26.04. - 25.05.,
15:00 - 19:00 Uhr

A salt anthology

Ausstellung|Kevin Bellò mit Joana Viveiros und Inês Coelho da Silva

  • Rua das Gaivotas 6, Lissabon

  • Preis Eintritt frei

A Salt Anthology Bild © Joana Viveiros

Die Ausstellung A Salt Anthology wird am 26. April um 18:00 Uhr eröffnet und ist bis zum 25. Mai in der Rua das Gaivotas 6 zu sehen.

A Salt Anthology war das Siegerprojekt des Open Calls für junge Kurator*innen Open Call para Jovens Curadorxs, der von der Rua das Gaivotas 6 und der Associação Quinta das Relvas ins Leben gerufen wurde. Dieses Programm zielt darauf ab, das nationale zeitgenössische künstlerische Schaffen zu erweitern und zu unterstützen, und weist auf die Bedeutung der Rolle junger Kurator*innen als grundlegende Vermittler*innen hin, die neue künstlerische Panoramen entwerfen und die Arbeit neuer Künstler*innengenerationen verbreiten.

Dieses Stipendium soll aufstrebenden Kurator*innen einen Raum bieten, in dem sie ihre Praxis entwickeln, mit Ideen experimentieren, Netzwerke ausbauen, Kontakt mit Künstler*innen knüpfen und ihre Präsenz in der zeitgenössischen Kunstszene erweitern können.

A Salt Anthology präsentiert sich als eine immersive Anthologie des Meersalzes und seiner Beziehung zur Erde. Fragmentierte Ideen, Geschichten und Identitäten können hier auf neue Weise zusammenkommen und neue Möglichkeiten eröffnen, um sich mit längst vergessenem Wissen wieder zu verbinden. Die Neuinterpretation von Salz nicht als Ware, sondern als komplexes Geflecht von Geschichten, Geschmäckern und Identitäten ist ein notwendiger politischer Ansatz, um gerechtere Lebensweisen zu fördern und sich um die kleinen und vernachlässigten Dinge zu kümmern. Wenn Salz in Körnern gezählt werden kann, kann seine Kultivierung als Samen neue Beziehungen zwischen uns, der Umwelt und unserer gemeinsamen Geschichte hervorbringen.

Diese Ausstellung ist das Ergebnis einer zweiwöchigen Residenz für junge Kurator*innen, die von der Associação Quinta das Relvas in Albergaria-a-Velha und der Rua das Gaivotas 6 in Lissabon gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Diese Ausschreibung war eine Koproduktion der Associação Quinta das Relvas und des Goethe-Instituts mit Unterstützung der Zeitschrift Contemporânea.

Kevin Bellò (geb. 1995 in Como, Italien) ist italienischer Kurator und Forscher, der zwischen London und Mailand lebt. Sein kuratorischer Ansatz reicht von der lokalen Geschichte des Essens über die Erforschung ökologischer und politischer Überstrukturen bis hin zur Förderung kognitiver Gerechtigkeit und der Entwicklung fürsorglicher Praktiken. Seine jüngsten Projekte befassen sich mit ländlichen und städtischen Gemeinschaften von Menschen und Mehr-als-Menschen, die mit lokalen Gewässern verbunden sind, und entwickeln ortsspezifische künstlerische Studien und Erfahrungen, die in einer Zeit ökologischer Verwerfungen die Verbindung zu Ökosystemen wiederherstellen.

Inês Coelho da Silva (*1996, Santa Maria da Feira, Portugal) ist Künstlerin und Forscherin und lebt in London und Porto. Sie schloss 2021 einen MA in Bildhauerei am Royal College of Art ab und war bereits in mehreren internationalen Ausstellungen vertreten. Inês erforscht in ihrer bildhauerischen Arbeit langsame Praktiken, Lebensmittelpolitik und Handlungen der Fürsorge, wobei sie kulturelle und gesellschaftspolitische Themen rund um die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln, Intimität und emotionale Begegnungen anspricht. 

Joana Viveiros (geb. 1996, Madeira, Portugal) ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die zwischen Madeira und London arbeitet. In ihrer Arbeit hinterfragt sie ihren eigenen Platz in der Welt als Inselbewohnerin und als Frau. Ihre Kindheit auf Madeira beeinflusste ihre Forschung durch das verkörperte Wissen über das Handwerk, die Traditionen, die Geografie und die Biosphäre der Insel. Anhand von Skulpturen, Videos und analoger Fotografie beschäftigt sich Joana mit den kreativen Möglichkeiten von Alltagsgegenständen und -materialien. In den letzten Jahren hat sie den Einfluss und die Symbolik von Meersalz in einem größeren historischen und ökologischen Kontext und im Rahmen des menschlichen Körpers erforscht.