13.01.2021, 19:30 Uhr 14.01.2021, 19:30 Uhr
Canzone per Ornella + Postcards from Vietnam
Tanz
-
Teatro Rivoli Porto, Porto
- Preis 9 €
Am 13. und 14. Januar 2021 gastiert der aus Wuppertal stammende Choreograf und Tänzer Raimund Hoghe mit den beiden Stücken Canzone per Ornella und Postcards from Vietnam im Teatro Rivoli in Porto.
13. Januar: Canzone per Ornella
Vor seiner Karriere als Choreograf schrieb Raimud Hoghe kleine Porträts für die Wochenzeitung Die Zeit. Auch in seinem choreografischen Schaffen spielt der Gestus des Porträtierens eine zentrale Rolle und manifestiert sich in besonderer Weise in den Solos, die Hoghe für einige seiner Lieblingstänzer geschaffen hat (Songs for Takashi oder Musiques et mots pour Emmanuel). Ornella Balestra zählt zu den Ballerinas, die die für Hoghes Tanzsprache typische Mischung aus Intensität und Tagträumerei am besten verkörpert. In dem Stück Canzone per Ornella stellt Hoghe für die Tänzerin Musik und Texte von Pier Paolo Pasolini zusammen und spielt mit ihrer Fähigkeit, ein perfektes Gleichgewicht zwischen Virtuosentum und Unterhaltung zu finden.
14. Januar: Postcards from Vietnam
In Postcards from Vietnam setzt Raimund Hoghe seine Zusammenarbeit mit zwei Ausnahmetänzern fort: Ji Hye Chung und Takashi Ueno. Vor einigen Jahren entdeckte Hoghe am Stand eines Pariser Bouquinisten Postkarten aus Vietnam, dem Land, das seit den 1960er-Jahren untrennbar mit den Bildern des Krieges verbunden ist. Diese Postkarten, die Menschen und Landschaften abbilden, agieren in Hoghes Stück als echte Signifikanten im Sinne der Semiotik. Als Erinnerungen und Projektionsflächen verweisen sie einerseits auf die Geschichte und ihre Flüchtigkeit, andererseits auf den Gedanken des Aufbruchs. Wie in allen Stücken Hoghes spielt die Musik (Protestsongs aus den 1960er-Jahren sowie Arien von Bach und Händel) auch in Postcards from Vietnam eine wichtige Rolle.
Raimund Hoghe ist international einer der bekanntesten und erfolgreichsten Choreografen. Von 1980 bis 1989 war er Dramaturg am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. In den vergangenen 25 Jahren hat er ein herausforderndes choreografisches Werk geschaffen, das immer wieder bedeutende Stücke aus der Geschichte des Tanzes aufgreift. Seine Stücke sind von einer enormen Finesse, ein Gewebe aus Gesten, Formen und Melodien, das von der Dichte des Erinnerns lebt. 2019 wurde Hoghe Officier des französischen Ordre des Arts et des Lettres.
13. Januar: Canzone per Ornella
Vor seiner Karriere als Choreograf schrieb Raimud Hoghe kleine Porträts für die Wochenzeitung Die Zeit. Auch in seinem choreografischen Schaffen spielt der Gestus des Porträtierens eine zentrale Rolle und manifestiert sich in besonderer Weise in den Solos, die Hoghe für einige seiner Lieblingstänzer geschaffen hat (Songs for Takashi oder Musiques et mots pour Emmanuel). Ornella Balestra zählt zu den Ballerinas, die die für Hoghes Tanzsprache typische Mischung aus Intensität und Tagträumerei am besten verkörpert. In dem Stück Canzone per Ornella stellt Hoghe für die Tänzerin Musik und Texte von Pier Paolo Pasolini zusammen und spielt mit ihrer Fähigkeit, ein perfektes Gleichgewicht zwischen Virtuosentum und Unterhaltung zu finden.
14. Januar: Postcards from Vietnam
In Postcards from Vietnam setzt Raimund Hoghe seine Zusammenarbeit mit zwei Ausnahmetänzern fort: Ji Hye Chung und Takashi Ueno. Vor einigen Jahren entdeckte Hoghe am Stand eines Pariser Bouquinisten Postkarten aus Vietnam, dem Land, das seit den 1960er-Jahren untrennbar mit den Bildern des Krieges verbunden ist. Diese Postkarten, die Menschen und Landschaften abbilden, agieren in Hoghes Stück als echte Signifikanten im Sinne der Semiotik. Als Erinnerungen und Projektionsflächen verweisen sie einerseits auf die Geschichte und ihre Flüchtigkeit, andererseits auf den Gedanken des Aufbruchs. Wie in allen Stücken Hoghes spielt die Musik (Protestsongs aus den 1960er-Jahren sowie Arien von Bach und Händel) auch in Postcards from Vietnam eine wichtige Rolle.
Raimund Hoghe ist international einer der bekanntesten und erfolgreichsten Choreografen. Von 1980 bis 1989 war er Dramaturg am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. In den vergangenen 25 Jahren hat er ein herausforderndes choreografisches Werk geschaffen, das immer wieder bedeutende Stücke aus der Geschichte des Tanzes aufgreift. Seine Stücke sind von einer enormen Finesse, ein Gewebe aus Gesten, Formen und Melodien, das von der Dichte des Erinnerns lebt. 2019 wurde Hoghe Officier des französischen Ordre des Arts et des Lettres.
Links zum Thema
Ort
Teatro Rivoli Porto
Teatro Municipal Rivoli
Praça D. João I
4000-295 Porto
Portugal
Teatro Municipal Rivoli
Praça D. João I
4000-295 Porto
Portugal