Das "Stuttgarter Modell" der Zusammenarbeit von Ingenieur- und Geisteswissenschaften Computer und Philosophie, Computer und Theater

Computer x Philosophie & Theater © Goethe-Institut Tokyo

Sa, 09.12.2023

14:00 Uhr – 18:00 Uhr

Bibliothek des Goethe-Instituts Tokyo

Workshop

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Stuttgart im Südwesten Deutschlands ist eine Industriestadt mit dem Hauptsitz von Daimler-Benz, aber auch eine Kulturstadt mit einem berühmten Opern-haus. Die dort ansässige Universität Stuttgart ist eine Art technische Universität, die jedoch auch eine geisteswissenschaftliche und eine soziologische Fakultät umfasst. Die Verschmelzung von Ingenieur- und Geisteswissenschaften ist tief in die Struktur dieser Stadt und dieser Universität eingebettet.
Wie die Gesellschaft die digitale Technologie und die künstliche Intelligenz angemessen kontrollieren kann, ist ein großes Problem unserer Zeit. Aber dieses Thema ist nicht plötzlich entstanden. Vielmehr hat die Universität Stuttgart schon früh eine philosophische Abteilung in ihr Rechenzentrum (Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart, abk. HLRS) integriert, um dieses Problem von einem philosophischen Standpunkt aus anzugehen.
Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Informatik und Geisteswissenschaften ist nicht auf den Bereich der Philosophie beschränkt. Die virtuelle Realität ist ein Gebiet, auf dem Technik und Theater(wissenschaft) und Literaturwissenschaft eng miteinander verwoben sind. Die Universität Stuttgart arbeitet seit Jahren auf diesem Gebiet.
In diesem Workshop werden Forscher:innen der Universität Stuttgart das Stuttgarter Modell der Verschmelzung von Ingenieur- und Geistes-wissenschaften im digitalen Zeitalter aus der Sicht der Computertechnik, der Philosophie und der Literaturwissenschaft diskutieren. Zwei japanische Medienwissenschaftler, Yuji Nawata und Takuya Umeda, stellen vor, was an der Schnittstelle von Technologie und Kultur gedacht und gemacht wird. Damit wird die Veranstaltung zu einem deutsch-japanischen Dialog.
Der Workshop wird in deutscher Sprache mit Verdolmetschung ins Japanische durchgeführt. Fragen aus dem Publikum sind willkommen.
Alle, die sich für Computer, virtuelle Realität, Philosophie, Ethik und Theaterwissenschaft interessieren, sind herzlich eingeladen.

Programm
Einleitung (Yuji Nawata)
"Warum braucht ein Rechenzentrum eine philosophische Abteilung?", Michael RESCH (Professor an der Universität Stuttgart, Leiter des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS)
"Das Suchen und Finden von Worten: technisch und empfindend ", Andreas KAMINSKI (Professor für Wissenschafts- und Technikphilosophie, TU Darmstadt/HLRS)
"Das Problem der Informationsreduktion in XAI", Nico FORMANEK (Leiter der Abteilung Philosophy of Science & Technology of Computer Simulation, HLRS):
"Was passiert an der Schnittstelle von Technologie und Kultur? Diskussionen aus dem zeitgenössischen Japan", UMEDA Takuya (Assistant Professor am Doshisha Women's College of Liberal Arts, Kyoto, Department of Media):
(PAUSE) 
"Lebendigkeit als Kriterium: virtuelle Realität und Theater ", Kirsten DICKHAUT (Professorin an der Universität Stuttgart, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Literaturwissenschaft)
"Digitale Zwillinge von Theatern in Virtueller und erweiterter Realität", Uwe WÖSSNER (Dr.-Ing., HLRS, Leiter der Abteilung Visualisierung)
"Anwendung digitaler Technologien im No-Theater", NAWATA Yuji (Professor für Germanistik an der Chuo University, Tokyo)

Schlussdiskussion
 

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