‘Ard Writing Lab: Mai-Zyklus

Ein Monat voller Schreiben, Natur und kollektiver Gestaltung

Das Goethe‑Institut Jordanien lädt junge Schreibende ein, sich für die Mai‑Ausgabe des Arḍ Writing Lab zu bewerben — ein einmonatiger Schreibzyklus zum Thema Wurzeln & Fürsorge.
Über vier Wochen hinweg nehmen die Teilnehmenden an Schreibsessions in natürlichen und gemeinschaftlichen Räumen in Amman teil. Das Programm umfasst begleitete Workshops, reflektierende Übungen, Zine‑Making sowie eine experimentelle Abschlussperformance, die Text, Klang und Bewegung miteinander verbindet.
Der Zyklus bietet Raum zur Entschleunigung, zur Wiederannäherung an das Land und zur Erfahrung von Schreiben als gemeinschaftliche Praxis.

Keine vorherige Schreiberfahrung erforderlich.

Programm (Mai 2026)

11. Mai— Schreibsession
13. Mai— Schreibsession
18. Mai— Schreiben & Zine‑Making
20. Mai— Abschlussperformance

Wer kann sich bewerben:
Schreibende, Studierende, Künstler*innen und alle, die nach kreativer Reflexion suchen, im Alter von 18 bis 28 Jahren.

Bewerbungsschluss:
2nd of May2026 (23:59 Uhr)

Bewerbung
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt. Die Teilnahme an allen Terminen ist verpflichtend.

Thema: Wurzeln & Fürsorge

Dieser Zyklus erforscht, wie Schreiben uns mit dem verbinden kann, was uns erdet, nährt und formt.Wurzelnverweisen dabei auf persönliche Geschichte, Herkunft, Land, Erinnerung oder emotionale Verankerungen.Fürsorgeöffnet einen Raum für Fragen nach Pflege, Wachstum, Gemeinschaft und jenen Praktiken, die uns — individuell wie kollektiv — tragen und erhalten.

Im Verlauf des Monats schreiben die Teilnehmenden in natürlichen wie gemeinschaftlichen Räumen — von Gärten bis hin zu geteilten Kreativorten. So kann sich das Thema auf organische Weise entfalten. Die Sessions verbinden reflektierendes Schreiben mit sinnlichen Übungen, kollektivem Austausch und kleinen kreativen Experimenten. Sie münden in eine experimentelle Abschlussperformance sowie in den Austausch selbst gestalteter Zines.

Inspiriert ist der Zyklus von der Naturdichtung als einer langjährigen poetischen Tradition im deutschsprachigen Raum. In der deutschen Literatur wurde Natur häufig als Spiegel der Innenwelt verstanden — als Raum, in dem Wahrnehmung, Sprache und Denken ihren Ursprung finden. Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden eine kurze Einführung in diese Tradition sowie ein ausgewähltes literarisches Beispiel — nicht als Vorlage zur Nachahmung, sondern als Resonanzraum.

Diese gemeinsame Referenz eröffnet einen Dialog zwischen dem deutschen literarischen Erbe und den gelebten, lokalen und verkörperten Beziehungen der Teilnehmenden zu Natur, Ort und Fürsorge.

Das Thema bleibt bewusst offen, sodass jede*r Schreibende sich ihm persönlich, intuitiv oder auch abstrakt nähern kann — und Wurzeln wie Formen der Fürsorge durch Praxis, Aufmerksamkeit und geteilten Raum sichtbar werden.
 

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