltungsreihe

Mai 2026

Filmserie Elfi Mikesch

Filmreihe|Eine Fokus auf Ihre Arbeit als Regisseurin

Nahaufnahme einer jungen weißen Frau mit schwarzen Haaren, die knallroten Lippenstift trägt und in die Kamera blickt Elfi Mikesch. Ich denke oft an Hawaii © Deutsche Kinemathek. Bild: Elfi Mikesch

Nahaufnahme einer jungen weißen Frau mit schwarzen Haaren, die knallroten Lippenstift trägt und in die Kamera blickt E. Mikesch. Ich denke oft an Hawaii © Deutsche Kinemathek: Bild: E. Mikesch

Gemeinsam mit dem Club des Femmes laden wir Sie ein, die Kunstfertigkeit und Imagination einer herausragenden Filmemacherin und Künstlerin zu entdecken, deren Einführung in Großbritannien längst überfällig ist.

Fotografin, Kamerafrau, Filmregisseurin und vieles mehr – Elfi Mikesch hat im Laufe ihrer mittlerweile mehr als 60-jährigen Karriere viele verschiedene Rollen übernommen und uns ein wahrhaft einzigartiges Œuvre geschenkt, das das feministische und queere Kino stark geprägt hat. Als eine der renommiertesten Kameraleute Deutschlands hat sie mit Rosa von Praunheim, Monika Treut, Friederike Pezold, Heinz Emigholz, Cynthia Beatt und Teresa Villaverde zusammengearbeitet. Von den wunderbaren Filmen, die sie für  Werner Schroeter gefilmt hat, sind drei Werke – „Der Rosenkönig“, „Deux“ und „Malina“ – noch im Rahmen der Schroeter-Retrospektive des ICA zu sehen (bis zum 12. April 2026).

Neben diesen Kooperationen hat sie ein beeindruckendes Werk eigener Filme geschaffen, bei denen sie oft nicht nur selbst Regie führte, sondern auch filmte und den Schnitt übernahm. Dies gab ihr die Freiheit, fließend zwischen experimentellen, dokumentarischen und fiktionalen Formen zu wechseln. Ihr Ansatz ist spielerisch und intim, ihre Bildsprache poetisch und oft atemberaubend schön. Zu ihren wiederkehrenden Themen gehören Erinnerung, Sehnsucht und die subtilen Unterströmungen des Lebens. In ihren Dokumentarfilmen begegnet sie Menschen mit Neugier, Zärtlichkeit und einem kooperativen Geist, was zu höchst originellen Begegnungen führt, die konventionelle Sichtweisen auf Menschen am Rande der Gesellschaft hinterfragen.

Elfi Mikesch ist 85 Jahre alt und wurde gerade auf der Berlinale vom Verband der Filmkritiker Deutschlands mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie ist nach wie voller Energie und Ideen für neue Projekte. Mit dieser Reihe blicken wir auf ihr außergewöhnliches Schaffen zurück und freuen uns zugleich auf das, was noch kommen wird.

Das Programme umfasst Mikeschs experimentelle Dokumentarfilme Ich denke oft an Hawaii (1978) und Was soll’n wir denn machen ohne den Tod (1980), der queer- feministische Kultklassiker Verführung: Die grausame Frau (1985), bei Mikesch zusammen mit Monika Treut Regie führte (mit einem sehr jungen Udo Kier), der Avantgarde-Spielfilm Macumba (1981) mit Werner Schroeters Star Magdalena Montezuma, der autobiografisch inspirierte Spielfilm Marocain (1989) sowie der neuere Spielfilm Fieber (2014), der die Themen von Marocain aufgreift. Im Rahmen des Programms zeigen wir außerdem die Kurzfilme Execution. Study of Mary, Die blaue Distanz und Das Frühstück der Hyäne.

Am 13. Mai (vorbehaltlich Bestätigung) bietet sich zudem die Gelegenheit zu einem Online-Gespräch mit Elfi Mikesch.

Das vollständige Programm wird nach Ostern hier veröffentlicht.

Präsentiert in Zusammenarbeit mit Club des Femmes


Mit Dank an die Deutsche Kinemathek, Berlin, Salzgeber sowie an Frieder Schlaich und Viviana Kammel von der Filmgalerie 451 in Berlin
 

Veranstaltungen

  • Elfi Mikesch: Ich denke oft an Hawaii + Das Frühstück der Hyäne

    Film | Goethe-Kino (Kinovorführung)

    • Goethe-Institut London, London