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Vereinigtes Königreich

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19:00 Uhr

Elfi Mikesch: Ich denke oft an Hawaii + Das Frühstück der Hyäne

Film|Goethe-Kino (Kinovorführung)

  • Goethe-Institut London, London

  • Preis Preis: £6, £3 ermäßigt und für Goethe-Institut Sprachkursteilnehmer*innen & Bibliotheksmitglieder.
  • Teil der Reihe: Filmserie Elfi Mikesch

Nahaufnahme einer jungen weißen Frau mit schwarzen Haaren, die knallroten Lippenstift trägt und in die Kamera blickt Elfi Mikesch. Ich denke oft an Hawaii © Deutsche Kinemathek. Bild: Elfi Mikesch

Nahaufnahme einer jungen weißen Frau mit schwarzen Haaren, die knallroten Lippenstift trägt und in die Kamera blickt E. Mikesch. Ich denke oft an Hawaii © Deutsche Kinemathek: Bild: E. Mikesch

Elfi Mikeschs einfühlsam und origenelles Langfilmdebüt über den Alltag einer 16-Jährigen, ihres Bruders und ihrer Mutter in einem West-Berliner Wohnblock in den 1970er Jahren. Eine Mischung aus Dokumentation und inszenierten Szenen, gemeinsam mit den Protagonist*innen erdacht, um die kleinen Fluchten aus dem eintönigen Alltag zu zelebrieren. Kombiniert mit dem einem Kurzfilm über eine Frau, die sich von ihrem Mann getrennt hat und sich in verschiedene neue Rollen hineinfantasiert.

Mit einer Einführung von Selina Robertson

Das Frühstück der Hyäne
BRD 1982, 20 Min., s/w, digital (16mm), mit englischen Untertiteln.
Buch, Regie und Kamera: Elfi Mikesch


Ich denke oft an Hawaii
BRD 1977/78, 82 Min., Farbe & s/w, digital (16mm), mit englischen Untertiteln.
Buch, Regie und Kamera: Elfi Mikesch


Tickets werden nach Ostern erhältlich sein.


Mehr zu den Filmen

Das Frühstück der Hyäne

Nach Motiven von Maria Isabel Barrenos, Maria Teresa Hortas und Maria Velho da Costas Neue portugiesische Briefe.

Eine junge Frau in New York. „Du musst doch einfach zugeben, dass das, was du getan hast, Leichtsinn ist.“ Dieser Art fürsorgliche Stimme aus dem Off verfolgt „Maria“, die gerade ein Appartement betritt, ständig. Es ist die beschwörende Stimme des Mannes, den sie gerade verlassen hat und sie tönt aus dem lose baumelnden Telefonhörer. „Das Frühstück der Hyäne“ spielt mit den Gewaltphantasien einer jungen Frau, die sich durch Selbstinszenierung aus ihrer Vergangenheit befreit. „Verwirrend das Doppelgesicht der Hyäne, die ruhelos unterwegs ist zu den Gräbern des Todes. Die Hyäne als obszönes Zeichen der modernen Gesellschaft, identifiziert mit der Aura des Kadavers, von dem sie lebt. Verdrängt, stigmatisiert und verachtet mit demselben Gestus, mit dem der Tod und das Sterben exkommuniziert sind aus dem Gesellschaftlichen, mit dem wir es zu tun haben.“ (Quelle: Elfi Mikesch)

BRD 1982, 20 Minuten, SW, DCP (16mm), mit englischen Untertiteln.
Buch, Regie, Kamera: Elfi Mikesch, Aufnahmeleitung: Heide Breitel, Ton: Anke-Rixa Hansen, Ausstattung, Kostüm: Elfi Mikesch, Montage: Elfi Mikesch, Produktion: Oh Muvie-Film. Mit Sheila McLaughlin, Gary Schneider, Thelma Abascal, Telefonstimme: Heinz Emigholz.


Ich denke oft an Hawaii

„Ein Film für jedes Wohnzimmer“ sollte Ich denke oft an Hawaii sein, in dem die Phantasien und die Dinge des Alltags ihren besonderen Stellenwert haben. Erzählt wird die Geschichte der sechzehnjährigen Carmen, die mit ihrer Mutter Ruth Rossol und Bruder Tito in einem Mehrfamilienhaus an der Peripherie in West-Berlin leben. Es sind die siebziger Jahre. Die Mutter arbeitete jahrelang in einer Knopffabrik am Fließband und verdient nun als Putzfrau den Lebensunterhalt für die Familie.  Der Vater der Kinder, ein puertoricanischer Berufssoldat, hat sie nach Carmens Geburt verlassen. Außer einigen Postkarten und Hawaii-Musik-Platten ließ er nichts zurück. Tochter Carmen will Tänzerin werden. Sie träumt von einem warmen Land mit Sonne. Tito ist ein stiller Junge, der gerne Geige spielt. Bundesfilmpreis in Silber für Dokumentarfilm 1978.(Quelle: Elfi Mikesch)

BRD 1977/78, 82 Min., Farbe & s/w, digital (16mm), mit englischen Untertiteln.
Buch, Regie und Kamera: Elfi Mikesch. Produktion: Laurens Straub, i. A. des ZDF/Kleines Fernsehspiel, Redaktion: Maya Constantine, Montage: Elfi Tillack, Förderung durch das Kuratorium Junger Deutscher Film, Filmverleih: Filmwelt, Uraufführung: Feb 1979, Internationale Filmfestspiele Berlin, Internationales Forum des jungen Films. Mit Carmen, Ruth und Dieter Rossol.