23.06.2023, 19:00 Uhr

Cinema Negra Queer

Filmvorführung|“True Colors” und “Velveteen” von David J. Amado

  • Goethe-Institut Lissabon, Lissabon

  • Sprache Film: Englisch
  • Preis Eintritt frei
  • Teil der Reihe: Bairro em Festa

Cinema Negra Queer © David J. Amado

Im Rahmen des Stadtteilfests Bairro em Festa präsentiert der Filmemacher und Choreograf David J. Amado am 23. Juni um 19 Uhr im Auditorium des Goethe-Instituts zwei Filme (“True Colors” & “Velveteen”), die sich mit Männlichkeit, Traumata der Vorfahren, Authentizität und Selbstakzeptanz beschäftigen. 

Der Film "True Colors" erforscht Männlichkeit und ihre Beziehung zu queeren schwarzen Männern sowie die unterdrückten Erwartungen der Gesellschaft an ihn. Die Beschwörung der
Entmutigung, außerhalb der heteronormativen Norm zu existieren, der Druck, sich entsprechend einer mehr "akzeptiertbaren" Weise ausdrücken zu müssen, das Verstummen der Stimmen und das Auslöschen der wahren Farben derer, die versucht haben, dem gesellschaftlichen Status quo zu entkommen.

Der Wunsch, gesehen und akzeptiert zu werden, wie wir wirklich sind, gehört zu den tiefsten menschlichen Sehnsüchten und ist das zentrale Thema des Tanzfilms "Velveteen". Inspiriert von dem Buch "The Velveteen Rabbit" von Margery Williams, beschreibt "Velveteen" die Reise
eines queeren schwarzen Mannes von Selbsthass und Unterdrückung bis hin zu Selbstentdeckung und Akzeptanz. Mit Tanz und Poesie begleiten wir unseren Protagonisten auf seinem Weg durch das Trauma der Vorfahren, Rassismus und Homophobie, mit dem Ziel zu heilen, Gemeinschaft zu finden und ein authentisches Leben frei von den Erwartungen der anderen zu führen.

Der jamaikanisch-amerikanische Künstler David J. Amado hat einen Abschluss in Musik von der Columbia University in New York und wird durch das Unterstützungsprogramm des Kulturministeriums / GDA gefördert. Als Choreograf hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichten queerer schwarzer Menschen durch Ballett zu erzählen. Als Filmemacher ist David tief beeinflusst von der Struktur der 70er und 80er Jahre, der Ästhetik der amerikanischen Hip-Hop-Kultur der 1990er Jahre sowie von den Schriften queerer schwarzer Pioniere wie James Baldwin. Sein Werk ist angesiedelt an der Schnittstelle von bildender Kunst, Queer-Intellektualität und Ghetto. Mit einem multikulturellen Erbe und einer Karriere, die sich über drei Kontinente erstreckt (Nordamerika, Südamerika und Europa), nähert David J. Amado sich der Choreographie, dem Film und der Mode mit einer differenzierten und inklusiven Mentalität, die dem Publikum die Möglichkeit gibt, seine Vorstellungen über die Vielseitigkeit des schwarzen Körpers sowie über die des Balletts zu erweitern.

Die Filmvorführung wird ca. 40 Minuten dauern und richtet sich an Personen zwischen 18 und 45 Jahren, Schwarze Menschen und LGBTQIA+.