Künstlerresidenz 2018 Hanno Leichtmann

Hanno Leichtmann live header
© Stini Roehrs

Mit dem Aufenthaltsstipendium bietet das Goethe-Institut in Kooperation mit dem Wellington City Council Kulturschaffenden aus Deutschland die Möglichkeit, im Rahmen eines dreimonatigen Stipendiums in Neuseeland zu leben und zu arbeiten. Der Aufenthalt in Wellington soll den Stipendiatinnen und Stipendiaten dabei Inspiration und künstlerische Orientierung zugleich sein. Im direkten persönlichen Austausch mit der Kulturszene vor Ort können sie konkrete Projektvorhaben weiterentwickeln und umsetzen sowie nachhaltige Arbeitskontakte zu neuseeländischen Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden aufbauen oder vertiefen. Auf diese Weise entfaltet sich ein interkultureller Dialog, der sowohl für die Stipendiatinnen und Stipendiaten als auch für die neuseeländische Kulturszene eine Bereicherung darstellt.
 

Residenzkünstler 2018: Hanno Leichtmann

Hanno Leichtmann (*1970 in Temeswar/Rumänien) ist ein Produzent elektronischer Musik, Soundartist und Kurator von Konzeptfestivals für elektronische Musik. Ursprünglich aus der Improvisierten Musik (Schlagzeug) kommend, widmete sich Leichtmann ab 1998 der elektronischen Musik. Durch zahlreiche Kollaborationen und Projekte im Bereich der experimentellen und der Minimal Music hat er sich einen Namen gemacht.

Hanno Leichtmann Portrait © Joi Bix Hanno Leichtmann komponierte mit Lars Rudolph den Soundtrack zu Sasha Waltz´ Erfolgsstück „Allee der Kosmonauten“ und zum dazugehörigen Film. Er hat bisher fünf Alben veröffentlicht, die neuesten heißen „Unfinished Portrait of Youth Today“ und „Minimal Studies“. Leichtmanns moderne Version von Minimal Music ist eng verbunden mit Dub, Ambient und Club Music.

Er veröffentlichte den Soundtrack zu Christoph Schlingensiefs Film “The African Twin Towers” (2005-2009). Sein Soloprojekt trägt den Namen „Static“ und er ist Mitglied der Bands „Groupshow“ (mit Jan Jelinek und Andrew Pekler) und „Denseland“ (mit David Moss und Hannes Strobl). Mit „Groupshow“ vertonte er mehrmals den achtstündigen Andy Warhol Klassiker „Empire“. Ab 2008 kuratierte er mehrere Festivals und Clubreihen in Berlin. Außerdem steckt Leichtmann hinter dem Label „picture/disk“.

Seit 2013 arbeitet Leichtmann mit Klangarchiven. Für seine vorletzte Arbeit „Nouvelles Aventures“ bekam er ein Arbeits- und Recherchestipendium der Stadt Berlin im Bereich Neue Musik/Klangkunst. Im Moment arbeitet er an einer Klanginstallation für das „100 Jahre Beat“ Festival im Haus der Kulturen der Welt Berlin. Die Installation basiert nur auf Klängen von Schlagzeugern und Perkussionisten, die ihn beeinflussten und inspirierten.