Film und Diskussion Ägypten nach dem Arabischen Frühling: ein gewöhnlicher Frühling oder eine Eiszeit?

Whose country? © Mohamed Siam

Sa, 15.10.2016

Multikino

Ozo g. 18
Vilnius

Festival für Menschenrechte „Unbequemes Kino“

Projekt „Carte Blanche. Kairo in Vilnius القاهرة في فيلنيوس“

Film „Whose country?“

Frankreich, Ägypten, USA, 2016, 57 Min.
Regie: Mohamed Siam


Ein junger ägyptischer Filmemacher erzählt von seinen Begegnungen mit einer Gruppe von Polizisten aus Kairo. Drei Jahre lang hat er sie begleitet – von der ägyptischen Revolution im Zuge des Arabischen Frühlings bis hin zur Absetzung des Präsidenten Mursi durch einen Militärputsch. Die Tatsache, dass sein Vater früher ein Kriminalbeamte war, hilft ihm, eine engere Verbindung mit einem der Polizisten aufzubauen. Er merkt jedoch gleich, dass er sich in Kreisen aufhält, die früher für ihn völlig unbekannt waren: er deckt die Methoden von korrupten und respektlosen Polizeibeamten auf und fragt sich, warum ihm sein Vater nie was davon erzählt hat.

Diskussion nach dem Film

Während der Diskussion wird versucht, Antworten auf folgende Fragen zu finden: In welcher Situation befinden sich Ägypten nach der Revolution, die auf dem Tahrir-Platz begonnen hatte? Wie ist die jetzige politische/soziale Lage im Land? Welchen Druck erleben die Nichtregierungsorganisationen, Künstler und die politische Opposition? Wie sehen die weiteren Perspektiven des Regimes und des ganzen Landes aus?
 
Teilnehmer der Diskussion:
Egdūnas Račius, Politologe, Islamexperte;

Vytautas Bruveris, Journalist von der Tageszeitung „Lietuvos rytas“, der neulich in Cairo auf einer Recherchereise war und eine Artikelreihe über die Situation in Ägypten publiziert hat;

Giedrius Jokubauskis, Experte für internationale Beziehungen, vom 2010 bis 2014 in Ägypten tätig.

Moderatorin: LRT-Journalistin Živilė Kropaitė

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