Deutschsprachige Filmtage 2016

Deutschsprachige Filmtage 2016 © Goethe-Institut Deutschsprachige Filmtage 2016 © Goethe-Institut

Neueste Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen wir vom 2. bis zum 20. März 2016 in den Kinosälen von Vilnius, Kaunas, Klaipėda und Šiauliai.

Jedes Jahr kommen mindestens 120 neue deutschsprachige Filme in Deutschland auf die Leinwand. Wir haben ein „Best of“ der Filme aus dem deutschsprachigen Raum zusammengestellt, darunter zehn neueste Filme aus Deutschland und je zwei Filme aus Österreich und der Schweiz.

„Best Of“ heißt, dass die Filme künstlerisch herausragend sind, dass sie aktuell sind (Produktionsjahr 2015 oder 2014), und dass der Zuschauer Neues über Deutschland, Österreich und die Schweiz erfährt. „Best Of“ heißt, dass es Filme sind, die wirken, nicht in erzieherischer und schon gar nicht in plakativer Form, aber durch ihre Welthaltigkeit, ihre Perspektive auf die Geschichte, ihre Wahrhaftigkeit, ihre Emotionalität, ihre Rationalität und ihren narrativen Mut“, kommentiert Detlef Gericke, der Leiter des Goethe-Instituts Litauen.
 
Die für das Programm ausgewählten Filme wurden bereits auf mehreren internationalen oder nationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet. Zu den wesentlichen Auswahlkriterien gehörten die Überzeugungskraft des Stoffs und seine Wirkung auf das Publikum – sowohl im rationalen und im analytischen Querschnitt der gewählten Themen und Situationen als auch in ihrer emotionalen oder visuellen Färbung.
 
Dreh- und Angelpunkt der Auswahl ist das WAS und das WIE, die deutsche filmdramaturgische Tradition einerseits und das Neue, das manchmal als Bruch mit der erzählerischen Konvention beginnt. Wir zeigen urdeutsche Mythen, kontrastiert von elektronischer Musik, wir zeigen bittersüße Horrorgeschichten, wir zeigen eine Autorin, die täglich gegen die Traumata der Diktatur anschreibt, wir zeigen einen Sporttrainer, der durch physikalische Präzision und psychologische Einfühlung Weltstars generiert, wir begleiten eine junge Frau, die die Suche nach ihrer Familienidentität nach Litauen führt...
 
Bei der Auswahl der Filme suchten wir aus dem nach unserer Meinung künstlerisch Besten dasjenige heraus, das Parallelen zur Lebenswelt des litauischen Publikums aufweist, Basketball, Driftsport und die Erfahrungen mit den sozialistischen politischen Systemen (DDR und LSSR) waren dafür die Schlüsselwörter. Nicht minder wichtig waren uns Porträts und Charakterbilder von Menschen aus dem – nur scheinbar - normalen Leben, Arbeitslose in einer Kleinstadt, die sich auf der Theaterbühne wiederfinden, Computer-Hacker, die sich ungewollt in aberwitzige Mafiageschichten verwickeln, Politiker und Juristen, deren sexuelle Orientierung sie im Deutschland der 50er und 60er Jahre erpressbar macht.
 
Zur Ergänzung des Programms 2016 sind Sondervorführungen, Retrospektiven und der Auftritt interessanter Gäste vorgesehen.



Die Deutschsprachigen Filmtage werden vom Goethe-Institut, der Österreichischen Botschaft Wilna und der Schweizerischen Botschaft in Lettland, Litauen und Estland organisiert.