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19:00 Uhr
HEDERA 4TET X MANUEL GUIMARÃES
Konzert|Streichquartett mit besonderer Begleitung durch Manuel Guimarães
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Goethe-Institut Lissabon, Lissabon
- Preis Freier Eintritt
„Hedera“ ist der botanische Name des Efeus und steht für stetiges, vielschichtiges Wachstum. Diese Idee prägt HEDERA 4TET: vier Musikerpersönlichkeiten, deren künstlerische Wege sich verzweigen und neue, unerwartete Klangräume erschließen. Musik wächst hier über sich hinaus – als Ausdruck, der Traum und Realität verbindet.
Für die Spielzeiten 2023–2025 erhielt das Ensemble eine Förderung der DGARTES. Auftritte führten HEDERA 4TET u. a. nach Lissabon (São Luiz, Culturgest, O’Culto da Ajuda), Porto (Sonoscopia), Braga (GNRATION), Coimbra (JACC), Montemor-o-Velho (SpaceFest) und Barcelona (LEM Festival).
Musiker
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Bernardo Aguiar (1995) begann mit fünf Jahren das Geigenspiel bei Inês Saraiva in Lissabon. Sein Studium führte ihn nach Madrid und Zwolle (Niederlande), wo er 2020 den ,,Master of Music'' absolvierte. Er arbeitete mit renommierten Musiker:innen wie César Viana und David del Puerto.
Er konzertierte in bedeutenden Sälen in Portugal, Spanien und international, unter anderem mit dem Gulbenkian Orchester und der Orquestra Metropolitana de Lisboa. Als Gründungsmitglied des Ensembles Concerto Moderno und des Trios Ayren, mit dem er 2015 einen wichtigen Kammermusikwettbewerb in Spanien gewann, ist er regelmäßig als Solist und Kammermusiker aktiv.
Neben klassischer Musik engagiert er sich mit dem Londoner Kollektiv The Flying Gorillas in sozialen Projekten und ist Mitbegründer der Initiativen Gnu Vai Nu und Everysound. -
Carlos „Zingaro“ (1948) ist ein preisgekrönter Musiker, Komponist und bildender Künstler mit über 60 Jahren internationaler Karriere. Er begann 1953 sein Geigenstudium in Lissabon und entwickelte sich zu einem Pionier der experimentellen Musik, der mit vielen führenden Künstler*innen der „Neuen Musik“ zusammenarbeitete - u.a. Barre Phillips, Derek Bailey, Evan Parker und Anthony Braxton.
Er gilt als Vorreiter im Einsatz neuer Technologien in Komposition und Echtzeit-Interaktion sowie in der Verbindung von Klang und Bewegung, insbesondere in Theater- und Tanzprojekten in Portugal. 1976 schloss er sein Studium in Szenografie und Kostümbild ab und war Lehrer für Zeichnung. Mit Stipendien der Fundação Calouste Gulbenkian und der Fulbright-Kommission war er u. a. in Polen und den USA als Künstler und Dozent tätig. Er gründete und leitete die Kunstgalerie Os Cómicos (1984–1990) und war Gründer und Koordinator wichtiger Kunst- und Musikinitiativen wie Plexus, European Jazz Federation und Granular Associação.
Seine Diskografie umfasst mehr als 60 international veröffentlichte Alben. -
David Magalhães Alves (1992) ist bildender Künstler und Violinist aus Lissabon. Er hat Malerei an der Universität Belas Artes in Lissabon studiert und arbeitet multidisziplinär.
Als Musiker absolvierte er seine Ausbildung am Conservatório Metropolitano de Música de Lisboa. 2013 war er Teil der Abschlussklasse des Komplementärstudiums Violine an der Escola de Música do Colégio Moderno und wurde im Jahr darauf Gründungsmitglied und Konzertmeister des Orchesters der Universität Lissabon sowie des Ensembles Concerto Moderno.
Er trat in renommierten Konzertsälen und Festivals auf, wie z.B. dem Teatro Luz, das Teatro Nacional de São Carlos, das Festival Terras sem Sombra und weiteren. Zudem arbeitete mit international anerkannten Musiker*innen zusammen, darunter Gwendolyn Masin, Aníbal Lima, Carlos Zíngaro, Pavel Gomziakov, Natalia Tchitch und noch weiteren.
Seit 2019 ist er Teil des Projekts Everysound und Mitgründer des multimedialen Kollektivs GNU VAI NU. Außerdem spielt er im Streichquartett ZARM Ensamble und war beteiligt am Projekt Renova, welches 2021 mit den Renova Art Commissions (RAC) unter der Kuratierung von Martim Sousa Tavares ausgezeichnet wurde. -
Francisco Lima da Silva (1992) ist Komponist und Geiger. Er begann seine musikalische Ausbildung am Conservatório de Música da Metropolitana und studierte Orchesterinstrumentalistik an der Academia Nacional Superior de Orquestra in der Klasse von Aníbal Lima. Als Musiker spielte er mit der Orquestra Metropolitana de Lisboa und dem Ensemble Concerto Moderno unter Dirigenten wie Jean-Marc Burfin und César Viana.
Seine Kompositionsstudien absolvierte er zunächst bei César Viana und David del Puerto in Madrid. 2019 schloss er seinen Master of Arts in Komposition mit Auszeichnung an der Cardiff University ab und promoviert dort aktuell. Parallel dazu studiert er angewandte Komposition an der Escola Superior de Música de Lisboa.
Er arbeitete mit verschiedenen Ensembles wie der Orquestra Académica Metropolitana, dem Riot Ensemble und der Ópera do Castelo zusammen. Sein Werk „Derealisation“ wurde bei Composition Wales 2021 von der BBC National Orchestra of Wales aufgeführt. Mit „Sonho Lúcido“ gewann er 2019 den ersten Preis und Publikumspreis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Póvoa de Varzim.
Für das PJM komponierte er das Stück „Nostalgia“ für Solo-Bratsche. Neben Kompositionen arbeitet er als Orchestrator und Arrangeur, unter anderem beim Festival Operafest Lisboa. Er ist Gründungsmitglied der Projekte Everysound und Gnu Vai Nu. -
Manuel Guimarães begann seine musikalische Ausbildung in den 1960er Jahren im Fach Klavier an der Academia de Música de Espinho, studierte in den 1980er Jahren Komposition am Conservatório de Música do Porto und später Musikwissenschaften an der Universidade Nova de Lisboa. Sein Schaffen umfasst klassische Musik, Rock, Folk, Jazz und transidiomatische Improvisation.
Er war unter anderem Pianist der Folkgruppe King Fisher’s Band (1980–1982) und wirkte in zahlreichen Projekten zwischen Musik, Poesie und Performance mit, darunter im Vidya Ensemble, Andarilho, Coty Cream, Chorinhando und Separados Frutos. Guimarães komponierte Musik für Theaterstücke von Shakespeare und Pinter und arbeitete mit Künstlern wie Vítor Rua, Gustavo Brandão, Carlos Zíngaro, Ana Clément und Paulo Araújo zusammen.
Seit 2010 nimmt er regelmäßig am MIA – Festival für Improvisierte Musik teil. Er ist Mitglied der Gruppen O Alentejano e os Compadres und Bando do Rei Pescador und veröffentlichte mehrere Alben, darunter Flow me (2016), Espinho (2019), Sendin (2020) und Dues (2024).
Ort
Campo do Mátires da Pátria 37
1169-016 Lissabon
Portugal
Ort: Auditorium