Natascha Wodin
(geb. 08.12.1945 in Fürth) Schriftstellerin, Übersetzerin
Natascha Wodins Eltern waren sowjetische Zwangsarbeiter. Sie wuchs in Lagern und in einem Kinderheim auf. Nach dem Besuch einer Sprachenschule war sie als Dolmetscherin und Übersetzerin von Literatur aus dem Russischen tätig. 1983 trat sie mit ihrem Debüt Die gläserne Stadt als Autorin in Erscheinung. Zu ihren weiteren Werken gehören z. B. Nachtgeschwister (2009) und Sie kam aus Mariupol (2017). Letzteres wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, dem Alfred-Döblin-Preis und dem August-Graf-von-Platen-Preis ausgezeichnet. Natascha Wodin ist außerdem Trägerin des Adelbert-von-Chamisso-Preises. Sie lebt in Berlin und Mecklenburg.