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18:30 Uhr
Thomas Mann, Unordnung und frühes Leid
Gespräch|Mit José Lobo Antunes, Anabela Mota Ribeiro und Christina Weise
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Goethe-Institut Lissabon, Lissabon
- Sprache Portugiesisch
- Preis Eintritt frei
Thomas Mann, der 1929 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, hinterließ ein umfangreiches Werk, das weiterhin Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt begeistert. Als einer der Grundpfeiler der modernen Literatur bekannt, ist der deutsche Autor Verfasser von Romanen, die die Kultur und das Denken Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt haben und in denen er Themen wie den Niedergang des Bürgertums, das Verhältnis zwischen Kunst und Leben, Krankheit und Tod sowie die Abgründe der menschlichen Seele erforschte.
Die Veröffentlichung der portugiesischen Übersetzung von Unordnung und frühes Leid bei Livros do Brasil fällt mit dem 100. Jahrestag der ersten Buchausgabe des Originalwerks zusammen und enthält eine Einführung des Übersetzers. Es ist das erste Mal, dass diese Novelle von Mann in Portugal als Einzelausgabe erscheint.
Teilnehmende
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Anabela Mota Ribeiro wurde 1971 in Trás-os-Montes geboren. Sie lebt und arbeitet in Lissabon. Sie hat ihr Studium sowie ihren Master in Philosophie an der Universidade Nova de Lisboa abgeschlossen. Im Rahmen ihres laufenden Promotionsstudiums setzt sie die Untersuchung des brasilianischen Schriftstellers Machado de Assis fort. 2019 war sie visiting research fellow an der Brown University. Sie veröffentlichte die Bücher O Sonho de Um Curioso (2003), Este Ser e não Ser. Cinco Conversas com Maria de Sousa (2016), Paula Rego por Paula Rego (2016), A Flor Amarela. Ímpeto e Melancolia em Machado de Assis (2017), Por Saramago (2018) und Os Filhos da Madrugada (2021 und 2022).
Als freie Journalistin arbeitete sie für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften und war zudem im Radio tätig. Sie ist Autorin und Moderatorin von Fernsehsendungen, zuletzt Os Filhos da Madrugada (2021 und 2022, RTP3) sowie Calendário do Advento (2022, RTP3). Als Kulturprogrammgestalterin arbeitet sie mit renommierten Institutionen zusammen. Unter anderem kuratierte sie gemeinsam mit José Eduardo Agualusa die Buchmesse von Porto in den Jahren 2017, 2018 und 2020. Sie ist Mitglied des Allgemeinen Rats der Universität Coimbra. O Quarto do Bebé ist ihr erster Roman. -
Christina Weise ist freiberufliche Korrespondentin in Lissabon für den öffentlichen Rundfunk Deutschlands sowie weitere deutschsprachige Medien. Sie studierte portugiesische, niederländische und deutsche Literatur und Linguistik in Köln und Lissabon.
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José Lobo Antunes wurde im Jahr 2000 in Lissabon geboren. Er schloss sein Studium im Fach Film an der Escola Superior de Teatro e Cinema ab und erwarb einen Master in Übersetzung (Deutsch–Portugiesisch) an der Universidade Nova de Lisboa, darunter auch ein Studienaufenthalt an der Freien Universität Berlin. Er arbeitet als Übersetzer für Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch und widmet sich außerdem literarischem und musikalischem Schaffen. Zu seinen veröffentlichten Arbeiten zählen der Kurzfilm Na minha vida sowie die Alben Alvorada und Felicidade Moderna der Gruppe Quase Nicolau, der er als Texter, Mitkomponist und Interpret angehört. Unordnung und frühes Leid ist seine erste veröffentlichte Übersetzung.
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Ort
Campo do Mátires da Pátria 37
1169-016 Lissabon
Portugal
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