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19:30 Uhr
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war - Mittwochskino
Spielfilm, FSK 12|Regie: Sonja Heiss, 2022, Farbe, 116 min
-
Goethe-Institut Peru, Lima 15072
- Sprache Deutsch mit Spanisch UT
- Preis Eintritt frei, begrenzte Sitzkapazität
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war, ein Film von Sonja Heiss
Kindheit und Jugend in der Psychiatrie zu verbringen ist für Joachim nichts Außergewöhnliches, denn sein Vater ist der Direktor der Einrichtung. Mit ebenso viel Humor wie Gefühl erzählt der Film eine klassische Geschichte des Heranwachsens an einem besonderen Ort, an dem das, was „normal“ ist, immer wieder hinterfragt werden muss.
Hier der Trailer zum Film!
MEHR ZUM FILM
Eine Kindheit und Jugend in der Psychiatrie: Was im ersten Moment vielleicht deprimierend oder gar schrecklich klingen mag, ist für den tagträumerisch veranlagten Joachim der Normalzustand, denn sein Vater ist der Direktor der Einrichtung. Wenn man ohnehin ein wenig zum Sonderlichen neigt, wie Vater und Sohn, mag es umso angenehmer sein, in einer Umgebung zu leben, in der das, was als „normal“ angesehen wird, immer wieder in der Schwebe ist und Idiosynkrasien kaum auffallen. Basierend auf dem autobiografischen Bestsellerroman von Joachim Meyerhoff schildert der Film eine klassische Geschichte über das Heranwachsen zwischen den 1970er und 1990er-Jahren – also mit viel Deko- und Bekleidungskolorit –, mit zwei Brüdern und einer bundesrepublikanischen Hausfrauenmutter, die ihrer Jugend in Italien nachtrauert. Es ist eine Familien- und eine Erinnerungsgeschichte mit allen ihren Höhen und Tiefen: Von kindlichen Wutausbrüchen über die erste Liebe – hier allerdings in eine suizidgefährdete Patientin –, von Streit und der Trennung der Eltern bis hin zum Umgang mit Tod und Verlust. Es ist ein Film über das Leben, mit ebenso viel Gefühl wie Humor erzählt.
Frederik Lang (09.01.2024)
Kritiken, Empfehlungen, Presseschau
„Der deutsche Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller Joachim Meyerhoff (Jahrgang 1967) hat sich mit seinem fünfteiligen Romanzyklus Alle Toten fliegen hoch als sensibler Erzähler erwiesen, der die eigene Biografie dazu nutzte, dem Phänomen der Erinnerung nachzuspüren. Ist auf sie Verlass? Oder ist sie geschönt?
‚Erfinden heißt Erinnern‘, steht an einer Stelle, ‚Die Vergangenheit ist ein ungesicherter Ort‘ an einer anderen. Erinnerung ist auch immer etwas, das der Überarbeitung bedarf. So sind die Ausschmückungen des Erzählers zu verstehen. (…) Das zweite Buch diente nun als Vorlage für diesen Film der Regisseurin Sonja Heiss und berichtet von Meyerhoffs behüteter Kindheit in Hesterberg in Schleswig. Sein Vater war dort Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie.“
(Michael Ranze, filmdienst.de)
„Dabei ist es mit der Verlässlichkeit von Erinnerungen nicht weit her, man kennt das ja selbst. Gedankenreisen in die Kindheit sind mühsam, vieles ist komplett weg, anderes stützt sich nur auf Erzählungen. Und je öfter man von besonders denkwürdigen Erlebnissen spricht, desto mehr Eigenleben nehmen sie an. Davor ist auch Joachim Meyerhoff nicht gefeit, er macht daraus kein Geheimnis (…). Die Struktur der Vorlage ist episodisch, die Jahre vergehen, der Autor verbindet skurrile Anekdoten mit todsicheren Pointen. (…) Als es am Ende nichts mehr zu lachen gibt, als die Ehe der Eltern endgültig gescheitert ist und mehrere Tote oder Todkranke zu beklagen sind, schlägt die Regisseurin einen neuen Ton an. (…) Das ist nicht mehr schreiend komisch, sondern geht ans Herz. Und die Familie stellt sich lange verdrängten Wahrheiten“.
(Josef Grübl, Süddeutsche Zeitung, 22.2.2023)
Kindheit und Jugend in der Psychiatrie zu verbringen ist für Joachim nichts Außergewöhnliches, denn sein Vater ist der Direktor der Einrichtung. Mit ebenso viel Humor wie Gefühl erzählt der Film eine klassische Geschichte des Heranwachsens an einem besonderen Ort, an dem das, was „normal“ ist, immer wieder hinterfragt werden muss.
Hier der Trailer zum Film!
MEHR ZUM FILM
Eine Kindheit und Jugend in der Psychiatrie: Was im ersten Moment vielleicht deprimierend oder gar schrecklich klingen mag, ist für den tagträumerisch veranlagten Joachim der Normalzustand, denn sein Vater ist der Direktor der Einrichtung. Wenn man ohnehin ein wenig zum Sonderlichen neigt, wie Vater und Sohn, mag es umso angenehmer sein, in einer Umgebung zu leben, in der das, was als „normal“ angesehen wird, immer wieder in der Schwebe ist und Idiosynkrasien kaum auffallen. Basierend auf dem autobiografischen Bestsellerroman von Joachim Meyerhoff schildert der Film eine klassische Geschichte über das Heranwachsen zwischen den 1970er und 1990er-Jahren – also mit viel Deko- und Bekleidungskolorit –, mit zwei Brüdern und einer bundesrepublikanischen Hausfrauenmutter, die ihrer Jugend in Italien nachtrauert. Es ist eine Familien- und eine Erinnerungsgeschichte mit allen ihren Höhen und Tiefen: Von kindlichen Wutausbrüchen über die erste Liebe – hier allerdings in eine suizidgefährdete Patientin –, von Streit und der Trennung der Eltern bis hin zum Umgang mit Tod und Verlust. Es ist ein Film über das Leben, mit ebenso viel Gefühl wie Humor erzählt.
Frederik Lang (09.01.2024)
Kritiken, Empfehlungen, Presseschau
„Der deutsche Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller Joachim Meyerhoff (Jahrgang 1967) hat sich mit seinem fünfteiligen Romanzyklus Alle Toten fliegen hoch als sensibler Erzähler erwiesen, der die eigene Biografie dazu nutzte, dem Phänomen der Erinnerung nachzuspüren. Ist auf sie Verlass? Oder ist sie geschönt?
‚Erfinden heißt Erinnern‘, steht an einer Stelle, ‚Die Vergangenheit ist ein ungesicherter Ort‘ an einer anderen. Erinnerung ist auch immer etwas, das der Überarbeitung bedarf. So sind die Ausschmückungen des Erzählers zu verstehen. (…) Das zweite Buch diente nun als Vorlage für diesen Film der Regisseurin Sonja Heiss und berichtet von Meyerhoffs behüteter Kindheit in Hesterberg in Schleswig. Sein Vater war dort Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie.“
(Michael Ranze, filmdienst.de)
„Dabei ist es mit der Verlässlichkeit von Erinnerungen nicht weit her, man kennt das ja selbst. Gedankenreisen in die Kindheit sind mühsam, vieles ist komplett weg, anderes stützt sich nur auf Erzählungen. Und je öfter man von besonders denkwürdigen Erlebnissen spricht, desto mehr Eigenleben nehmen sie an. Davor ist auch Joachim Meyerhoff nicht gefeit, er macht daraus kein Geheimnis (…). Die Struktur der Vorlage ist episodisch, die Jahre vergehen, der Autor verbindet skurrile Anekdoten mit todsicheren Pointen. (…) Als es am Ende nichts mehr zu lachen gibt, als die Ehe der Eltern endgültig gescheitert ist und mehrere Tote oder Todkranke zu beklagen sind, schlägt die Regisseurin einen neuen Ton an. (…) Das ist nicht mehr schreiend komisch, sondern geht ans Herz. Und die Familie stellt sich lange verdrängten Wahrheiten“.
(Josef Grübl, Süddeutsche Zeitung, 22.2.2023)
Ort
Goethe-Institut Peru
Jirón Nazca 722
Jesús María
Lima 15072
Peru
Jirón Nazca 722
Jesús María
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Peru