29.09.2023

Lamento

Ausstellung|von Teresa Arêde

  • Galerie Ocupa, Porto

  • Preis Eintritt frei

Wehklage Bild: (Ausschnitt) © Teresa Arêda

Am Freitag, dem 29. September findet ab 18 Uhr in der Galeria Ocupa die Ausstellung Lamento von Teresa Arêde statt. Die Ausstellung kann bis zum 4. November besichtigt werden.

Das Lamento della Ninfa (Wehklage der Nymphe), ein Musikstück aus Claudio Monteverdis achtem Madrigalbuch (1638), gehört zur Gattung der Klagelieder, die in der Barockzeit zu einem festen Bestandteil der Opera seria wurde.
Das Lamento ist ein Schmerzensschrei, ein gesungener Schrei; es ist das Vorzimmer einer Wahnsinnsszene, ein Genre, das im romantischen Opernrepertoire weit verbreitet ist.
Im Lamento darf die Stimme so frei sein, dass sie sich von der metrischen und mathematischen Ordnung der Takte löst. 
Die Stimme der Nymphe wird gesungen - sie ist gequält, aber mutig und durchsichtig. In ihr liegt die Extravaganz der Gedanken und das Herzklopfen des menschlichen Inneren. Die Stimme schwelgt in ihrer Klage - und wie schön ist es, den Ausdruck eines jeden Halbtons im Körper zu spüren. Es ist ein Genuss, den Schrei zu hören, die stimmliche Ausdehnung, die samtig werdende Stimme und die Zunge, die jeden verdrehten Konsonanten ausspricht.

Könnte das Klangerlebnis der Stimme eines jeden Menschen die perfekte Erweiterung eines Gedankens sein, ein direkter Weg zur Freiheit?

Teresa Arêde (Viseu, 1991) schloss ihr Studium der Bildenden Künste - Multimedia an der Fakultät der Bildenden Künste der Universität Porto ab. Sie studierte lyrischen Gesang am Konservatorium von Porto sowie an der Guildhall School of Music and Drama in London. Teresa Arêde schloss einen Master in Fine Arts am Royal College of Art ab. In ihrer Arbeit nutzt sie die Fiktion als Mittel, um über die Gegenwart nachzudenken und versucht, Elemente ihres Musikstudiums mit ihrer künstlerischen Praxis zu verbinden.