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18:00 Uhr
Ler com Goethe: Günter Grass, Figurenstehen
Auf Entdeckungsreise durch die deutschsprachige Literatur|Mit Gilda Lopes Encarnação und Vera San Payo de Lemos
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Goethe-Institut Lissabon, Lissabon
- Sprache Portugiesisch
- Preis Eintritt frei
- Teil der Reihe: Ler com Goethe
Interessiert? Melden Sie sich per E-Mail an: biblioteca.lisboa@goethe.de
Über das Buch
Ende der 1980er-Jahre reist der Erzähler von Als Statue stehen durch die DDR, wo er einige Lesungen hält und sein neuestes Werk vorstellt. Während dieser langen und ereignisreichen Reise stößt er eines Tages im Naumburger Dom auf die schönste Frau des Mittelalters: Uta von Naumburg, dargestellt in einer der zwölf Statuen der Stifterfiguren des Doms. Von diesem Moment an verwebt der Roman Vergangenheit und Gegenwart auf unauflösliche Weise, und die Figuren nehmen Gestalt hinter realen und fiktiven Statuen an. Der Erzähler, besessen von Uta (oder dem Mädchen, das ihr Modell war, oder der jungen Frau, die einfach „Statue spielt“ auf den Straßen verschiedener Städte), sucht sie in ganz Europa – bis er sich in eine Handlung mit unvorhersehbarem Ausgang verstrickt.Über den Autor
Günter Grass, Schriftsteller, Bildhauer und Grafiker, wurde 1927 in Danzig (heute Gdańsk, Polen) geboren und starb 2015 in Lübeck. 1999 erhielt er den Literaturnobelpreis – ein Jahr nach José Saramago, mit dem er befreundet war. Der Verlag Steidl veröffentlichte 2020 die maßgebliche Ausgabe seines lyrischen, dramatischen, epischen und essayistischen Werks (Neue Göttinger Ausgabe). Das Manuskript von Figurenstehen wurde im Nachlass von Grass entdeckt. Sein Werk ist größtenteils ins Portugiesische übersetzt; zu seinen bekanntesten Romanen zählen Die Blechtrommel, Die Rättin, Der Butt, Beim Häuten der Zwiebel und Im Krebsgang.Mögliche Gesprächsthemen
- Realität (historisch) und Fiktion in Figurenstehen
- Die Rolle der Statue (Maske, Persona) im Roman
- Deutschland vor und nach dem Mauerfall: Herausforderungen und Zwänge
- Die Plastizität des Romans und seine Adaptierbarkeit für das Theater
- Günter Grass als Erzähler: Humor, Ironie und Gesellschaftskritik
Gäste
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Gilda Lopes Encarnação
Gilda Lopes Encarnação hat einen Abschluss in Modernen Sprachen und Literaturen an der Fakultät für Literaturwissenschaften der Universität Lissabon, einen Master in Germanistik an derselben Fakultät und einen Doktortitel in deutscher Literatur mit einer Arbeit über Paul Celan (Universidade Nova de Lisboa und Universität Salzburg, Österreich). Sie hat u. a. Jürgen Habermas, Karl Marx, Károly Kerényi, Byung Chul-Han, Paul Celan, Thomas Mann, Stefan Zweig, Franz Kafka, Joseph Roth und Marlen Haushofer übersetzt. Von 1997 bis 2003 war sie Lektorin für Portugiesische Sprache und Literatur an der Universität Salzburg. Literarische Übersetzungen sind ihre Leidenschaft.
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Vera San Payo de Lemos
Vera San Payo de Lemos ist Forscherin am Zentrum für Theaterstudien der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Lissabon. Sie war Dozentin am Lehrstuhl für Germanistik dieser Fakultät (1975–2021), wo sie Deutsch, Didaktik des Deutschen, Übersetzung und Theaterwissenschaft unterrichtete. Im Theater arbeitet sie seit 1980 regelmäßig im Bereich Übersetzung und Dramaturgie mit dem Regisseur João Lourenço am Teatro Aberto, in Inszenierungen, die auf zeitgenössischer Dramaturgie und Musik basieren. Sie veröffentlichte Artikel über Theater, vor allem in den Programmheften der Aufführungen, an denen sie mitwirkte. Sie war an der Übersetzung und der Herausgabe der ersten vier Bände der Stücke von Bertolt Brecht (Livros Cotovia, 2003–2007) beteiligt. Gemeinsam mit Claudia J. Fischer übersetzte sie Herzzeit (Antígona, 2020), die Korrespondenz zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Sie nahm an Theaterbegegnungen, Festivals und Jurys in Portugal und im Ausland teil. Sie erhielt den Österreichischen Staatspreis für Übersetzung für die Stücke Die Präsidentinnen (1997) und ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM (2004) von Werner Schwab, den Kritikerpreis 2003 sowie die Goethe-Medaille 2006.
Ort
Campo do Mátires da Pátria 37
1169-016 Lissabon
Portugal
Ort: Bibliothek