Ein Mädchen fleht den Tod an, er möge das Leben ihres verstorbenen Geliebten zurückgeben. Der Tod führt sie daraufhin in einen mit brennenden Kerzen gefüllten Raum: es sind die Lebenslichter der Menschen, die dort brennen und verlöschen, sobald ein Leben zu Ende geht. Der Tod gibt dem Mädchen eine Chance: Drei der Kerzen stehen kurz davor abzubrennen, die Lichter zu erlöschen und die Leben zu beenden. Wenn sie es schafft, eines der Lichter vor dem Erlischen zu bewahren, erhält sie den Geliebten zurück. In drei zukunftsweisenden Episoden, die an unterschiedlichen Orten und Epochen spielen - dem Orient, im Italien der Renaissance und im Chinesischen Reich - erfährt sie was Vorsehung bedeutet. Doch der Tod gibt ihr eine weitere Chance…
Fritz Lang (Wien, 1890; Los Angeles, 1976) ist ohne Zweifel einer der renommiertesten Regisseure der Filmgeschichte. Meisterwerke wie die frühen Filme Dr. Mabuse, Die Nibelungen und Metropolis prägten das Kino der Weimarer Republik. Seine Karriere führte er ab 1933 in Hollywood fort, wo er sich von den Filmen des Nationalsozialismus distanzieren konnte. In den 50er Jahren kam Lang nach Deutschland zurück, um für den Produzenten Artur Brauner die zwei Filme Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal, als auch Die 1000 Augen des Dr. Mabuse zu drehen. Dank der Bewunderung von Cineasten wie Godard und Truffaut, wurde Lang schon zu Lebzeiten zum Mythos.