28.11.2023, 19.00 Uhr
Projeto Inocência
Debatte|Ein Gespräch über Journalismus und Gerechtigkeit
-
Goethe-Institut Lissabon, Lissabon
- Sprache Portugiesisch und Deutsch mit Simultanübersetzung
- Preis Eintritt frei
Am 28. November findet um 19 Uhr im Auditorium des Goethe-Instituts in Lissabon ein Gespräch über das Innocence Project in Portugal und Deutschland statt, an dem Cláudia Marques Santos und Susana Costa (Projeto Inocência, Portugal) sowie Carolin Arnemann und Paula Benedict (Projekt Fehlurteil und Wiederaufnahme, Deutschland) teilnehmen. Das Gespräch wird moderiert von der Journalistin Christina Weise.
Das Innocence Project, das 1992 in den U.S.A. von den Anwälten Peter Neufeld und Barry Scheck begründet wurde und in dem Journalist*innen und Anwälte miteinander zusammenarbeiten, setzt sich dafür ein, Unschuldige zu befreien, ungerechtfertigte Verurteilungen zu verhindern und ein faires, mitfühlendes und gerechtes Rechtssystem für alle zu schaffen.
Beide im Gespräch präsenten Vertretungen des Projekts – das deutsche Projekt Fehlurteil und Wiederaufnahme sowie das portugiesische Projeto Inocência – wurden im Jahr 2020 gegründet.
Christina Weise ist freiberufliche Korrespondentin in Lissabon für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Sie hat in Köln und Lissabon Literatur und Sprachwissenschaft studiert und ist dem Goethe-Institut seit ihrer Hospitanz 2010 verbunden. Über das Projeto Inocência hat sie im Juni 2023 für den Deutschlandfunk berichtet.
Cláudia Marques Santos ist freiberufliche Journalistin in Lissabon. Ihre Arbeiten wurden in Observador, Público, Visão, Expresso, Diário de Notícias, LER und Setenta e Quatro veröffentlicht. Sie ist Vorsitzende des Vereins Projecto Inocência und gründete 2022 zusammen mit acht Kolleg*innen das erste portugiesische Konsortium für kollaborativen Journalismus. Sie erhielt Stipendien von der Calouste Gulbenkian Foundation, der Gabriel García Márquez Foundation und dem Pulitzer Centre. Außerdem ist sie Dozentin an der Universidade Nova de Lisboa und der Universidade Lusófona.
Susana Costa ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Sozialstudien (CES) der Universität Coimbra. Sie hat einen Doktortitel in Soziologie. Derzeit forscht sie zum Thema INSIDE - Charakterisierung der in der portugiesischen DNA-Datenbank erfassten Bevölkerung und deren Auswirkungen auf die Effizienz des Strafrechtssystems und die Rechte der Bürger. Sie unterrichtet im Rahmen des Masterstudiengangs Kriminologie an der Universität Maia und im Rahmen des Promotionsstudiengangs Sociology of the State, Law and Justice am CES. Sie ist Ko-Koordinatorin der thematischen Linie Risco(s), ecologias, saúde. Sie ist Mitglied des Ethikausschusses der Portugiesischen Soziologischen Gesellschaft. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Beziehung zwischen Wissenschaft und Recht und die Verwendung von DNA zur Unterstützung der Justiz. Sie ist die Autorin mehrerer Bücher.
Carolin Arnemann ist Fachanwältin für Strafrecht und seit 2013 als Strafverteidigerin tätig. Seit 2021 / 2022 ist sie zudem Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg und Spezialistin im Bereich des Wiederaufnahmerechts. Ihre Dissertation befasst sich mit Defiziten in der strafrechtlichen Wiederaufnahme. Und auch in der Praxis bildet das Wiederaufnahmeverfahren einen ihrer Tätigkeitsschwerpunkte. Sie ist dritte Vorsitzende des Projekts Fehlurteile und Wiederaufnahme.
Paula Benedict ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichendes Strafrecht, Strafverfahrensrecht, Wirtschafts- und Umweltstrafrecht an der Freien Universität Berlin. Dort leitet und gestaltet sie die Law Clinics für Praxis der Strafverteidigung sowie für Wiederaufnahmeverfahren maßgeblich mit. Derzeit promoviert Frau Benedict zum Thema "Whistleblowing wegen staatlichen Fehlverhaltens". Paula Benedict ist Vorstandsmitglied des Projekts Fehlurteile und Wiederaufnahme.
Das Gespräch findet mit Unterstützung der Bartholomäus-Brüderschaft der Deutschen in Lissabon statt.
Das Innocence Project, das 1992 in den U.S.A. von den Anwälten Peter Neufeld und Barry Scheck begründet wurde und in dem Journalist*innen und Anwälte miteinander zusammenarbeiten, setzt sich dafür ein, Unschuldige zu befreien, ungerechtfertigte Verurteilungen zu verhindern und ein faires, mitfühlendes und gerechtes Rechtssystem für alle zu schaffen.
Beide im Gespräch präsenten Vertretungen des Projekts – das deutsche Projekt Fehlurteil und Wiederaufnahme sowie das portugiesische Projeto Inocência – wurden im Jahr 2020 gegründet.
Christina Weise ist freiberufliche Korrespondentin in Lissabon für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Sie hat in Köln und Lissabon Literatur und Sprachwissenschaft studiert und ist dem Goethe-Institut seit ihrer Hospitanz 2010 verbunden. Über das Projeto Inocência hat sie im Juni 2023 für den Deutschlandfunk berichtet.
Cláudia Marques Santos ist freiberufliche Journalistin in Lissabon. Ihre Arbeiten wurden in Observador, Público, Visão, Expresso, Diário de Notícias, LER und Setenta e Quatro veröffentlicht. Sie ist Vorsitzende des Vereins Projecto Inocência und gründete 2022 zusammen mit acht Kolleg*innen das erste portugiesische Konsortium für kollaborativen Journalismus. Sie erhielt Stipendien von der Calouste Gulbenkian Foundation, der Gabriel García Márquez Foundation und dem Pulitzer Centre. Außerdem ist sie Dozentin an der Universidade Nova de Lisboa und der Universidade Lusófona.
Susana Costa ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Sozialstudien (CES) der Universität Coimbra. Sie hat einen Doktortitel in Soziologie. Derzeit forscht sie zum Thema INSIDE - Charakterisierung der in der portugiesischen DNA-Datenbank erfassten Bevölkerung und deren Auswirkungen auf die Effizienz des Strafrechtssystems und die Rechte der Bürger. Sie unterrichtet im Rahmen des Masterstudiengangs Kriminologie an der Universität Maia und im Rahmen des Promotionsstudiengangs Sociology of the State, Law and Justice am CES. Sie ist Ko-Koordinatorin der thematischen Linie Risco(s), ecologias, saúde. Sie ist Mitglied des Ethikausschusses der Portugiesischen Soziologischen Gesellschaft. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Beziehung zwischen Wissenschaft und Recht und die Verwendung von DNA zur Unterstützung der Justiz. Sie ist die Autorin mehrerer Bücher.
Carolin Arnemann ist Fachanwältin für Strafrecht und seit 2013 als Strafverteidigerin tätig. Seit 2021 / 2022 ist sie zudem Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg und Spezialistin im Bereich des Wiederaufnahmerechts. Ihre Dissertation befasst sich mit Defiziten in der strafrechtlichen Wiederaufnahme. Und auch in der Praxis bildet das Wiederaufnahmeverfahren einen ihrer Tätigkeitsschwerpunkte. Sie ist dritte Vorsitzende des Projekts Fehlurteile und Wiederaufnahme.
Paula Benedict ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichendes Strafrecht, Strafverfahrensrecht, Wirtschafts- und Umweltstrafrecht an der Freien Universität Berlin. Dort leitet und gestaltet sie die Law Clinics für Praxis der Strafverteidigung sowie für Wiederaufnahmeverfahren maßgeblich mit. Derzeit promoviert Frau Benedict zum Thema "Whistleblowing wegen staatlichen Fehlverhaltens". Paula Benedict ist Vorstandsmitglied des Projekts Fehlurteile und Wiederaufnahme.
Das Gespräch findet mit Unterstützung der Bartholomäus-Brüderschaft der Deutschen in Lissabon statt.
Links zum Thema
Ort
Goethe-Institut Lissabon
Campo do Mátires da Pátria 37
1169-016 Lissabon
Portugal
Campo do Mátires da Pátria 37
1169-016 Lissabon
Portugal
Ort: Auditorium