13.05.2022
17:00 Uhr
Verflochtene Bestrebungen
Podiumsdiskussion|Ein Gespräch mit T.K. Sabapathy über sein jahrzehntelanges Engagement in der Lehre, für das Schreiben von Kunstgeschichten und für den Aufbau von intuitiv erfahrbaren Kunstsammlungen in Südostasien von den 1970er Jahren bis heute, moderiert von Fang-Tze Hsu und Shabbir Hussain Mustafa.
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Online Online
- Sprache Englisch
- Preis Kostenlos | Keine Anmeldung erforderlich
- Berlin: 12:00 Uhr, 13. Mai
- Jakarta/Chiang Mai: 17:00 Uhr, 13. Mai
- Singapore: 18:00 Uhr, 13. Mai
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Der Weg, den T.K. Sabapathy als Kunsthistoriker beschritten hat, weist Parallelen mit der Entwicklung der Kunstgeschichte als Disziplin in Südostasien auf. Angefangen von seinem Austausch mit dem Wissenschaftler Michael Sullivan während seines Grundstudiums in den 1950er Jahren an der University of Malaya in Singapur bis hin zu seinem ausgeprägten Anliegen, die Entwicklung öffentlicher Sammlungen moderner Kunst voranzutreiben, bietet Sabapathys Lebenswerk kritische Einblicke in kunstgeschichtliche Bestrebungen mit einem Sinn für Regionalität. Die Diskussion stellt die Rolle der Pädagogik in Sabapathys Lebenswerk in den Mittelpunkt und reflektiert somit „verflochtene Bestrebungen“ - Entwined Pursuits - des Schreibens, Lehrens und der kuratorischen Arbeit von den 1970er Jahren bis heute.
Das Gespräch wird moderiert von Fang-Tze Hsu und Shabbir Hussain Mustafa. Fang-Tze Hsu arbeitet mit dem NUS Museum an der Erforschung und Weiterentwicklung des Archivs von Sabapathy. Shabbir Hussain Mustafa führt mit Sabapathy einen kontinuierlichen Dialog über den Philosophen Ananda Coomaraswamy.
Gastgeberin
JUNE YAP ist Direktorin im Bereich Kuratierung, Sammlungen und Veranstaltungen im Singapore Art Museum, wo sie für die Bereiche Content Creation und Werkauswahl tätigt ist.Sprecher
THIAGARAJAN KANAGA SABAPATHY, besser bekannt als T.K. Sabapathy ist ein führender Kunsthistoriker, Kurator und Kritiker aus Singapur. Seit den 1980er Jahren widmet er sein Leben dem Schreiben, Dokumentieren und Fördern sowie der Erforschung zeitgenössischer bildender Kunst in Singapur und Malaysia. Er war Dozent für Kunstgeschichte an der National University of Singapore, der Nanyang Technological Institution und am National Institute of Education. Während der letzten vier Jahrzehnte hat er zahlreiche Artikel, Bücher, Kataloge und Künstlermonographien verfasst, darunter Road to Nowhere: The Quick Rise and the Long Fall of Art History in Singapore (2010).HSU FANG-TZE ist Dozentin am Department Of Communications And New Media Department an der National University Of Singapore (NUS) und Kuratorin am NUS Museum. Sie hat an der National University Of Singapore einen Doktortitel in Cultural Studies erlangt. Für ihre Forschung zu ihrer Dissertation hat sie Stipendien von den Organisationen President’s Graduate Fellowship und FASS Promising Graduate Scholar Award bekommen. Zu ihren Forschungsinteressen zählt die Entstehung der visuellen Moderne, die Ästhetik des Kalten Kriegs, Erinnerungskultur, technologische Philosophien sowie das Erscheinungsbild von künstlerischem Arbeiten im Alltag.
SHABBIR HUSSAIN MUSTAFA ist Senior Curator an der National Gallery Singapore und im Singapore Art Museum. In der Galerie leitet er das Kurationsteam für die mehrjährig konzipierte Ausstellung Between Declarations And Dreams („Zwischen Erklärungen und Träumen“), die sich mit südostasiatischen Perspektiven vom 19. Jahrhundert bis heute beschäftigt. Zu seinen jüngsten Projekten zählen Latiff Mohidin: Pago Pago, eine Ausstellung über die Reisen des Malers und Dichters durch Europa und Südostasien in den 1960er Jahren, bei denen dieser die Dominanz des westlichen Modernismus in Frage gestellt hat und Mohammad Din Mohammad: The Mistaken Ancestor („Der falsche Vorfahre“), ein Projekt, das Perspektiven für das Lebensumfeld von Künstlern und Künstlerinnen schaffen will, in dem es die Verbindungen zwischen Kunst, traditioneller Heilkunst, mündlichen Überlieferungen, mystischen Objekten, Silat und Sufismus in der malaysischen Welt aufzeigt.
Collecting Entanglements And Embodied Histories ist ein vom Goethe-Institut initiierter Dialog zwischen der Galeri Nasional Indonesia, dem MAIIAM Contemporary Art Museum, der Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin und dem Singapore Art Museum. Das Projekt besteht aus vier Ausstellungen mit jeweils eigener kurativer Handschrift, die in den teilnehmenden Instituten gezeigt werden. Dazu kommen regelmäßig stattfindende öffentliche Angebote, die als Livestream auf Facebook und YouTube verfügbar sind, eine Reihe von Video-Essays von Kunstschaffenden zu ausgewählten KünstlerInnen und vieles mehr. Kuratiert wird die Ausstellung von einem vierköpfigen Team: Anna-Catharina Gebbers, Grace Samboh, Gridthiya Gaweewong und June Yap.