© Goethe-Institut Mexiko
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2018 feierte die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) ihr 10-jähriges Jubiläum. So auch in Mexiko, wo Lehrkräfte, Sprachkoordinatoren und weiteres Personal der PASCH-Schulen in Mexiko-Stadt zusammenkamen, um sich unter dem Motto „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ über die Erfolge und Ziele der PASCH-Initiative auszutauschen.
Das PASCH-Netzwerk beinhaltet weltweit mehr als 2.000 Schulen, an denen der Deutschunterricht einen besonders hohen Stellenwert hat. Die PASCH-Partner beraten Schulleitungen, Ministerien und Schulen bei der Entwicklung des Unterrichts und entsandte Expert*innen der PASCH-Partner betreuen die Schulen vor Ort und unterstützen beim Ausbau des Deutschangebots.
Zehn Jahre nach seiner Gründung hatte sich PASCH als globales Netzwerk etabliert, das junge Menschen, Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen durch das Erlernen der deutschen Sprache und den kulturellen Austausch miteinander verbindet. Dadurch trägt es zum Aufbau nachhaltiger Brücken zwischen Mexiko, Deutschland und der Welt bei.
© Goethe-Institut Mexiko
© Ludwig van Beethoven: from the heart, may it go to the heart" (2020), ilustración de Giovanni Guida. Licencia: CC BY-SA 3.0. Quelle: Wikimedia Commons.
Im Rahmen des 250+1. Jubiläums des Geburtstages von Ludwig van Beethoven versammelte das Goethe-Institut Mexiko einige der bedeutendsten Pianist*innen Mexikos, um den vollständigen Zyklus der 32 Klaviersonaten des deutschen Komponisten aufzuführen. Die von der Pianistin Guadalupe Parrondo kuratierte Konzertreihe erstreckte sich über drei Wochenenden und umfasste neun Konzertprogramme. Sie entstand in Zusammenarbeit mit Opus 94 des Instituto Mexicano de la Radio (IMER).
Die Initiative würdigte eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte: einen Komponisten, dessen Werk die musikalische Sprache grundlegend veränderte und dessen Klavierkompositionen bis heute einen unverzichtbaren Bezugspunkt für Interpret*innen und Publikum in aller Welt darstellen. Mit dieser besonderen Konzertreihe brachte das Goethe-Institut Mexiko dem mexikanischen Publikum die Vielfalt und Aktualität von Beethovens Vermächtnis näher und bekräftigte zugleich sein Engagement für die Vermittlung deutscher Kultur und Musik.
© Goethe-Institut Mexiko
Im Jahr 2023 verstärkte das Goethe-Institut Mexiko sein Engagement für Mobilität und internationale Integration mithilfe der Umsetzung zweier Initiativen, die darauf ausgerichtet sind Personen zu begleiten, die daran interessiert sind, sich ein Deutschland ein berufliches Projekt sowie ein neues Leben aufzubauen. Einerseits wurde das Programm Preintegration, welches später in die Plattform Mein Weg nach Deutschland integriert wurde, auf den Weg gebracht, bei dem eine umfassende Orientierung zum Sprachunterricht, dem Alltag in Deutschland, der Kultur, dem Arbeitsmarkt und Bildungsmöglichkeiten geboten wurde, ergänzt durch individuelle Beratung und digitale Ressourcen. Gleichzeitig startete das Projekt FIMA – Fit für den deutschen Arbeitsmarkt, das von der Europäischen Union kofinanziert und in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit entwickelt wurde, mit dem Ziel die Teilnehmer*innen auf ihren Berufseinstieg auf dem deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Beide Initiativen haben das Goethe-Institut als Brücke zwischen Mexiko und Deutschland gefestigt, indem sie eine informierte, nachhaltige und informationsorientierte Migration und Integration nach Deutschland fördern.
© Jaime Martin
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Mexiko brachte der mexikanische Regisseur David Gaitán eine Adaption von El Salvaje, dem bekannten Roman von Guillermo Arriaga, auf die Bühne.
Aufgeführt im Theater Julio Castillo, inszenierte das Werk eine Geschichte, die von Gewalt, Trauer und der Suche nach einer Bedeutung innerhalb der 60-er Jahre in Mexiko-Stadt geprägt war. Dank eines mehrsprachigen Ansatzes und einer Vorstellung, die zwischen drei Sprachen wechselte, förderte die Produktion einen interkulturellen Dialog über allgemeine Emotionenm wie den Zorn, den Verlust und den Wunsch nach Gerechtigkeit.
© Goethe-Institut Mexiko
inSURrecciones. Reflexionen zu dekolonialen Handlungsweisen war ein interdisziplinäres Projekt, welches sich der Erforschung performativer Praktiken widmete, die als Hilfsmittel zu einer neuen Bewertung des künstlerischen Schaffens dienten sowie die Beziehung zum Fremden, ausgehend von einer dekolonialen Perspektive, ausgehend vom globalen Süden thematisierten. Durch einen kollektiven Reflexionsprozess wurden Expert*innen der darstellenden und lebendigen Künste zusammengebracht und Vorschläge von Künstler*innen aus Abya Yala in einen Dialog zueinandergestellt, die eine tiefgreifende poetische sowie politische Wirkung in ihren jeweiligen Kontexten besitzen.
Das Programm enthielt Vorführungen von Filmarchivmaterial, theoretische Begegnungen und Präsentationen neu kreierter Performances, die einen Raum des Austauschs zwischen Forschung, künstlerischer Praxis und kritischem Denken, boten.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Mellon Foundation, der University of Pennsylvania und dem Museo de Arte Moderno aus Mexiko-Stadt realisiert. Unterstützt wurde es vom Goethe-Institut Mexiko, TLS, Transversales, dem Sistema de Apoyos a la Creación y Proyectos Culturales (SACPC) sowie Anfora Studio.
© Antje Lange
Einmal jährlich zeichnet das Goethe-Institut ausländische Persönlichkeiten aus, die sich um die Vermittlung der deutschen Sprache und um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben.
Die mexikanische Übersetzerin Claudia Cabrera erhielt 2024 die Goethe-Medaille für ihren Einsatz als kulturelle Brückenbauerin zwischen Deutschland und Mexiko. Außerdem erhielten die Kulturmanagerin Iskra Geshoska aus Nordmazedonien und Carmen Romero Quero, Gründerin und Leiterin des chilenischen Theaterfestivals „Teatro a Mil“, diese renommierte Auszeichnung.
© Premio Alemán de Periodismo Walter Reuter
Fast ein Vierteljahrhundert lang begleitete und würdigte der Deutsche Journalistenpreis Walter Reuter (Premio Alemán de Periodismo Walter Reuter, PAPWR) Generationen von Journalistinnen und Journalisten, die mit großer Sorgfalt die Ereignisse dokumentierten, welche die jüngere Geschichte Mexikos geprägt haben. In einem zunehmend komplexen Umfeld für die Ausübung des journalistischen Berufs etablierte sich der Preis als ein Raum zur Verteidigung der Meinungs- und Pressefreiheit, zur Anerkennung des investigativen Journalismus sowie zur Würdigung jener Geschichten, die das öffentliche Verständnis gesellschaftlicher Realitäten erweitern.
Inspiriert vom Vermächtnis Walter Reuters, des deutschen Fotografen und Journalisten, der vor dem Nationalsozialismus floh und in Mexiko Exil fand, hielt der Preis die Überzeugung lebendig, dass Wahrheit, Erinnerung und die Verpflichtung gegenüber den Tatsachen grundlegende Pfeiler jeder demokratischen Gesellschaft sind. Seit 2001 brachte er Journalistinnen und Journalisten, Medien, Jurymitglieder und Institutionen unterschiedlicher Herkunft zusammen, vereint durch ein gemeinsames Prinzip: journalistische Exzellenz anzuerkennen, unabhängig von ideologischen Differenzen oder politischen Konjunkturen, und dabei auf Dialog, Pluralismus und das Gemeinwohl zu setzen.
Seine letzte Ausgabe im Jahr 2024 bot die Gelegenheit, auf eine außergewöhnliche Entwicklungsgeschichte zurückzublicken und die Aktualität der Werte zu bekräftigen, die den Preis begründeten. Möglich wurde dieses langjährige Engagement durch die kontinuierliche Unterstützung der deutschen Organisationen, die den Preis über die Jahre getragen haben: die Deutsch-Mexikanische Industrie- und Handelskammer (CAMEXA), die Deutsche Welle, die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Mexiko, das Goethe-Institut Mexiko sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gemeinsam trugen sie dazu bei, einen unabhängigen Raum zu stärken, der heute Teil des lebendigen Gedächtnisses des mexikanischen Journalismus und der Verteidigung einer freien, kritischen und der Wahrheit verpflichteten Presse ist.
© Mavelba | Goethe-Institut Mexiko
Nach mehr als zwei Jahrzehnten als feste Größe des deutschen Films in Mexiko begann für die traditionsreiche Woche des Deutschen Films eine neue Phase des Wachstums und der Weiterentwicklung. Angeregt durch die begeisterte Resonanz des Publikums entwickelte sich das Projekt zum Deutschen Filmfestival und erweiterte sowohl seine Reichweite als auch sein Programm um neue Angebote für Liebhaber*innen der Filmkunst.
Diese Metamorphose stand zugleich für eine Erneuerung ihrer Traditionen. Die erste Ausgabe dieser neuen Etappe wurde mit „Lola rennt“ (1998), dem ikonischen Film von Tom Tykwer, eröffnet, der einer ganzen Generation ein modernes, dynamisches und lebendiges Deutschland näherbrachte. 25 Jahre nach seinem Kinostart in Mexiko kehrte der Film in einer restaurierten 4K-Fassung auf die Leinwand zurück und bekräftigte damit seinen Status als Meilenstein des zeitgenössischen deutschen Kinos.
Getreu seiner Aufgabe, Brücken zwischen Deutschland und Mexiko zu schlagen, integrierte das Festival interdisziplinäre Formate, die Kino und Musik miteinander verbanden. Die mexikanische Band Hello Seahorse! interpretierte den Soundtrack von Lola rennt live neu und schuf damit einen künstlerischen Dialog zwischen beiden Kulturen, der dem Publikum ein einzigartiges Erlebnis bot.
Die Transformation des Festivals wurde zudem durch die Anwesenheit herausragender Persönlichkeiten des deutschen Films geprägt. In dieser Ausgabe begleitete die Schauspielerin Franka Potente, Hauptdarstellerin von „Lola rennt“ und eine der international bekanntesten deutschen Filmschauspielerinnen, die Feierlichkeiten als Schirmherrin des Festivals und unterstrich damit die Bedeutung, die die Veranstaltung innerhalb der internationalen Kinolandschaft erlangt hatte.
Mit dieser Weiterentwicklung bekräftigte das Goethe-Institut Mexiko sein Engagement, dem mexikanischen Publikum das Beste des deutschen Kinos näherzubringen. Zugleich festigte es einen Raum des kulturellen Austauschs, der sich bis heute immer wieder neu erfindet und Jahr für Jahr weiterlebt.
© Charlie hoornaert
In den Jahren 2024 und 2025 beteiligte sich das Goethe-Institut Mexiko an Ménage à trois: Deutschland, Mexiko und Frankreich feiern die sexuelle Vielfalt, ein trinationales Projekt, das im Rahmen der europäischen Kulturzusammenarbeit entstanden ist und durch den EUNIC Cluster Fund gefördert wurde. Die Initiative wurde zusammen mit dem Institut français d’Amérique latine (IFAL), den Botschaften Deutschlands und Frankreichs in Mexiko, dem Museo Universitario del Chopo, Mix México sowie dem Festival Internacional por la Diversidad Sexual (FIDS) verwirklicht, um den interkulturellen Dialog, die Inklusion und die Sichtbarkeit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu fördern.
Die Veranstaltung brachte in einem multidisziplinären Programm Künstler*innen, Filmschaffende, Aktivist*innen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Kulturvertreter*innen aus Mexiko, Frankreich und Deutschland zusammen, welches Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen, Performances, Musik und den künstlerischen Austausch umfasste. Unter den eingeladenen Gästen waren die Regisseur*innen Julián Hernández, Claire Burger und Veit Helmer hervorzuheben, die sich auch an Debatten zur Darstellung von LGBTQIA+ Identitäten in verschiedenen kulturellen Kontexten, beteiligten.
Für das Goethe-Institut Mexiko, intensivierte das Projekt die kollaborative Vernetzung zwischen Kulturinstitutionen in Europa und Mexiko. Dadurch entstanden Räume der Begegnung, Reflexion sowie das Zelebrieren von Vielfalt, gleichzeitig eröffneten sich neue Möglichkeiten für den internationalen künstlerischen Austausch aus einer pluralen und inklusiven Perspektive heraus.
© Torben Becker
Die Ausstellung Luchadoras entführte das Publikum in diesem Jahr in das Universum der Frauen, welche in Ciudad Juarez Lucha Libre praktizieren, wobei die Geschichten hinter dem Showbusiness offenbart wurden. Die Frauen arbeiten, studieren oder versorgen ihre Familien unter der Woche, an den Wochenenden verwandeln sie den Ring in einen Schauplatz der Stärke, Sichtbarkeit und Darstellung.
Anhand der Fotografien von Jana Margarete Schuler und der von Kathrin „Miss Kath“ Zeiske gesammelten Geschichten, eröffnete das Projekt eine Diskussion bezüglich Geschlecht, Gewalt, popkulturellen Themen und der Rolle von Frauen die nahe der Grenze leben. Die Ausstellung lud dazu ein die Kampfsportlerinnen als Protagionistinnen ihrer eigenen Erzählungen sowie als Vorbilder für Widerstandsfähigkeit und Empowerment in ihrer Gemeinschaft, anzuerkennen.
© Goethe-Institut Mexiko
Para conmemorar el 60.º aniversario del Goethe-Institut Mexiko, colaboradorxs, invitadxs y representantes de alto nivel de Alemania se reunieron en una celebración que marcó el inicio de las celebraciones de seis décadas de intercambio cultural, educativo y lingüístico.
La visita del ministro federal de Asuntos Exteriores, Johann Wadephul, de la presidenta del Goethe-Institut, Gesche Joost, y de la directora del Departamento de Cultura del Ministerio de Relaciones Exteriores, Christina Beinhoff, subrayó la relevancia de la labor del instituto en México y su proyección hacia el futuro. Más allá del acto conmemorativo, el encuentro permitió dialogar sobre los retos y las oportunidades de la cooperación cultural internacional, así como conocer a jóvenes estudiantes de alemán que se preparan para iniciar una nueva etapa de formación profesional en Alemania.
Un inicio simbólico que reafirma el compromiso del Goethe-Institut con la construcción de puentes entre sociedades, lenguas y generaciones.