Humming Chorus

Ausstellung|NJP Commission

  • Nam June Paik Art Center, Yongin-si, Gyeonggi-do

  • Sprache Koreanisch, Englisch
  • Preis kostenlos

Humming Chorus © NJP Art Center

Im Zuge der Ausstellung „Humming Chorus“ spricht die Künstlerin Anne Duk Hee Jordan in einem Artist Talk über ihre Werke und ihr künstlerisches Schaffen. Dabei befasst sie sich unter anderem mit der Koexistenz von Menschen und Nichtmenschen sowie mit dem zeitgenössischen Diskurs über Technologie. Zusätzlich wird sie von dem Prozess hinter ihrer neuesten künstlerischen Arbeit erzählen. Der Artist Talk findet am 7. Dezember 2024 um 15 Uhr im Seminarraum des Nam June Paik Art Centers statt. Anne Duk Hee Jordan wird online teilnehmen, während das Publikum vor Ort dabei sein kann. Das Gespräch wird konsekutiv ins Koreanische übersetzt.  

„Humming Chorus“ ist eine Ausstellung, die die Künstler:innen Anne Duk Hee Jordan, Eglė Budvytytė, Tetsuya Umeda und Chan Sook Choi zusammenbringt – jede:r mit einem anderen kulturellen Hintergrund und einer anderen Ausdrucksweise. Gemeinsam interpretieren sie die moderne Gesellschaft und drücken dies durch eine Vielzahl von Klängen und Rhythmen aus.

Sie sind Teil der NJP Commission des Nam June Paik Art Centers. Sie präsentiert neue Arbeiten von bereits etablierten Künstler:innen, die sich mit wichtigen Themen der zeitgenössischen Kunst auseinandersetzen und ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihren künstlerischen Welten.

Die in Berlin lebende Künstlerin Anne Duk Hee Jordan erforscht das Potenzial der Ko-Evolution von Mensch und Nichtmensch und schafft mit komplexen Installationen, die Video-Mapping, Roboter und mechanische Objekte einbeziehen, immersive Science-Fiction-Welten.

Ihre Arbeit beginnt mit grundlegenden Fragen zu dem, was Natur ist, indem sie die direkte Umwelt erforscht. Ausgehend vom Mikrokosmos der Mikroorganismen erfasst sie die dem Kosmos und der Natur innewohnenden Systeme und Funktionsprinzipien, in denen Menschen und Nichtmenschen koexistieren, und erweitert sie zu einer komplexen Welt.

Ihre jüngste Arbeit beschäftigt sich mit der „künstlichen Dummheit“ im Gegensatz zur künstlichen Intelligenz (KI), die den Menschen rasch zu ersetzen scheint. Indem sie die Definition von Intelligenz und Dummheit hinterfragt, zeigt sie, dass KI, die oft als intelligent wahrgenommen wird, auch dumme Entscheidungen treffen kann. Sie schlägt vor, dass „künstliche Dummheit“ einen alternativen Weg zum Verständnis menschlichen Verhaltens bieten könnte, anstatt sich ausschließlich auf KI zu verlassen.

Anne Duk Hee Jordan hatte zahlreiche Einzelausstellungen und nahm an vielen Gruppenausstellungen teil, darunter das Center for Contemporary Arts Glasgow (2024), die Gwangju Biennale (2023), das Barbican Centre London (2023) und die transmediale Berlin (2021/2022). 2024 wird sie den Lip Society Award erhalten. Die ehemalige Rettungstaucherin und Kinästhetik-Therapeutin ist derzeit Professorin für Neue Medien an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.